Facebook-Entwickler schrumpfen Messenger-App um über drei Viertel

Die Entwickler beim Social Network Facebook haben es geschafft, ein immer weiteres Aufblähen ihrer Software zumindest in einem Fall zu stoppen. Die neueste Version der Messenger-App wird sehr viel kleiner ausfallen.
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Als Facebook seinen Messenger im Jahr 2012 auf Apples iPhones in eine eigene App ausgliederte, war diese gerade einmal 8,5 Megabyte groß. Inzwischen ist die Software auf rund 130 Megabyte angeschwollen. Damit ist sie sogar schon doppelt so groß wie WhatsApp, das einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet. Generell folgt die Anwendung damit einer Entwicklung, dass Entwickler immer weniger auf den Ressourcen-Verbrauch ihrer Applikationen achten und durch das Einbinden zahlreicher externer Bibliotheken aufgeblähte Code-Strukturen schaffen.

Allerdings hat man beim Messenger-Team erkannt, dass das kein guter Weg ist. Die Programmierer haben sich daher hingesetzt und die App von Grund auf neu geschrieben. Das Software-Paket ist nach dem Abschluss dieser Arbeiten nun nur noch 30 Megabyte groß und damit weniger als ein Viertel der vorherigen Fassung. Das war klein genug, um die neue Version in die alte einzubauen und mit auszuliefern, so dass sie unauffällig bereits bei einem Teil der Nutzer getestet werden konnte. In den kommenden Wochen soll sie dann als eigenständige Fassung an alle Messenger-Nutzer unter iOS ausgeliefert werden.

84 Prozent weniger Code

Die Entwicklung lief unter dem Codenamen "LightSpeed" und wurde bereits auf der F8-Entwicklerkonferenz Facebooks vor fast einem Jahr angekündigt. Allerdings achtete zwischenzeitlich keiner auf die Fortschritte und so fiel es auch kaum auf, dass sich die Fertigstellung etwas verzögerte.

Stan Chudnovsky, der die Abteilung leitete, verglich das Projekt mit der Sanierung eines Hauses, wo man zu Beginn auch meist nicht genau weiß, was alles auf einen zukommt. "Man kann eigentlich nur Dinge finden, die schlimmer sind, als man erwartete", erklärte er. Und entsprechend mussten die Entwickler hier auch manche Dinge umfassender neu bauen, als man erhofft hatte.

Doch das Ergebnis ist beachtlich. Aus den ursprünglich 1,7 Millionen Zeilen Quellcode sind jetzt 360.000 geworden - das ist immerhin eine Reduktion um 84 Prozent. Vor allem auf Geräten im unteren Leistungsspektrum soll sich das nicht nur beim belegten Speicherplatz, sondern auch bei der Ausführungs-Performance deutlich bemerkbar machen.

Siehe auch: Messenger: Anmeldung jetzt nur noch mit Facebook-Account möglich

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