Populärer Messenger im Verdacht:
Spionage- & Überwachungs-Tool?

Ein vor allem im arabischen Raum viel genutzter Messenger steht unter dem dringenden Verdacht, eigentlich ein Überwachungs- und Spionage­werkzeug staatlicher Stellen zu sein. Die Software namens ToTok wurde deshalb bereits von Apple und Google aus ihren App-Stores entfernt.
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ToTok
Wie die New York Times unter Berufung auf eine eigene Untersuchung und entsprechende Erkenntnisse von US-Ermittlern berichtet, bietet der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammende Messenger ToTok zwar eine ganze Reihe von Mitteln zur angeblich sicheren Kommunikation per Sprache, Schrift und Video, dient aber eigentlich eher der Regierung der VAE als Mittel zur Überwachung sämtlicher darüber ausgetauschter Inhalte. ToTok MessengerToTok: Auf den ersten Blick ein guter Messenger, eigentlich aber Überwachungswerkzeug? ToTok wurde zwar erst vor einigen Monaten erstmals veröffentlicht, etablierte sich aber mit mehreren Millionen Downloads bereits als eine der beliebtesten Apps auf der arabischen Halbinsel. Im Apple App Store lag die Software kürzlich auf den vorderen Plätzen in der Liste der meistgeladenen Anwendungen und erhielt bereits zehntausende meist positive Bewertungen von ihren Nutzern.

Im Grunde soll das Programm die gleichen Features bieten wie etwa WhatsApp, ist aber im Gegensatz zu dem von Facebook betriebenen Messenger in den Arabischen Emiraten frei verfügbar. Auch in den USA gewann ToTok in den letzten Wochen und Monaten angeblich deutlich an Popularität. Um so schwerer wiegen die Vorwürfe, laut denen der Messenger eigentlich nur einem staatsnahen Unternehmen zur Erfassung sämtlicher Fotos, Videos, Sprach- und Textnachrichten und anderen Inhalten der Nutzer dient.

Konkret soll der Anbieter des Tools nur eine Scheinfirma sein, die von dem Unternehmen DarkMatter eingerichtet wurde. DarkMatter gilt als staatliche gestützter Cyber-Intelligence-Arm und Hacker-Farm der VAE und beschäftigt unter anderem frühere Mitarbeiter amerikanischer und israelischer Geheimdienste. Auch diverse Mitarbeiter des Geheimdiensts der Vereinigten Arabischen Emirate sollen für DarkMatter tätig sein.

Auf LinkedIn und anderen Portalen brüsten sich die Mitarbeiter des Unternehmens unter anderem damit, dass man eine populäre Plattform geschaffen habe, die in der Lage sei, sämtliche Kommunikation ihrer Nutzer zu erfassen und zur umfangreichen Analyse zugänglich zu machen. Dabei wird der Name ToTok allerdings nicht erwähnt.
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