Die Vereinten Nationen wurden gehackt und hatten es verschwiegen
Schon im Sommer des letzten Jahres war die UNO von einem umfangreichen Hackerangriff betroffen. Die Organisation hat bis jetzt versucht, den Sicherheitsvorfall zu verschweigen. Nun ist ein internes Dokument, welches das Ausmaß der Attacke beschreibt, an die Öffentlichkeit gelangt.
Das Dokument wurde von der Nachrichtenagentur The New Humanitarian geleakt. Insgesamt wurden die Server von drei UNO-Büros in Genf und Wien, darunter auch das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR), durch den Hackerangriff kompromittiert.
Offensichtlich wurde versucht, den Vorfall zunächst geheim zu halten. Obwohl die Angriffe bereits Mitte Juli 2019 begannen und kurze Zeit später erkannt wurden, hat sich die Organisation nicht selbst an die Öffentlichkeit gewandt. Der UN-Sprecher Stephane Dujarric betont, dass sich gegen eine Veröffentlichung des Vorfalls entschieden wurde, da der Umfang sowie die genaue Art des Angriffs nicht ermittelt werden konnten. Auch die eigenen Mitarbeiter sollen über den Vorfall nicht informiert worden sein. Die Angestellten der betroffenen UN-Büros wurden lediglich ohne Angabe von Gründen dazu aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.
Wie der Angriff durchgeführt wurde ist zum Teil unklar. Die Hacker sollen eine Schwachstelle in der SharePoint-Software von Microsoft ausgenutzt haben. Die benutzte Malware war aber damals noch nicht bekannt. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der Vereinten Nationen schließt nicht aus, dass es sich um eine staatliche Spionage-Attacke gehandelt hat.
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Offensichtlich wurde versucht, den Vorfall zunächst geheim zu halten. Obwohl die Angriffe bereits Mitte Juli 2019 begannen und kurze Zeit später erkannt wurden, hat sich die Organisation nicht selbst an die Öffentlichkeit gewandt. Der UN-Sprecher Stephane Dujarric betont, dass sich gegen eine Veröffentlichung des Vorfalls entschieden wurde, da der Umfang sowie die genaue Art des Angriffs nicht ermittelt werden konnten. Auch die eigenen Mitarbeiter sollen über den Vorfall nicht informiert worden sein. Die Angestellten der betroffenen UN-Büros wurden lediglich ohne Angabe von Gründen dazu aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.
Angreifer haben keine Spuren hinterlassen
Tatsächlich geht aus dem durchgesickerten Bericht, der ursprünglich auf den 20. September 2019 datiert wurde, hervor, dass die Angreifer kaum Spuren hinterlassen haben. Es wurden mindestens 33 Server im UN-Hauptquartier, drei Systeme beim OHCHR sowie vier Server am Wiener Sitz kompromittiert. Die Hacker hatten vermutlich Zugriff auf Personalakten, Sozialversicherungsinformationen und Geschäftsdaten. Die abgerufenen Daten könnten einen Umfang von etwa 400 Gigabyte gehabt haben. Diese Angaben wurden nicht offiziell bestätigt. Der UNO zufolge sollen keine sensiblen Daten erbeutet worden sein.Wie der Angriff durchgeführt wurde ist zum Teil unklar. Die Hacker sollen eine Schwachstelle in der SharePoint-Software von Microsoft ausgenutzt haben. Die benutzte Malware war aber damals noch nicht bekannt. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der Vereinten Nationen schließt nicht aus, dass es sich um eine staatliche Spionage-Attacke gehandelt hat.
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