Zu wenig Beamte: Digitalisierung der Kriminellen überfordert die Polizei
Die Polizei muss im Rahmen ihren Ermittlungen immer öfter Handys, PCs & Co. auswerten und auch internationale Vernetzungen nachvollziehen, für diese Arbeiten fehlen aber immer öfter die Beamten. Deshalb fordern Kriminalbeamte mehr spezialisiertes Personal.
Im Freistaat sind demnach aktuell rund 100 Personen dafür zuständig, Kriminalbeamte mit der Auswertung von Handys, und Computern bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, die laut der Deutschen Presse-Agentur in Cybercops und Cyberermittler unterteilt sind. Mit Ersteren sind Informatiker gemeint, die sich ohne eine Polizeiausbildung nach dem Studium der Kriminalpolizei anschließen. Cyberermittler sind dagegen Polizeibeamte, die sich im Rahmen der Ausbildung auf den digitalen Bereich spezialisiert haben.
Ein Problem sieht Goger dabei in der Strukturierung der Kriminalpolizei. So sei es beispielsweise in ländlichen Gebieten aufgrund des Personalmangels üblich, andere Präsidien um Unterstützung zu bitten. Da diese Stellen aber nicht offiziell als der Kriminalpolizei zugehörig geführt werden, gäbe es keine Planungssicherheit. Eine Lösung des Problems: Statt wie bisher Beamte zunächst auf Streife zu schicken, bevor sie mit 35 bis 40 Jahren als Kriminalbeamte anfangen können, wird hier aktuell ein Direkteinstieg diskutiert.
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Die Polizei hat einfach nicht genug Beamte für die digitale Auswertung
Nicht nur in der Bekämpfung von Internetkriminalität sehen sich die Strafverfolger immer mehr einem Personalmangel gegenüber. Wie der Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bayern (BDK) laut Bericht der Süddeutschen jetzt erläutert, führt die zunehmende Digitalisierung von Kriminellen zu einer weiteren Zuspitzung der Situation. "Weil Verdächtige heutzutage häufig mehr als nur ein Handy haben und weltweit vernetzt sind, kann das Auslesen und Auswerten der Daten teilweise Jahre dauern", sagte ein Sprecher des BDK. Infografik: Jeder zweite Internetnutzer wurde schonmal Opfer von Cybercrime
Im Freistaat sind demnach aktuell rund 100 Personen dafür zuständig, Kriminalbeamte mit der Auswertung von Handys, und Computern bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, die laut der Deutschen Presse-Agentur in Cybercops und Cyberermittler unterteilt sind. Mit Ersteren sind Informatiker gemeint, die sich ohne eine Polizeiausbildung nach dem Studium der Kriminalpolizei anschließen. Cyberermittler sind dagegen Polizeibeamte, die sich im Rahmen der Ausbildung auf den digitalen Bereich spezialisiert haben.
Nur Spitze des Eisbergs
Wie Oberstaatsanwalt und stellvertretender Leiter der Zentralstelle Cybercrime Bayern, Thomas Goger, betont, sei der Freistaat hier in Sachen Personal aber noch wesentlich besser gestellt, als andere Bundesländer. Das liege unter anderem daran, dass die Zentralstelle Cybercrime Bayern auf einen besseren Personalschlüssel als die meisten Bundesländer setze. Eines sei aber klar: "Je mehr Polizeibeamte sich um Cybercrime kümmern können, desto besser ist es für den Bürger", so Goger.Ein Problem sieht Goger dabei in der Strukturierung der Kriminalpolizei. So sei es beispielsweise in ländlichen Gebieten aufgrund des Personalmangels üblich, andere Präsidien um Unterstützung zu bitten. Da diese Stellen aber nicht offiziell als der Kriminalpolizei zugehörig geführt werden, gäbe es keine Planungssicherheit. Eine Lösung des Problems: Statt wie bisher Beamte zunächst auf Streife zu schicken, bevor sie mit 35 bis 40 Jahren als Kriminalbeamte anfangen können, wird hier aktuell ein Direkteinstieg diskutiert.
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