Mit Apple Pay Millionen erschwindelt:
Betrüger muss vier Jahre in Haft
Auch Apple Pay ist nicht vor Betrugsmaschen sicher - das zeigt jetzt ein Fall aus den USA: Ein Betrügerring hatte Waren im Wert von 1,5 Millionen Dollar mit geklauten Kreditkartendaten und dem Bezahldienst von Apple erworben. Jetzt wurden der Anführer verurteilt.
Laut den Gerichtsakten hatte sich der 30-jährige zusammen mit drei Komplizen "auf betrügerische Weise" Zugang zu mindestens 477 Kreditkarten-Accounts verschafft und diese dann mit Apple Pay verknüpft. Wie das Gericht ausführt, war es dem Betrügerring so möglich, die Kreditkarten im Einzelhandel zu nutzen, ohne bei Verkäufern tatsächlich Kreditkarten vorlegen zu müssen. "Die Gruppe hat Einkäufe im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar getätigt", so das Gericht. Die Ermittlungen in dem Fall waren vom FBI durchgeführt worden.
Wie heise in seinem Bericht analysiert, hatte die Betrügergruppe ihre Masche auf der Tatsache aufgebaut, dass das Hinzufügen von Kreditkartendaten zu Apple Pay meist sehr einfach funktioniert. So reicht bei vielen Banken neben der Kreditkartennummer die Eingabe des CV-Codes. Zwar liegt genau diese dreistellige Ziffernkombination bei geklauten Kreditkartendaten oft nicht vor, allerdings hatte das Apple-Pay-System bis mindestens 2016 uneingeschränkte Eingabeversuche erlaubt - die Zahlenfolge konnte also uneingeschränkt durchprobiert werden.
Klassischer Kreditkartenbetrug mit Apple Pay als Kaufkanal
Bei Apple Pay werden Zahlungen per Kreditkartendaten abgewickelt. Vier US-Amerikaner haben den Bezahldienst genutzt um mit geklauten Kreditkarten- und Identitätsdaten Bestellungen in Millionenhöhe zu tätigen. Jetzt teilt die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Florida mit, dass der Anführer des Betrügerring, ein 30-Jähriger aus Miami, für "Computerbetrug und schweren Identitätsdiebstahl" zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt wurde - der Angeklagte hatte sich schon im März für schuldig erklärt. Infografik: Hier kann mit Apple Pay bezahlt werden
Laut den Gerichtsakten hatte sich der 30-jährige zusammen mit drei Komplizen "auf betrügerische Weise" Zugang zu mindestens 477 Kreditkarten-Accounts verschafft und diese dann mit Apple Pay verknüpft. Wie das Gericht ausführt, war es dem Betrügerring so möglich, die Kreditkarten im Einzelhandel zu nutzen, ohne bei Verkäufern tatsächlich Kreditkarten vorlegen zu müssen. "Die Gruppe hat Einkäufe im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar getätigt", so das Gericht. Die Ermittlungen in dem Fall waren vom FBI durchgeführt worden.
Drei Komplizen, alle schuldig
Vor dem Gruppenanführer hatten sich schon drei Komplizen, zwei Männer und eine Frau, im Rahmen eines "Plea Deals" - also einer Vorvereinbarung im Strafverfahren - für schuldig bekannt. Im Dezember 2018 war ein Urteil in Form einer Haftstrafe von vier Jahren gegen einen der Komplizen ergangen, die anderen beiden Mittäter werden wohl im Dezember 2019 ihr Urteil erhalten.Wie heise in seinem Bericht analysiert, hatte die Betrügergruppe ihre Masche auf der Tatsache aufgebaut, dass das Hinzufügen von Kreditkartendaten zu Apple Pay meist sehr einfach funktioniert. So reicht bei vielen Banken neben der Kreditkartennummer die Eingabe des CV-Codes. Zwar liegt genau diese dreistellige Ziffernkombination bei geklauten Kreditkartendaten oft nicht vor, allerdings hatte das Apple-Pay-System bis mindestens 2016 uneingeschränkte Eingabeversuche erlaubt - die Zahlenfolge konnte also uneingeschränkt durchprobiert werden.
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