Britische Regierung bekommt auch Online-Altersnachweis nicht hin

Virtual Reality, VR, 3d, Porno, Pornographie, pornhub Bildquelle: Pornhub
Gut durchdachte Konzepte sind aktuell keine Stärke der britischen Regierung. Auch das geplante System zur Alters-Verifizierung im Internet, das anbieterübergreifend aufgebaut werden sollte, wird nach jahrelangen Fehlschlägen nun beerdigt. Das Ziel bestand darin, ein von den Behörden akzeptiertes und allgemein gültiges System zu etablieren, das von allen Anbietern nicht jugendfreier Inhalte im Netz zur Altersprüfung vorgeschaltet werden sollte. Vor allem natürlich bei pornografischen Angeboten sollte so sichergestellt werden, dass Besucher mindestens 18 Jahre alt sind.

Dafür hatte man verschiedene Ideen. Dies reichte von einer Prüfung der Kreditkartendaten bis hin zu der Möglichkeit der Nutzer, sich beim Zeitungshändler gegen Altersnachweis einen Code abholen zu können, mit dem man dann Zugang bekommt. Nach der Einführung sollten Webseiten mit nicht jugendfreien Angeboten für britische Nutzer nur noch zugänglich sein, wenn sie das dann gültige Verfahren unterstützen, alle anderen sollten durch die Provider blockiert werden.

Investitionen umsonst

Nicky Morgan, die Ministerin für Kultur und Digitales, teilte dem Parlament nun aber mit, dass die Arbeit an der entsprechenden Richtlinie aufgegeben werde, berichtet der Guardian. Stattdessen wolle man nun andere Strategien verfolgen, um Minderjährige zu schützen. Dabei will man vor allem auch breitere Ansätze einbeziehen, die neben Pornographie-Diensten auch andere Webseiten und Social Media-Plattformen mit in die Verantwortung nehmen.

Die Entscheidung wird wohl bei diversen Unternehmen für Unmut sorgen, die angesichts des bisherigen Kurses der Regierung bereits Geld und andere Ressourcen in die Entwicklung von Verifikations-Systemen gesteckt haben, mit denen man ins Rennen um die Gunst der behördlichen Anerkennung gehen wollte. Nun ist klar, dass die gesamte Arbeit erst einmal für die Katz' war. Allerdings hatte sich eben auch gezeigt, dass seit 2015 kein System präsentiert werden konnte, das die Anforderungen wirklich umfänglich umsetze.

Siehe auch: Datenschutz: Britisches Oberhaus kritisiert neue Porno-Filter-Pläne Virtual Reality, VR, 3d, Porno, Pornographie, pornhub Virtual Reality, VR, 3d, Porno, Pornographie, pornhub Pornhub
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