South Park: Chinesische Zensoren "radieren" TV-Serie aus dem Netz

China, Zensur, South Park, Band in China Bildquelle: Comedy Central
Die Comedy-Serie South Park ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein fixer Bestandteil des TVs und ihre Macher Trey Parker und Matt Stone kennen kaum ein Tabu. In der aktuellen Folge nahm man u. a. die chinesischen Zen­soren auf die Schippe - die fanden das weniger lustig. South Park wird seit 1997 ausgestrahlt und die Animationsserie hat eine lange Tradition zu Skandalen und Provokationen. Am liebsten nimmt man es mit Religionen, Stars und Politikern auf und kritisiert natürlich in fast jeder Folge auf die eine oder andere Weise die Gesellschaft des eigenen Landes, also der Vereinigten Staaten.

Für die aktuelle Folge, die vor kurzem ausgestrahlt wurde, nahm man hingegen China ins Visier - aber auch Hollywood: Denn die Episode mit dem Titel "Band in China" macht sich über die eigene Filmindustrie lustig, die ihre Inhalte für den Wachstumsmarkt China anpasst, um ja keinen Zensor zu verärgern. In der Folge hat Randy eine vermeintlich bahnbrechende Geschäftsidee, nämlich den chinesischen Markt für Hanf zu erschließen. Doch bereits im Flugzeug kommt er drauf, dass er nicht der erste US-Amerikaner ist, der die Idee zur China-Expansion hatte. Denn mit nach China reisen auch etliche Disney- und Marvel-Figuren.


Doch Randy landet in einem Arbeitslager, weil er eine beträchtliche Menge Gras ins Land mitgenommen hat. Dort trifft er Winnie the Pooh, der dort einsitzt, weil der Bär in China genutzt wird, um Staatspräsident Xi Jinping zu veräppeln. Auch die chinesischen Zensoren werden in der Folge immer wieder erwähnt.

Nicht lustig

Erwartungsgemäß fanden die chinesischen Zensoren das alles andere als witzig und schlugen mit all ihrer Macht zurück: Denn es wurde nicht nur die aktuelle Folge konsequent gelöscht und geblockt, man versuchte jeglichen Verweis und Link auf und zu South Park auszuradieren. Jeder Clip, jede Episode und Diskussion zur Serie wurde entfernt.

Wie The Hollywood Reporter berichtet (via derStandard), haben Trey Parker und Matt Stone gestern eine nicht ernstgemeinte Entschuldigung veröffentlicht. Darin stellt man u. a. fest, dass Xi "überhaupt nicht wie Winnie the Pooh aussieht".

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