500-Megapixel-Monster: Chinas KI-Kamera findet jeden in der Menge

überwachung, Kamera, Gesichtserkennung, Überwachungskamera Bildquelle: Pixabay / 12019
Bieten Menschenmengen Schutz vor individueller Identifikation? Chinesische Wissenschaftler beantworten diese Frage klar mit Nein. Sie haben eine Kamera mit 500-Megapixel-Auflösung und KI-Unterstützung entwickelt, die Gesichtserkennung auf ein ganz neues Level hebt.

Sich in der Masse verstecken ist in China kein Mittel gegen Erkennung

Dass es in China wegen umfassender staatlicher Überwachungs-Werkzeuge nicht gut um die Privatsphäre bestellt ist, hat nicht zuletzt das Sozialkredit-System eindrücklich aufgezeigt. Ein solcher Staatsapparat ist natürlich daran interessiert, eine möglichst umfassende Überwachung zu erreichen. In diesem Kontext ist wohl auch die Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur China News Service zu sehen, die über die Erfindung einer "Super Kamera" berichtet. Infografik: Nachholbedarf bei der Sicherung des Smart HomesNachholbedarf bei der Sicherung des Smart Homes Demnach ist es chinesischen Wissenschaftlern gelungen eine "KI-gestütztes Cloud-Kamera-System mit einer Auflösung von 500 Megapixeln" zu entwickeln, die zur Massenüberwachung eingesetzt werden soll. Demnach ist es mit dem System beispielsweise möglich, tausende Gesichter in einem Stadion mit perfekter Detailstufe einzufangen. "So können Gesichtsdaten für die Cloud erstellt und bestimmte Ziele sofort erkannt werden", so die Analyse der Möglichkeiten.

Das Entwicklerteam hat die Kamera darüber hinaus mit zwei "speziell entwickelten Chips" ausgestattet, die es möglich machen sollen, neben ultra-hochauflösenden Bildern auch Videos anzufertigen, die einen ähnlichen Detailgrad erreichen. Li Daguang, einer der Entwickler des Systems, erläutert, dass es vor allem im Bereich "nationale Sicherheit, Militär und öffentliche Sicherheit" zum Einsatz kommen soll. Der Bericht gibt aber keinen Aufschluss darüber, welche Regierungsab­teilung oder Agentur die Systeme verwenden wird.

Forscher äußert Bedenken

Zeng Xiaoyang, einer der Entwickler im Forschungsteam, äußert sich im Gespräch mit der Global Times erstaunlich kritisch zu den möglichen Einsatzgebieten. Da die Kamera auf hohe Entfernungen hochauflösende Bilder liefert, gäbe es auf jeden Fall Bedenken in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre. Aus seiner Sicht müssten die Einsatzgebiete der Kamera durch Gesetze reguliert werden.

Siehe auch: Smarte Puppe Cayla ist "verbotene Sendeanlage", muss zerstört werden überwachung, Kamera, Gesichtserkennung, Überwachungskamera überwachung, Kamera, Gesichtserkennung, Überwachungskamera Pixabay / 12019
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