Pegasus: Spionage-Tool soll Daten aus der Cloud abgreifen können
Das israelische Sicherheits-Unternehmen NSO Group hat eine Spyware entwickelt, die beliebige Nutzerdaten von Cloud-Diensten abgreifen kann. Dazu zählen Apple, Google und Microsoft. Der Konzern betont, dass die Software nur an verantwortungsbewusste Regierungen verkauft wird.
Die Spyware ist bereits seit einigen Jahren unter dem Namen "Pegasus" bekannt. Bislang konnte das Programm jedoch nur Daten, die lokal auf einem Gerät gespeichert wurden, sammeln und übermitteln. Einem Bericht der Financial Times zufolge hat sich dies nun geändert. Das Tool kann ab sofort auch in der Cloud gespeicherte Informationen auslesen. Unter anderem werden Standortdaten, Fotos, Dokumente und Nachrichten des Nutzers erfasst.
Nach der Installation auf einem Smartphone, Tablet oder Computer verschafft sich Pegasus Zugriff zu den Authentifizierungs-Schlüsseln der Cloud-Services. Ein Server der Angreifer gibt dann vor, das gehackte Gerät zu sein. Somit werden auch keine Warnungen ausgelöst.
Die Behauptung des Sicherheits-Unternehmens wird momentan von den großen Cloud-Anbietern untersucht. In einer Stellungnahme erklärt Amazon, dass es momentan keine Beweise für den Zugriff einer derartigen Software gibt. Apple bestreitet die Existenz der Schadsoftware nicht und behauptet, dass diese nicht für großflächige Angriffe geeignet sei. Microsoft hat das Thema nicht kommentiert und stattdessen auf die eigenen Schutzdienste verwiesen.
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Nach der Installation auf einem Smartphone, Tablet oder Computer verschafft sich Pegasus Zugriff zu den Authentifizierungs-Schlüsseln der Cloud-Services. Ein Server der Angreifer gibt dann vor, das gehackte Gerät zu sein. Somit werden auch keine Warnungen ausgelöst.
Nur für verantwortungsvolle Regierungen
Gegenüber dem Nachrichtennetzwerk CNBC hat die NSO Group versichert, dass das Software-Produkt ausschließlich an verantwortungsvolle Regierungen ausgeliefert wird. Mit dem Tool sollen die Regierungen Terroranschläge und weitere Verbrechen verhindern können. Es wird explizit bestritten, die Software als Werkzeug zur Massenüberwachung zu bewerben. Es bleibt natürlich völlig unklar, anhand welcher Kriterien die NSO Group eine Regierung schlussendlich als "verantwortungsbewusst" einstuft.Die Behauptung des Sicherheits-Unternehmens wird momentan von den großen Cloud-Anbietern untersucht. In einer Stellungnahme erklärt Amazon, dass es momentan keine Beweise für den Zugriff einer derartigen Software gibt. Apple bestreitet die Existenz der Schadsoftware nicht und behauptet, dass diese nicht für großflächige Angriffe geeignet sei. Microsoft hat das Thema nicht kommentiert und stattdessen auf die eigenen Schutzdienste verwiesen.
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