Microsoft: Kern-Algorithmus der Bing-Suche ist jetzt auch Open Source
Der Software-Konzern Microsoft hat einen wichtigen Algorithmus seiner Bing-Suchmaschine jetzt als Open Source-Projekt bereitgestellt. Dieser soll so auch von anderen Entwicklern für eigene Projekte eingesetzt werden können, da überall immer mehr Daten anfallen, aus denen man die richtigen Antworten bekommen möchte, hieß es.
Der Algorithmus wird als "Space Partition Tree and Graph" (SPTAG) bezeichnet und stellt den Kern einer Python-Library dar, die auf Microsofts Umsetzung einer Vector-Suchfunktion beruht. Diese ermöglicht es, dass sich die Suchmaschine binnen Millisekunden durch Milliarden von Index-Einträgen wühlen und passende Ergebnisse zurückliefern kann. Und dabei sind die Ansprüche in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
"Vor einigen Jahren war die Websuche noch etwas Einfaches. Die Nutzer tippten einige Wörter ein und klickten sich dann durch die Ergebnislisten", erklärte Charlie Waldburger aus der Bing-Entwicklungsabteilung. Heute hingegen sind schon die Aufgabenstellungen wesentlich vielfältiger und können aus einer per Spracheingabe formulierten Frage oder auch dem Foto einer Sehenswürdigkeit bestehen. Hinzu komme, dass auf eine Frage natürlich eine konkrete Antwort erwartet werde - und nicht eine Liste von Webseiten, auf denen die Antwort vielleicht zu finden sein könnte, so Waldburger.
Microsoft stellt den Algorithmus unter der MIT-Lizenz zur Verfügung. Weiterhin werden Entwicklern auch verschiedene Werkzeuge und Dokumentationen zur Verfügung gestellt, um die SPTAG in die eigenen Projekte einbinden zu können. Und natürlich gibt es auch verschiedene Beispiel-Anwendungen, an denen sich die konkrete Umsetzung besser sehen lässt.
Siehe auch: Microsoft auf Entwickler-Trip: Bing liefert jetzt direkt Code-Beispiele
"Vor einigen Jahren war die Websuche noch etwas Einfaches. Die Nutzer tippten einige Wörter ein und klickten sich dann durch die Ergebnislisten", erklärte Charlie Waldburger aus der Bing-Entwicklungsabteilung. Heute hingegen sind schon die Aufgabenstellungen wesentlich vielfältiger und können aus einer per Spracheingabe formulierten Frage oder auch dem Foto einer Sehenswürdigkeit bestehen. Hinzu komme, dass auf eine Frage natürlich eine konkrete Antwort erwartet werde - und nicht eine Liste von Webseiten, auf denen die Antwort vielleicht zu finden sein könnte, so Waldburger.
Antworten statt Möglichkeiten
Diese Aufgabe bewältigt der SPTAG-Algorithmus bei Bing bereits recht ordentlich und kann wesentlich bessere Ergebnisse liefern als eine klassische Suche mit Schlüsselwörtern. Und in Redmond ist man überzeugt, dass die Technologie auch anderen Unternehmen und Organisationen helfen kann, die eigenen Datenbestände wesentlich besser auszuwerten. Das Verfahren soll dabei flexibel genug sein, sich schnell auch auf ganz andere Daten als sie im Web-Index vorgehalten werden, einzustellen.Microsoft stellt den Algorithmus unter der MIT-Lizenz zur Verfügung. Weiterhin werden Entwicklern auch verschiedene Werkzeuge und Dokumentationen zur Verfügung gestellt, um die SPTAG in die eigenen Projekte einbinden zu können. Und natürlich gibt es auch verschiedene Beispiel-Anwendungen, an denen sich die konkrete Umsetzung besser sehen lässt.
Siehe auch: Microsoft auf Entwickler-Trip: Bing liefert jetzt direkt Code-Beispiele
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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