Apple-Chef: Der Staat sollte uns Tech-Firmen an die Kette legen
Apple-Chef Tim Cook hat sich dafür ausgesprochen, dass der Staat seine regulatorische Kontrolle über die Technologie-Branche viel stärker ausfüllt. Denn die viel gepriesene Selbstregulierung, die durch die Marktmechanismen gewährleistet werden soll, funktioniere ziemlich offensichtlich nicht.
"Wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, dass das, was wir machen, letztlich nicht funktioniert", erklärte er während eines Interviews auf der Time 100 Summit in New York. "Die Technologie-Branche muss reguliert werden. Es gibt nun wahrlich genug Beispiele dafür, dass die Abwesenheit von Leitplanken zu einem großen Schaden für die Gesellschaft geführt hat."
Laut dem Apple-Chef gibt es in diversen Bereichen Probleme - ob nun den Datenschutz oder auch die politische Einflussnahme bestimmter Kräfte über Social Networks. Die Unternehmen werben zwar immer wieder damit, dass sie viel für die Interessen der Nutzer tun, doch ist es immer wieder dann der öffentliche Druck, der zumindest kleine Veränderungen bewirkt. Größere Fortschritte für die User kommen nur selten dabei heraus.
Und Cook sieht sich auch in der Verantwortung, in der politischen Lobbyarbeit als positives Beispiel dazustehen. Für die oben genannten Punkte setze man sich durchaus im Rahmen einer Interessenvertretung ein - gleiches gilt für andere Themen. Allerdings lehnt Cook es ab, über so genannte Political Action Committees (PACs) politischen Einfluss zu organisieren. Dabei handelt es sich um Lobbyorganisationen, die gezielt bestimmte Parteien oder Politiker finanziell fördern, damit diese ihre Interessen vertreten. "Apple hat kein eigenes PAC. Ich lehne es ab, so etwas zu haben und sowas sollte es generell nicht geben", sagte Cook.
Laut dem Apple-Chef gibt es in diversen Bereichen Probleme - ob nun den Datenschutz oder auch die politische Einflussnahme bestimmter Kräfte über Social Networks. Die Unternehmen werben zwar immer wieder damit, dass sie viel für die Interessen der Nutzer tun, doch ist es immer wieder dann der öffentliche Druck, der zumindest kleine Veränderungen bewirkt. Größere Fortschritte für die User kommen nur selten dabei heraus.
Wieder Lob für die DSGVO
Tim Cook hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach positiv über die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung geäußert - ganz anders als die zahlreichen Lobbyisten, die Unternehmen wie Google und Facebook gegen die Regelung in Marsch gesetzt hatten. Und daran hält der Apple-Chef fest: "Die DSGVO ist nicht ideal, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung."Und Cook sieht sich auch in der Verantwortung, in der politischen Lobbyarbeit als positives Beispiel dazustehen. Für die oben genannten Punkte setze man sich durchaus im Rahmen einer Interessenvertretung ein - gleiches gilt für andere Themen. Allerdings lehnt Cook es ab, über so genannte Political Action Committees (PACs) politischen Einfluss zu organisieren. Dabei handelt es sich um Lobbyorganisationen, die gezielt bestimmte Parteien oder Politiker finanziell fördern, damit diese ihre Interessen vertreten. "Apple hat kein eigenes PAC. Ich lehne es ab, so etwas zu haben und sowas sollte es generell nicht geben", sagte Cook.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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