Und noch ein Kabel: Island rüstet seinen Backbone nach Europa auf
Island wird in Kürze mit der Erkundung einer neuen Strecke für ein Unterseekabel beginnen, das die nordatlantische Insel mit Europa verbinden soll. Die Infrastruktur wird kein komplett neues Datenzeitalter einläuten oder besondere Geschwindigkeitsrekorde anpeilen, ist aber dennoch von entscheidender Bedeutung für das Land.
Island verfügt aktuell über drei Backbone-Verbindungen in Richtung Europa. Schon seit rund 25 Jahren ist Cantat-3 in Betrieb - das alte System bietet eine Bandbreite von rund 5 Gigabit pro Sekunde und ist damit heute eigentlich komplett veraltet. Es dient aber immer noch als Notfall-Backup und versorgt auf seinem Weg in Richtung Dänemark und Deutschland auch verschiedene Ölplattformen in der Nordsee mit Internet-Verbindungen. Zwei weitere Kabel stellen Kapazitäten von 720 Gigabit und 5,2 Terabit pro Sekunde zur Verfügung.
Wie schnell die neue Datentrasse werden wird, ist derzeit noch nicht ganz klar, mit Werten im Terabit-Bereich ist hier aber durchaus zu rechnen. Der Neubau werde in erster Linie aus Gründen der Datensicherheit angeschoben, hieß es von Seiten der isländischen Behörden. Die Sicherheit bezieht sich hier aber nicht auf den Schutz vor unbefugten Blicken, sondern die Gewährleistung einer funktionierenden Verbindung.
Der Betrieb von kritischen Rechenzentren in Island ist somit ziemlich billig, aber geht auch mit einem gewissen Risiko einher. Sollte aktuell beispielsweise die Terabit-Verbindung nach Europa ausfallen, müssten sich die Rechenzentren die langsameren Verbindungen teilen - was im Zweifel zu stockendem Datenverkehr führen kann. Ein weiterer schneller Link zum europäischen Backbone ist daher sinnvoll. Die nun startende Erkundung soll klären, ob das Kabel in Schottland oder Irland wieder aus dem nordischen Meer herauskommen soll.
Siehe auch: 26 Tbit/s: NEC beschleunigt Unterseekabel nur mit Software 2,5-fach
Wie schnell die neue Datentrasse werden wird, ist derzeit noch nicht ganz klar, mit Werten im Terabit-Bereich ist hier aber durchaus zu rechnen. Der Neubau werde in erster Linie aus Gründen der Datensicherheit angeschoben, hieß es von Seiten der isländischen Behörden. Die Sicherheit bezieht sich hier aber nicht auf den Schutz vor unbefugten Blicken, sondern die Gewährleistung einer funktionierenden Verbindung.
Infrastruktur für die Datenwirtschaft
Denn Island setzt seit längerer Zeit auf seine ureigenen Ressourcen, um vom digitalen Wandel zu profitieren. Die Insel hat vor allem eines: Billigen Strom aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft und Geothermie. Und diese preiswerte Energie ist bei den Betreibern von Datenzentren äußerst begehrt.Der Betrieb von kritischen Rechenzentren in Island ist somit ziemlich billig, aber geht auch mit einem gewissen Risiko einher. Sollte aktuell beispielsweise die Terabit-Verbindung nach Europa ausfallen, müssten sich die Rechenzentren die langsameren Verbindungen teilen - was im Zweifel zu stockendem Datenverkehr führen kann. Ein weiterer schneller Link zum europäischen Backbone ist daher sinnvoll. Die nun startende Erkundung soll klären, ob das Kabel in Schottland oder Irland wieder aus dem nordischen Meer herauskommen soll.
Siehe auch: 26 Tbit/s: NEC beschleunigt Unterseekabel nur mit Software 2,5-fach
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