Windows 10: Google arbeitet an Chrome für Windows Mixed-Reality-VR

Wer ein Windows Mixed-Reality-Headset sein Eigen nennt, hat beim Browser bisher keine Wahl: Man muss den ab Werk mitgelieferten Microsoft Edge Browser verwenden. Der Internetkonzern Google hat nun jedoch offenbar mit der Arbeit an einer Variante von Chrome für den Einsatz in Verbindung mit Windows Mixed Reality begonnen.
Virtual Reality, VR, Headset, VR-Headset, Mixed Reality, Windows Mixed Reality, Samsung Mixed Reality Headset
Samsung
Wie 9to5Google unter Berufung auf öffentliche Einträge zur Codebasis von Chrome verlauten ließ, hat Google offensichtlich begonnen, den weltweit meistgenutzten Browser für Windows Mixed-Reality-Headsets anzupassen. Konkret beruft man sich dabei auf einen Commit der Entwickler, der eine Einstellung betrifft, mit der Chrome auf einem Virtual-Reality-Headset mit Windows Mixed Reality (WMR) genutzt werden kann.


Die Einstellung ist dabei eine "Build-Flag", die gesetzt wird, bevor man aus dem Quellcode das fertige Programm kompiliert. Offensichtlich sollen also Versionen erstellt werden können, die ausdrücklich für den Einsatz auf Windows Mixed-Reality-Headsets gedacht sind. Gleichzeitig macht dies deutlich, dass noch keinerlei funktionierender Code vorliegt, sodass es wohl noch eine ganze Weile dauern wird, bis WMR-Headsets tatsächlich mit einer dedizierten Version von Chrome bedient werden.

Google hat also wohl gerade einmal mit der Planung und der Schaffung der Voraussetzungen für Chrome auf WMR-Headsets begonnen, während die eigentliche Anpassungs- bzw. Entwicklungsarbeit noch weitestgehend aussteht. Wie groß die Nachfrage rund um eine Chrome-Variante für Windows Mixed-Reality-Headsets ist, ist bisher noch offen, da weder Microsoft noch seine Partner bisher ausführliche Angaben zu den Verkaufszahlen der VR-Headsets für Windows gemacht haben.

Microsoft hatte erst vor gut einem Monat bekannt gegeben, dass man den hauseigenen Edge-Browser auf die gleiche Basis stellen will wie Googles Chrome. Dabei wird nicht nur auf die Blink-Engine umgestellt, die auch bei Chromium zum Einsatz kommt. Stattdessen will man den Edge-Browser komplett neu entwickeln, um ihn langfristig auf allen von Microsoft bedienten Plattformen inklusive diverser älterer Windows-Versionen nutzbar zu machen - ohne von der Aktualisierung des Host-Betriebssystems abhängig zu sein, wie es bei Edge bisher der Fall war.


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!