Blitzschlag & Rauch: Interessante Details zum Microsoft-Cloud-Ausfall

Blitz, Gewitter, Himmel, dunkel, Blitze Bildquelle: CC0 / sethink
Am 4. September hatte ein Ausfall von Microsofts Cloud-Diensten Kunden weltweit betroffen (wir berichteten). Ein vorläufiger Bericht erlaubt einen interessanten Blick in die hektische Arbeit, die in den Datenzentren des Konzerns infolge des Vorfalls nötig wurden. Alle Betroffenen sollen im Rahmen der Oktoberabrechnung eine Gutschrift erhalten.

Da hat beim Cloud-Rechenzentrum mal ordentlich der Blitz eingeschlagen

Microsoft hat im Zusammenhang mit dem Ausfall seiner Cloud-Dienste eine vorläufige Ursache-Analyse vorgelegt und auch eine Liste beigefügt, welche Dienste betroffen waren (Liste am Ende der News). Wie der Konzern in dem Bericht schreibt, wird das Ingenieurs-Team rund um Azure "den Vorfall noch weiter untersuchen", in den kommenden Wochen soll demnach eine noch detailliertere Analyse folgen. Wie jetzt außerdem bekannt wurde, wird Microsoft allen betroffenen Kunden entsprechend des "Microsoft Azure Service Level Agreement" eine Gutschrift gewähren, die im Oktober erfolgen soll.

Wie wir schon kurz nach dem Ausfall am 4. September berichtet hatten, hatte ein Unwetter in der Nähe des Microsoft's South Central US-Datenzentrums zu Blitzeinschlägen geführt. Wie der Bericht von Microsoft beschreibt, hatte dies zu "elektrischer Aktivität im Versorgungsnetz geführt, die einen erheblichen Anstieg der Spannung verursachte". Dies führte wiederum dazu, dass in einigen Datenzentren eine Umschaltung auf Generatorbetrieb erfolgte und die Kühlsysteme abgeschaltet wurden - wie Microsoft jetzt betonte, sei dies geschehen, obwohl entsprechende Überspannungsbegrenzer installiert waren.

Ein "thermaler Puffer" im Kühlsystem konnte das Datenzentrum laut Microsoft dann noch für eine Weile auf der benötigten Betriebstemperatur halten, nachdem der Puffer aber aufgebraucht war, "stiegen die Temperaturen und eine automatische Abschaltung der Geräte wurde eingeleitet". Allerdings konnte diese Abschaltung nicht verhindern, dass Hardware beschädigt wurde, laut Microsoft waren dabei vor allem "eine bedeutende Anzahl von Speicher-Servern" sowie andere Netzwerk- und Stromversorgungs-Komponenten betroffen.

Failover keine Option

Microsoft erläutert auch die Entscheidung, warum man nicht im Rahmen einer Ausfallsicherung auf ein anderes Datenzentrum umgeschaltet hatte: "Wir haben uns dafür entschieden, auf eine Wiederherstellung der Daten hinzuarbeiten und nicht auf ein anderes Datenzentrum umzuschalten, da dies aufgrund der asynchronen Natur der Georeplikation zum Verlust einer kleinen Menge von Daten führen kann" - einen ähnlichen Hinweis liefert Microsoft auch ein einem Support-Betrag zu automatischen Failovers.

Laut Microsoft waren folgende Dienste von den Auswirkungen betroffen:
  • App-Service (und App Services für Linux und Webanwendung für Container)
  • Azure-Datenbank für MySQL SQL-Datenbank
  • Azure Automation
  • Cosmos DB
  • Stream Analytics
  • Azure Resource Manager
  • Azure VPN-Gateways
  • PostgreSQL
  • Application Insights
  • Azure Machine Learning Studio
  • Azure Search
  • Data Factory
  • HDInsight
  • IoT Hub
  • Analysis Services
  • Azure Monitor
  • Azure Scheduler
  • Logic Apps
  • Databricks
  • ExpressRoute
  • Application Gateway
  • Event Hub
  • Azure Portal IaaS
  • Azure Batch
  • Visual Studio Team-Dienste (VSTS).


Siehe auch: Microsoft-Cloud: Blitzeinschlag zerstört Hardware - keine Datenverluste! Blitz, Gewitter, Himmel, dunkel, Blitze Blitz, Gewitter, Himmel, dunkel, Blitze CC0 / sethink
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