Identitätsdiebstahl: Verbraucherzentrale warnt vor "smartem" Spielzeug
Die Verbraucherzentrale hat ihre Warnung vor smarten, vernetzten Kinder-Spielzeug-Angeboten erneuert. Die Verbraucherschützer wollen damit vor allem sensibilisieren, welche Risiken das "Internet of Toys" bringen kann - von Überwachung bis hin zu Identitätsdiebstahl.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat eine neue Warnung vor Kinder-Spielzeug herausgegeben, das sich mit dem Internet verbinden kann. Im vergangenen Jahr war die Puppe "My friend Cayla" durch die Bundesnetzagentur verboten worden, nachdem bekannt wurde, dass die Puppe durch ihre Funktionen auch zur Spionage eingesetzt werden kann - und solche Geräte sind in Deutschland verboten. Dass das Problem nicht auf die eine Puppe beschränkt ist, macht die Verbraucherzentrale NRW jetzt deutlich.
My friend Cayla: Hersteller Vivid wehrte sich gegen die Vorwürfe - die Puppen mussten dann aber vernichtet werden
Es müssen dabei nicht immer Sicherheitslücken sein, durch die sich Dritte unbefugt Zugriff auf ein Smart Toy erschleichen können. Auch die Möglichkeiten von Herstellern, gesammelte Daten für Werbezwecke zu nutzen, beherbergen ein Risiko.
Eltern sollten sich daher genau überlegen, welchen Vorteil ein vernetztes Spielzeug bieten könnte, bevor sie sich zum Kauf entschließen. Die Verbraucherschützer haben dazu einige Tipps veröffentlicht, die bei der Auswahl eines Smart Toys helfen sollen.
Man rät, im Zweifelsfall auf den Kauf zu verzichten. Infografik: Internet of Things (IoT) wird immer beliebter
Siehe auch:
My friend Cayla: Hersteller Vivid wehrte sich gegen die Vorwürfe - die Puppen mussten dann aber vernichtet werden
Welche Funktionen hat das Smart Toy?
Vernetztes Kinder-Spielzeug birgt laut einer Untersuchung der Marktwächter eine Gefahr im Kinderzimmer - wenn man nicht genau weiß, mit welchen Funktionen die Geräte eigentlich genau ausgestattet sind.Risiken kennen
Zudem seien viele Angebote gar nicht ausreichend abgesichert. Als Beispiel nannte man Geräte, die sich zum Beispiel mit dem Smartphone verbinden lassen, dafür aber keine über ein Passwort gesicherte Bluetooth-Verbindungen bieten.Es müssen dabei nicht immer Sicherheitslücken sein, durch die sich Dritte unbefugt Zugriff auf ein Smart Toy erschleichen können. Auch die Möglichkeiten von Herstellern, gesammelte Daten für Werbezwecke zu nutzen, beherbergen ein Risiko.
Eltern sollten sich daher genau überlegen, welchen Vorteil ein vernetztes Spielzeug bieten könnte, bevor sie sich zum Kauf entschließen. Die Verbraucherschützer haben dazu einige Tipps veröffentlicht, die bei der Auswahl eines Smart Toys helfen sollen.
Die Tipps vor dem Kauf:
- Überprüfen Sie deswegen vor dem Kauf von Smart Toys genau:
- welche Funktionen das Spielzeug hat,
- ob eine ständige Verbindung ins Internet besteht und
- ob Mikrofone alles aufzeichnen, was in der Nähe des Spielzeugs gesprochen wird.
- Geben Sie zudem nie leichtfertig persönliche Daten oder Daten Ihres Kindes weiter, sondern beschränken Sie die Datenweitergabe auf das zur Nutzung erforderliche Minimum.
- Ob Ihre Daten nur lokal verarbeitet werden oder an wen sie konkret gehen, sollten Sie in der Datenschutzerklärung nachlesen.
- Bevorzugen Sie Smart Toys, die nicht mit einem externen Server verbunden sind, sondern die Daten lokal verarbeiten.
Man rät, im Zweifelsfall auf den Kauf zu verzichten. Infografik: Internet of Things (IoT) wird immer beliebter
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