Gefährliches Spielzeug: FBI warnt vor Smart Toys

Spielzeug, My friend cayla, Genesis Industries Bildquelle: Genesis Industries
Das FBI hat am Montag eine Warnung vor Smart Toys, also vor mit dem Internet verbundenem Spielzeug herausgegeben. Über die in solchem Spielzeug verbaute Technologie sei in zunehmendem Maße die Privat­sphäre und Sicherheit von Kindern gefährdet. Eltern sollten vor dem Kauf von Smart Toys genau prüfen, welche Funktionen das Spielzeug nutze. Die so genannten Smart Toys werden immer intelligenter. Zwar gibt es zwischen den unterschiedlichen Produkten große Unterschiede. Diese sind für Eltern aber häufig auf den ersten Blick nicht erkennbar. Wie das FBI erläutert, stellen vor allem Sensoren, Mikrofone, Kameras, Datenspeicher und Funktionen wie Spracherkennung und GPS-Ortung ein Problem dar. Das Spielzeug würde dadurch zu einem potentiellen Schnüffelinstrument, welches sensible Daten wie Namen, die Schule, Präferenzen und Freizeitaktivitäten aus dem Umfeld erfassen kann. Zudem nutzten solche Smart Toys oft Benutzerkonten, in denen Namen, Geburtsdatum, Bilder und Adressen gespeichert würden. My friend CaylaDie inzwischen verbotene Smarte Puppe Cayla

Privatsphäre oft nicht geschützt

Manche Spielzeughersteller sammelten zudem im Zeitverlauf große Datenmengen auf ihren Servern. Dazu gehörten eventuell Sprachnachrichten, Aufnahmen von Unterhaltungen, eine Standorthistorie und die Internetnutzung der Kinder. Bestimmte Anbieter teilten solche Daten ohne Wissen der Eltern mit anderen Unternehmen, welche diese dann möglicherweise illegal weiterverwenden würden.

Genaue Prüfung ergibt Sinn

Welche Daten genau gesammelt würden, sei Anhand der Bediensoftware und Funktionen der Smart Toys oft nicht klar ersichtlich. Die Eltern sollten daher das Kleingedruckte in den Ver­trags­be­din­gun­gen der Hersteller genau lesen. Auch die von Unternehmen genutzten Sicher­heits­me­cha­nis­men wie etwa Verschlüsselung und Passwörter und die eingesetzte Funk­tech­nik sollten genau unter die Lupe genommen werden. So seien bestimmte WLAN-Ver­bin­dun­gen potentiell unsicher und bei über Bluetooth funkendem Spielzeug gebe es teilweise noch nicht einmal einen PIN- oder Passwortschutz.

In welcher rechtlichen Grauzone sich viele Smart Toys aktuell befinden, wurde Anfang des Jahres durch den Fall der smarten Puppe Cayla deutlich. Diese wurde von der Bun­des­netz­agentur aufgrund von Sicherheitsbedenken in Deutschland verboten und ihr Besitz ist inzwischen sogar ein Straftatbestand. Hinter der unschuldig wirkenden Puppe verbirgt sich nämlich eine versteckte, sendefähige Anlage, weshalb sie nach Paragraph 90 des Telekommunikationsgesetzes nicht erlaubt ist.

Während in den USA sich die Behörden mit Warnungen zufriedengeben, ist hier der Ge­setz­ge­ber zum Glück, was Privatsphäre betrifft, deutlich strenger. Viele Eltern dürfte ohnehin das zu einer Bewertung von Smart Toys nötige technische Wissen fehlen, oder sie bekommen von den FBI-Warnungen nicht einmal etwas mit. Das Nachsehen haben dann die Kinder. Spielzeug, My friend cayla, Genesis Industries Spielzeug, My friend cayla, Genesis Industries Genesis Industries
2017-07-18T15:22:00+02:00
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