Facebook-Aktie setzte zum Kopfsprung an und verlor massiv an Wert

Das soziale Netzwerk Facebook eilte jahrelang von Erfolg zu Erfolg. Alles, was man anfasste, wurde zum Erfolg, vor allem die mobilen Zahlen waren stets regelrecht phantastisch. Doch der jüngste Quartalsbericht hat diesen Lauf vor allem aus Analystensicht beendet, die Aktie setzte daraufhin zum Kopfsprung an. Facebook wird schon seit Jahren mit diversen Problemen und Problemchen konfrontiert, darunter die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen dem sozialen Netzwerk den Rücken zukehren. Doch bisher konnte Facebook alles abschütteln und vermeldete ein Erfolgsquartal nach dem anderen. Nun ist man aber auf dem Boden der Realität aufgeschlagen und das ziemlich hart, denn die Aktie verlor nachbörslich rund ein Fünftel ihres Wertes.

Wenig Optimismus

Denn Facebook verfehlte einerseits die Erwartungen der Analysten, anderseits konnte man den Anlegern für die Zukunft keine allzu optimistischen Prognosen nennen. Denn Chief Financial Officer David Wehner sagte, dass das Umsatzwachstum auch in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen werde. Facebook 2Q18Nachbörslich ging die Facebook-Aktie auf Talfahrt Das bedeutet allerdings nicht, dass Facebook schlechte Zahlen vermeldet hat, ganz im Gegenteil: Man nannte einen Quartalsumsatz in Höhe von etwa 13,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von rund 5,11 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind diese Zahlen trotzdem ausgezeichnet, denn damals wurden 9,16 Milliarden bzw. 3,89 Milliarden Dollar vermeldet.

Rekorde enttäuschen

Anders gesagt: Das zweite Quartal des Jahres stellte wieder Rekordwerte auf. Der Grund für den nachbörslichen Absturz ist, dass der Aktienmarkt eine Wechselwirkung von Realität und Erwartungen ist, man kann sicherlich auch von einer Art Glücksspiel sprechen.

Weltweit nutzen 1,47 Milliarden Menschen Facebook, die "App-Familie" mit u. a. Instagram und WhatsApp des Unternehmens ist monatlich bei sogar 2,5 Milliarden Menschen im Einsatz. Was Facebook Sorgen bereitet: In den USA stagniert man in Bezug auf täglich aktive Nutzer bei 185 Millionen Anwendern.

Sorgenkind Europa

In Europa verlor man sogar bei den so genannten Daily Active Users (DAUs), nämlich von 282 Millionen auf 279 Millionen. Das liegt möglicherweise an der neuen strengen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Hier musste Facebook-COO Sheryl Sandberg aber zugeben (via CNBC), dass der Effekt der DSGVO noch nicht voll eingeschlagen ist, da die neuen Datenschutzregeln nur einen Teil des Quartals in Kraft waren. Auch das trägt nicht gerade zum Optimismus bei.

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