ASUS ROG Phone: Irres Spiele-Smartphone mit 3 USB-Ports, Lüfter-Addon

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Der taiwanische Computerhersteller ASUS hat erstmals ein eigenes Spiele-Smartphone vorgestellt. Dank der Unterstützung des Chiplieferanten Qualcomm soll das sogenannte ASUS ROG Phone mehr Leistung bieten als aktuelle Konkurrenten und speziell für den Einsatz zu Gaming-Zwecken optimiert worden sein. Das ASUS ROG Phone nutzt nach Angaben des Herstellers den Qualcomm Snapdragon 845 Octacore-SoC, der natürlich die üblichen acht Rechenkerne mit bis zu 2,8 Gigahertz Taktrate bietet. Die Taktrate wird dank besserer Kühlung auf bis zu 2,95 Gigahertz gesteigert. Durch den Einsatz einer Verdampferkühlung soll es dabei möglich sein, die maximale Taktung länger beizubehalten. Zusätzlich setzt ASUS jedoch auf eine kuriose Maßnahme, um bei längerfristiger Maximalbelastung für eine gute Kühlung zu sorgen - mit jedem ASUS ROG Phone wird ein Aufsatz ausgeliefert, der einen aktiven Lüfter enthält.

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Lüfter-Addon drückt Luft ins Gehäuse

Steckt man den Aufsatz auf das ROG Phone, wird an einer bestimmten Stelle Luft in das Gerät gedrückt, um so die Abwärme der Qualcomm-Plattform effektiver abzuführen. Hintergrund ist natürlich die auch bei Smartphones bisher unvermeidliche Drosselung der CPU bei Überschreitung einer bestimmten Temperaturgrenze nach der dauerhaften Belastung durch Spiele. Auch durch einige Software-Tricks will ASUS für noch mehr Leistung sorgen.


Letztlich ist das neue Spiele-Smartphone von ASUS in der Lage, enorme Benchmark-Werte abzuliefern. So schafft man es in AnTuTu angeblich ohne weiteres die Grenze von 300.000 Gummipunkten zu überschreiten und will auch in diversen anderen Benchmarks die Konkurrenz hinter sich lassen, wobei ASUS vor allem das Samsung Galaxy S9+ als Vergleichsgerät eines Wettbewerbers heranzog.

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Auch bei dem sechs Zoll großen Display mit seiner Full-HD+-Auflösung von 2160x1080 Pixeln will man durch spezielle Technik punkten. Das Gerät verfügt über zwei auf den Nutzer ausgerichtete Lautsprecher, während der Bildschirm selbst mit schmalen Rändern zwischen den Speakern auf der Front angebracht ist. Es handelt sich um ein AMOLED-Panel, das hier mit bis zu 90 Hertz Bildwiederholfrequenz arbeiten kann und dabei Umschaltzeiten von nur einer Millisekunde bietet. Dadurch sollen alle Inhalte sehr flüssig wiedergegeben werden, ohne Verluste durch die höheren Umschaltzeiten von TFTs wie im Razer Phone hinnehmen zu müssen - sagt zumindest ASUS.

Ultraschallsensoren dienen als Trigger-Buttons

ASUS verwendet darüber hinaus auch den Rahmen des Smartphones als Eingabegerät. Dazu bringt man an zwei Ecken die sogenannten "Air Trigger" an, bei denen es sich um Ultraschallsensoren handelt. Hält der Nutzer das ROG Phone also beim Spielen waagerecht, kann er links und rechts oben an den Rand des Telefons tippen, um wie bei einem klassischen Spiele-Controller Aktionen per Trigger-Taste auszulösen.

Der Arbeitsspeicher des ASUS ROG Phone ist mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher ausgerüstet, wobei man noch keine Angaben zur Kapazität des internen Flash-Speichers machte. Bei den Kameras handelt es sich um die gleichen Modelle, die auch schon im ASUS Zenfone 5 stecken. Man hat also auf der Front eine 8-Megapixel-Kamera verbaut, während hinten jeweils ein 12- und ein 8-Megapixel-Sensor sitzen. Wie auch schon beim RedMagic von Nubia steckt auch im ASUS ROG Phone eine RGB-LED, die über ASUS' Aura Sync Technik im Zusammenspiel mit anderen Produkten aus der "Republic of Gamers"-Serie synchron geschaltet werden kann.

ASUS will das ROG Phone auch in Verbindung mit einer Reihe verschiedener Zubehörprodukte anbieten. Weil man das Gerät oft waagerecht halten dürfte, verpasst man ihm mal eben ganze drei USB Type-C-Ports. So kann es geladen werden, während gleichzeitig andere externe Hardware anschließbar bleibt. Die Energieversorgung erfolgt mit Hilfe eines extrem schnell ladenden 4000mAh-Akkus, der selbst bei dauerhafter Spielebelastung noch ordentliche Laufzeiten liefern soll.

Als ein weiterer Teil des Zubehörsortiments soll außerdem eine Art Touchscreen-Addon erscheinen, in das man das Smartphone einspannt. Während der interne Bildschirm dann zum Spielen selbst verwendet wird, soll der zweite die Möglichkeit bieten, die Reaktionen von Zuschauern eines eventuell gestarteten Livestreams zu erhalten. Das sogenannte TwinView-Dock bietet darüber hinaus auch einen Zusatzakku und einige Tasten und Anschlüsse. Hinzu kommen ein Desktop-Dock für den Anschluss eines großen externen Bildschirms sowie ein dediziertes Controller-Dock.

Einen Preis hat ASUS für das ROG Phone bisher nicht genannt. Man will das neue Gaming-Smartphone ab dem 3. Quartal 2018 in den Handel bringen. Dabei bleibt wie üblich abzuwarten, ob es ASUS endlich mal gelingt, seine Ankündigungen in Sachen Zeitplan zur Abwechslung auch mal einzuhalten. Smartphone, Gaming, Asus, ASUS ROG Phone, Gaming-Smartphone Smartphone, Gaming, Asus, ASUS ROG Phone, Gaming-Smartphone ASUS
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