Piep! Lautstarker Feuermelder schaltet Rechenzentrum der NASDAQ ab

Google, Server, Datenzentrum Bildquelle: Google
Schon in der vergangenen Woche ereignete sich ein kurioser Vorfall in einem Rechenzentrum in Schweden. Aufgrund der Auslösung eines Brandmelders und des Löschsystems entstand ein extrem lauter Ton, der Festplatten zerstörte und damit letztendlich die NASDAQ beeinträchtigte. Die Verkettung unglücklicher Zufälle ereignete sich laut dem Online-Magazin Bleeping Computer bereits am 18. April. Wie es heißt, war durch einen Störfall in einem rund 20.000 Quadratmeter großen Rechenzentrum von Digiplex in der Nähe von Stockholm die sogenannte Brandunterdrückungsanlage ausgelöst worden. Diese Anlagen verhindern durch ausströmendes Gas Feuer, indem sie erstickt werden. Üblicherweise werden solche Anlagen dort eingesetzt, wo in einem Rechenzentrum Wasser oder Löschschaum nur weitere Schäden an der Einrichtung - also an den Servern - verursachen könnten.

Entstandene Schwingungen

Leider haben diese Systeme aber auch ihre Tücken, wie Bleeping Computer schreibt. Dieses Mal führte die Aktivierung des Systems zu einem sehr lautstarken Geräusch, welches dann die sensiblen Festplatten in einem nahegelegenen Teil zur Brandanlage durch entstandene Schwingungen beschädigte.

Wie sich herausstellte entstand der zerstörerische Ton nur durch eine fehlerhafte Freisetzung des eingesetzten Inertgases (Inertgases ist ein reaktionsträges Gas, welches Flammen ersticken kann). Etwa ein Drittel aller Festplatten, die für die NASDAQ-Server in Schweden zuständig sind wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Zerstörung in dem Digiplex-Rechenzentrum legte so die NASDAQ kurzfristig lahm. Betroffen waren; soweit bekannt; aber auch die finnischen Banken FIM Bank und OP Bank Group, die dort gehostet werden.

Update / Nachtrag: Der Betreiber Digiplex hat uns mittlerweile weitere Details über den Vorfall zukommen lassen. Man bestätigte, das es kein Feuer gab, aber die Sicherheitsvorkehrungen aktiviert wurden und so Probleme in der Halle eines Kunden verursachte.

Dabei gab es nicht wie ursprünglich gemeldet weitere Probleme durch fehlende Backups und Hardware-Ersatz, das war eine Fehlinformation.

Digiplex hat zur Aufklärung des Vorfalls externe Spezialisten hinzugezogen um eine gründliche Ursachenanalyse durchzuführen. Update Ende. Google, Server, Datenzentrum Google, Server, Datenzentrum Google
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