Daten-Missbrauch: Facebook steuert jetzt auf Rekord-Strafen zu
Die aktuell aufgepoppte Affäre um den Missbrauch der Daten von Millionen Facebook-Nutzern durch die britische Firma Cambridge Analytica könnte auch für das Social Network enorme wirtschaftliche Folgen haben. Diverse Untersuchungen sind angekündigt und die Geldstrafen könnten theoretisch sogar über den Milliarden-Bereich hinausgehen.
Cambridge Analytica hatte mit Zustimmung Facebooks über eine freiwillig installierte App Daten von rund 270.000 Nutzern erhoben und einer tiefergehenden Analyse zugeführt. Von den Untersuchungen waren aber eben nicht nur diese User betroffen, sondern eben auch alle ihre Kontakte. Cambridge Analytica brüstete sich damit, bereits aus rudimentären Informationen über einen Nutzer treffsichere Profile erstellen zu können. Pikanterweise kam nun heraus, dass diese Analysen nicht nur - wie angekündigt - zu Forschungszwecken verwendet wurden.
Die Firma soll die Informationen auch missbraucht haben, um auf mehrere Wahlen und Abstimmungen Einfluss zu nehmen. Und das - der Verdacht steht zumindest im Raum - mehr oder weniger mit Duldung Facebooks. Der Konzern hatte Cambridge Analytica zwar zur Löschung der Daten aufgefordert, als die Sache ruchbar wurde, das aber doch ziemlich halbherzig und ohne wirkliche Kontrolle. Entsprechend ist bis heute überhaupt nichts in dieser Hinsicht passiert.
Denn der Konzern hatte sich im Jahr 2011 selbst einem Abkommen mit der Behörde unterworfen, um nach wiederholten Datenschutz-Verstößen kein Verfahren zu riskieren. Das Unternehmen sicherte damals zu, in Wiederholungsfällen Strafen von bis zu 40.000 Dollar pro Vorfall zu akzeptieren. Angesichts der Zahl der Betroffenen könnte so nun eine Summe im Billionen-Dollar-Bereich zustande kommen.
Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass ein solcher Betrag, der Facebook an den Rand des Ruins bringen könnte, gefordert werden wird. Wenn dem Konzern aber eine Mitverantwortung zugesprochen wird, könnte eine Geldstrafe aber auch bei signifikanten Nachlässen noch immer extrem hoch sein.
Die Firma soll die Informationen auch missbraucht haben, um auf mehrere Wahlen und Abstimmungen Einfluss zu nehmen. Und das - der Verdacht steht zumindest im Raum - mehr oder weniger mit Duldung Facebooks. Der Konzern hatte Cambridge Analytica zwar zur Löschung der Daten aufgefordert, als die Sache ruchbar wurde, das aber doch ziemlich halbherzig und ohne wirkliche Kontrolle. Entsprechend ist bis heute überhaupt nichts in dieser Hinsicht passiert.
Billionen Dollar stehen auf dem Spiel
Verschiedene staatliche Stellen haben inzwischen angekündigt, die Sache einer tiefergehenden Untersuchung zu unterziehen. Hier könnten von Bußgeldern bis Strafverfahren verschiedene Folgen eintreten. Besonders gespannt darf man allerdings sein, wie die US-Handelsbehörde FTC die Rolle Facebooks in der gesamten Angelegenheit bewertet, wie aus einem Bericht der Washington Post hervorgeht.Denn der Konzern hatte sich im Jahr 2011 selbst einem Abkommen mit der Behörde unterworfen, um nach wiederholten Datenschutz-Verstößen kein Verfahren zu riskieren. Das Unternehmen sicherte damals zu, in Wiederholungsfällen Strafen von bis zu 40.000 Dollar pro Vorfall zu akzeptieren. Angesichts der Zahl der Betroffenen könnte so nun eine Summe im Billionen-Dollar-Bereich zustande kommen.
Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass ein solcher Betrag, der Facebook an den Rand des Ruins bringen könnte, gefordert werden wird. Wenn dem Konzern aber eine Mitverantwortung zugesprochen wird, könnte eine Geldstrafe aber auch bei signifikanten Nachlässen noch immer extrem hoch sein.
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