MWC: MediaTek nicht an oberer Mittelklasse und drüber interessiert
Der Chiphersteller MediaTek sieht sich vor den letzten Entwicklungen im Smartphone-Markt und will mit einem neuen Prozessor so etwas wie eine Premium-Klasse im unteren Preissegment aufbauen. Darin sieht man viel mehr Potenzial als in der gehobenen Mittelklasse, die vor allem von Qualcomm bedient wird.
Auf der Branchenmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona gab MediaTek einen Einblick in die Strategie, die man mit dem neuesten Helio P60-SoC verfolgt, der im Rahmen der Veranstaltung präsentiert wurde. Der Chip ist nicht unbedingt der große Wurf - und soll es eben auch nicht sein. Denn am Markt gibt es nach Ansicht des Herstellers eine zunehmende Differenzierung.
Denn trotz der zunehmend besser werdenden Mittelklasse, spielt diese in den Realitäten des Marktes eine tendenziell geringer werdende Rolle. Den Maßstab setzen weiterhin die Premium-Modelle, die sich bei um die tausend Dollar einpendeln. Hier ist für die Chiphersteller zunehmend weniger zu holen, da immer mehr Smartphone-Produzenten dem Beispiel Apples folgen und eigene SoCs für ihre Spitzenmodelle entwickeln. Sowohl Samsung als auch Huawei tun dies und damit sind die drei größten Hersteller für externe Zulieferer wie Qualcomm oder MediaTek ohnehin nicht erreichbar.
Mit dem neuen P60 ziehlt das Unternehmen daher auch auf Geräte ab, die in der 200-Dollar-Region angesiedelt sind. Der Chip setzt auf das altbewehrte big.LITTLE-Design, kommt also mit vier ARM Cortex A73-Kernen, die Leistungsspitzen liefern sollen, während daneben vier ARM Cortex A53-Cores den Alltag abdecken sollen. Alle Kerne sind dabei mit 2 Gigahertz getaktet.
Verbaut wird weiterhin eine neue Mali G72-Grafikeinheit, die mit 800 Megahertz taktet. Zusammen verspricht MediaTek hier eine Performance-Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell um 70 Prozent. Weiterhin liefert der Hersteller verbesserte Kamera-Features. Support gibt es jetzt für Dual-Optiken mit 20 und 16 Megapixeln oder einen einzelnen 32-Megapixel-Sensor. Videoaufnahmen sollen in 4K mit bis zu 90 fps möglich sein - obwohl das wohl kaum ein Billig-Smartphone wirklich unterstützen wird. MediaTek baut ferner eine eigene KI-Einheit in die Bildverarbeitung ein, die das Sensor-Bild analysiert und beispielsweise den Autofokus bei der Objekterkennung unterstützt.
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Denn trotz der zunehmend besser werdenden Mittelklasse, spielt diese in den Realitäten des Marktes eine tendenziell geringer werdende Rolle. Den Maßstab setzen weiterhin die Premium-Modelle, die sich bei um die tausend Dollar einpendeln. Hier ist für die Chiphersteller zunehmend weniger zu holen, da immer mehr Smartphone-Produzenten dem Beispiel Apples folgen und eigene SoCs für ihre Spitzenmodelle entwickeln. Sowohl Samsung als auch Huawei tun dies und damit sind die drei größten Hersteller für externe Zulieferer wie Qualcomm oder MediaTek ohnehin nicht erreichbar.
Große Verkaufszahlen gibts woanders
Und seitens der Kunden gibt es dann eben solche, die in ihr Smartphone investieren - und diese tun es dann meist richtig und kaufen sich ein Premium-Modell. Wer hingegen nicht bewusst zugreift, nimmt in der Regel ein Gerät bis 200 Dollar, das es dann meist umsonst oder sehr billig zum Mobilfunkvertrag dazu gibt. Die Mittelklasse, von der immer mehr Anbieter ein Stück abhaben wollen spielt laut dem MediaTek-Management hingegen eine immer geringere Bedeutung.Mit dem neuen P60 ziehlt das Unternehmen daher auch auf Geräte ab, die in der 200-Dollar-Region angesiedelt sind. Der Chip setzt auf das altbewehrte big.LITTLE-Design, kommt also mit vier ARM Cortex A73-Kernen, die Leistungsspitzen liefern sollen, während daneben vier ARM Cortex A53-Cores den Alltag abdecken sollen. Alle Kerne sind dabei mit 2 Gigahertz getaktet.
Verbaut wird weiterhin eine neue Mali G72-Grafikeinheit, die mit 800 Megahertz taktet. Zusammen verspricht MediaTek hier eine Performance-Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell um 70 Prozent. Weiterhin liefert der Hersteller verbesserte Kamera-Features. Support gibt es jetzt für Dual-Optiken mit 20 und 16 Megapixeln oder einen einzelnen 32-Megapixel-Sensor. Videoaufnahmen sollen in 4K mit bis zu 90 fps möglich sein - obwohl das wohl kaum ein Billig-Smartphone wirklich unterstützen wird. MediaTek baut ferner eine eigene KI-Einheit in die Bildverarbeitung ein, die das Sensor-Bild analysiert und beispielsweise den Autofokus bei der Objekterkennung unterstützt.
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