Ex-Facebook-Manager: Bin Mitschuld an Zerstörung sozialer Normen
Ein weiterer ehemaliger Beteiligter am rasanten Aufstieg Facebooks ist heute der Ansicht, der Gesellschaft mit seiner Arbeit nicht gerade einen Gefallen getan zu haben. Er habe eine "enorme Schuld" auf sich geladen, erklärte Chamath Palihapitiya, der mehrere Jahre für das Wachstum der Nutzerzahlen zuständig war.
Ihm geht es dabei keineswegs ausschließlich und explizit um Facebook, sondern um die gesamte Funktionalität des Social Media-Bereichs. Facebook ist hier aber als unangefochtener Marktführer natürlich von herausragender Bedeutung. Heute sei er überzeugt, dass hier Werkzeuge geschaffen wurden, die das soziale Geflecht der Gesellschaft nachhaltig zerstören, erklärte Palihapitiya laut einem Bericht von The Verge in einem Vortrag an der Stanford Graduate School of Business.
Es gehe im Grunde nur noch um kurzfristige Feedback-Loops. Ob diese nun in Form von Likes, Herzchen oder anderem daherkommen, ist im Grunde egal - mit ihnen seien inzwischen bewährte und eingespielte Grundlagen dessen in Frage gestellt, auf denen das soziale Gefüge bisher funktionierte. "Es gibt keinen zivilen Diskurs mehr, keine Kooperation, es herrschen Falschinformationen und Misstrauen vor", so Palihapitiya.
"Das ist das, womit wir es hier zu tun haben", erklärte Palihapitiya. Man könne sich vorstellen, welche Ausmaße das im Zweifelsfall annehmen kann. Laut dem ehemaligen Facebook-Manager sei die Funktionsweise von Social Media die denkbar schlechteste Form, gesellschaftliche Fragestellungen und Probleme auszuhandeln.
Palihapitiya steht mit seiner Sichtweise keineswegs allein da. Auch Sean Parker hatte kürzlich erklärt, angesichts der Entwicklung in den letzten Jahren zu einem klaren Gegner des Social Media geworden zu sein. Parker gehörte zu den ersten Investoren Facebooks und half dabei mit, die Seite kommerziell erfolgreich zu machen.
Es gehe im Grunde nur noch um kurzfristige Feedback-Loops. Ob diese nun in Form von Likes, Herzchen oder anderem daherkommen, ist im Grunde egal - mit ihnen seien inzwischen bewährte und eingespielte Grundlagen dessen in Frage gestellt, auf denen das soziale Gefüge bisher funktionierte. "Es gibt keinen zivilen Diskurs mehr, keine Kooperation, es herrschen Falschinformationen und Misstrauen vor", so Palihapitiya.
Es geht um den Mob
Und das sei ein globales Problem geworden - es gehe nicht nur um russische Werbeanzeigen im US-Wahlkampf. Palihapitiya berichtete von einem Vorfall in Indien, wo auf WhatsApp Falschmeldungen über Entführungen kursierten. Das führte dazu, dass ein wütender Mob loszog, dessen Selbstjustiz sieben unschuldige Menschen zum Opfer fielen."Das ist das, womit wir es hier zu tun haben", erklärte Palihapitiya. Man könne sich vorstellen, welche Ausmaße das im Zweifelsfall annehmen kann. Laut dem ehemaligen Facebook-Manager sei die Funktionsweise von Social Media die denkbar schlechteste Form, gesellschaftliche Fragestellungen und Probleme auszuhandeln.
Palihapitiya steht mit seiner Sichtweise keineswegs allein da. Auch Sean Parker hatte kürzlich erklärt, angesichts der Entwicklung in den letzten Jahren zu einem klaren Gegner des Social Media geworden zu sein. Parker gehörte zu den ersten Investoren Facebooks und half dabei mit, die Seite kommerziell erfolgreich zu machen.
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