Sex und Ausbeutung: Schwere Vorwürfe gegen Social Network Vero
Wer sich für Social Media interessiert und die Neuerungen auf diesem Gebiet verfolgt, der wird zuletzt vor allem einem Namen begegnet sein: Vero. Die App will die bessere Alternative zu Facebook, Instagram, Twitter und Co. sein, etwa weil man werbefrei agieren und einen chronologischen Feed bieten will. Doch hinter den Kulissen gibt es Ärger.
Rund um Vero gab es zuletzt einen riesigen Hype und das obwohl die Plattform strenggenommen nicht wirklich neu ist. Denn gegründet wurde Vero vor bereits knapp drei Jahren. So mancher vermutete, dass es hier aktuell nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Schnell wurden nach den jüngsten Erfolgen, die sich quasi über Nacht einstellten, Vorwürfe laut, wonach Influencer am Werk waren.
Das ist zwar in der Szene nicht gerade populär oder angesehen, illegal oder unmoralisch ist es aber nicht. Einen mehr als nur ethischen Verstoß stellen indes die Vorwürfe gegen Hariri, einem der Co-Gründer von Vero dar. Denn aufmerksame Szenekennern sagte der Name etwas, Hariri ist nämlich ein Milliarden Dollar schwerer Sohn des ehemaligen libanesischen Premierministers Rafic Hariri.
Das Unternehmen soll unter der Führung von Hariri tausende philippinische Gastarbeiter in einem überfüllten und verschmutzten Wüstencamp ohne Bezahlung zurückgelassen haben. In der Ansiedlung herrschten menschenunwürdige Zustände, da nur begrenzter Zugang zu Essen, Wasser oder medizinische Versorgung vorlag.
Halbnackte Influencer
In einer interessanten und ausführlichen Analyse kommt das Online-Portal OMR zur Vermutung bzw. zum Schluss, dass die Vero-Macher Social-Media-Stars bezahlt haben, um die Werbetrommel für Vero zu rühren. Genauer gesagt soll es sich vor allem um Damen handeln, die halbnackt auf Instagram und Co. unterwegs sind, darunter die "halbe Cosplay-Szene" und viele Fetisch- und Tattoo-Models, so OMR.Das ist zwar in der Szene nicht gerade populär oder angesehen, illegal oder unmoralisch ist es aber nicht. Einen mehr als nur ethischen Verstoß stellen indes die Vorwürfe gegen Hariri, einem der Co-Gründer von Vero dar. Denn aufmerksame Szenekennern sagte der Name etwas, Hariri ist nämlich ein Milliarden Dollar schwerer Sohn des ehemaligen libanesischen Premierministers Rafic Hariri.
Gestrandet in der Wüste
Ayman Hariri war bis 2017 CEO des saudi-arabischen Bauunternehmens Saudi Oger, dieses hat im Vorjahr nach "jahrelanger Misswirtschaft" dichtgemacht. Zu Boykottaufrufen gegen Vero kommt es nun, weil eine Story von Reuters entdeckt wurde (via Cnet), die von skandalöser Behandlung von Arbeitern von Saudi Oger berichtet.Das Unternehmen soll unter der Führung von Hariri tausende philippinische Gastarbeiter in einem überfüllten und verschmutzten Wüstencamp ohne Bezahlung zurückgelassen haben. In der Ansiedlung herrschten menschenunwürdige Zustände, da nur begrenzter Zugang zu Essen, Wasser oder medizinische Versorgung vorlag.
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