Blackberry ist zwar eigentlich untot - aber zumindest außer Gefahr
Der einstige Smartphone-Hersteller Blackberry ist nach Einschätzung seines Firmenchefs endlich außer Gefahr. Der Preis dafür war im Grunde ein kompletter Abschied vom vorherigen Kerngeschäft, in dem eigene Hardware in Verbindung mit einer eigenen Dienste-Plattform verkauft wurde.
Blackberry-Chef John Chen, der den Posten 2013 von Thorsten Heins übernahm, muss man zumindest zugestehen, dass er den Mut zu einschneidenden Entscheidungen hatte. Als sich abzeichnete, dass auch das neu entwickelte BlackBerry 10 im Gefecht zwischen Apple und Google schlicht aufgerieben wird, begann er mit einem grundlegenden Umbau des Geschäftsmodells.
Und dieser ist nun weitgehend abgeschlossen: Blackberry vermarktet jetzt seine Software-Services, der Name und die Software wurden an den chinesischen Geräte-Hersteller TCL lizenziert. Und das hat Folgen: Zwar nimmt das Unternehmen kaum noch Geld mit der eigenen Hardware ein, die die kanadische Firma einst groß machte, dafür kletterten die Lizenzeinnahmen im Jahresvergleich für das zweite Quartal von 15 auf 56 Millionen Dollar.
Auch wenn bei Blackberry damit letztlich kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist und man die Firma eigentlich nicht mehr wiedererkennt, hat der Firmenchef seinem Ruf doch alle Ehre gemacht. Vor fast einem Jahrzehnt hatte er schonmal den Datenbank-Hersteller Sybase so weit umgebaut, bis dieser für 5,8 Milliarden Dollar von SAP gekauft wurde. Nun hat er es sogar geschafft, dass Blackberry eigenständig weiterarbeiten kann, Gewinne macht und der Aktienkurs binnen der letzten Monate um weit über 60 Prozent gestiegen ist.
Und dieser ist nun weitgehend abgeschlossen: Blackberry vermarktet jetzt seine Software-Services, der Name und die Software wurden an den chinesischen Geräte-Hersteller TCL lizenziert. Und das hat Folgen: Zwar nimmt das Unternehmen kaum noch Geld mit der eigenen Hardware ein, die die kanadische Firma einst groß machte, dafür kletterten die Lizenzeinnahmen im Jahresvergleich für das zweite Quartal von 15 auf 56 Millionen Dollar.
Umbau ist fertig
Wie Chen gegenüber dem Wirtschaftsmagazin The Street ausführte, ist einer der abschließenden Punkte der Transformation nun ebenfalls abgeschlossen worden. Die Firma wechselte für den Aktienhandel von der Technologie-Börse NASDAQ zur großen New York Stock Exchange (NYSE). Dies, so führte Chen aus, geschah auch aus dem Grund, weil die meisten Kunden an der NYSE gelistet sind. Als Kunden sieht man also längst nicht mehr den Nutzer mit dem Blackberry-Smartphone in der Hand an, sondern die Lizenznehmer von Software und Services.Auch wenn bei Blackberry damit letztlich kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist und man die Firma eigentlich nicht mehr wiedererkennt, hat der Firmenchef seinem Ruf doch alle Ehre gemacht. Vor fast einem Jahrzehnt hatte er schonmal den Datenbank-Hersteller Sybase so weit umgebaut, bis dieser für 5,8 Milliarden Dollar von SAP gekauft wurde. Nun hat er es sogar geschafft, dass Blackberry eigenständig weiterarbeiten kann, Gewinne macht und der Aktienkurs binnen der letzten Monate um weit über 60 Prozent gestiegen ist.
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