Totgesagte leben länger: Blackberry dank Qualcomm mit schwarzen Zahlen
Der Plan von Blackberry-CEO John S. Chen sein Unternehmen gesund zu schrumpfen, scheint aufzugehen. Das erklärte Ziel, aus den roten Zahlen rauszukommen, hat Blackberry laut dem neuesten Geschäftsbericht sogar schon geschafft - zwar mit Schützenhilfe von Qualcomm, die gerichtlich angeordnet eine hohe Rückzahlung leisten mussten - aber der Trend ist abzusehen.
Der einstige Vorreiter und Marktführer in Sachen Smartphones und deren Sicherheit hat nach dem gewonnenen Prozess gegen Chiphersteller Qualcomm seit Jahren zum ersten Mal wieder tiefschwarze Zahlen vorgelegt. Der neue Geschäftsbericht für das erste Quartal 2017 von Blackberry weist einen Gewinn von 671 Millionen US-Dollar aus. Fast exakt diese Summe, nämlich 670 Millionen US-Dollar, hatte Blackberry dabei im Vorjahreszeitraum noch als Verlust ausgewiesen.
Die Börse hat trotz der guten Zahlen das Unternehmen abgestraft, da Analysten von einem schwächeren Umsatzrückgang ausgegangen waren. Der Kurs fiel nach der Bekanntgabe um fast sechs Prozent, erholte sich aber wieder leicht.
Siehe auch: Gewonnen: BlackBerry bekommt über 800 Mio. Dollar von Qualcomm zurück
Geldregen aus den USA
Einen großen Anteil an den aktuellen schwarzen Zahlen hat dabei natürlich der Ausgang des Prozesses gegen den US-Chip-Riesen Qualcomm. Blackberry war gegen Qualcomm vor Gericht gezogen, um die Lizenzvereinbarungen der letzten Jahre zwischen den Unternehmen im Nachhinein als unlauter erklären zu lassen. Der Chip-Anbieter musste eine Niederlage hinnehmen und zahlte fast eine Milliarde US-Dollar (940 Millionen US-Dollar) an die Kanadier zurück. In der Bilanz blieb davon nun noch ein Plus von 671 Millionen US-Dollar übrig.Richtung stimmt aktuell
Interessant wird nun, wie Blackberry diese Entwicklung über die Zeit retten kann. Mit den Sparplänen von CEO John S. Chen hat Blackberry seine Sparten eingekürzt und die Produktbreite verkleinert. Damit einher ging zwar auch ein nochmals starker Umsatz-Rückgang im Jahresvergleich von 400 auf nunmehr 235 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich geht es aber in die richtige Richtung - zumindest, falls der Konzern in den kommenden Monaten nicht noch stärkere Umsatzeinbrüche erleidet.Die Börse hat trotz der guten Zahlen das Unternehmen abgestraft, da Analysten von einem schwächeren Umsatzrückgang ausgegangen waren. Der Kurs fiel nach der Bekanntgabe um fast sechs Prozent, erholte sich aber wieder leicht.
Siehe auch: Gewonnen: BlackBerry bekommt über 800 Mio. Dollar von Qualcomm zurück
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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