ARD/ZDF-Onlinestudie: Streaming überrollt klassische TV-Angebote
Die Onlinestudie von ARD und ZDF ist schon längst eine Institution, sie verrät vieles über die medialen Nutzungsgewohnheiten der Deutschen. Für die öffentlich-rechtlichen Sender ist sie aber auch ein regelmäßiger Weckruf, denn sie zeigt, dass sich junge Nutzer immer mehr von ihnen abwenden.
Streaming über Netflix, Amazon und Co. wird immer populärer, das können wohl auch die meisten Leser hier aus eigener Erfahrung bzw. eigenem Nutzungsverhalten bestätigen. Für ARD und ZDF, die nun die neueste Ausgabe ihrer Onlinestudie veröffentlicht haben, stellt die 20. Ausgabe nicht unbedingt einen Grund zu Freude dar.
Dass das Internet die größte Konkurrenz für das klassische Fernsehen ist, das stellt keine bahnbrechende Erkenntnis dar. Bisher konnten sich ARD und ZDF aber damit trösten, dass man das mit den eigenen Online-Mediatheken ein Stück weit abfangen kann. Doch die Zukunft sieht auch hier nicht rosig aus.
Streamingnutzung gesamt...
...und bei 14- bis 29-Jährigen
Denn laut der aktuellen Onlinestudie nutzen inzwischen mehr 14- bis 29-Jährige Streaming-Dienste als die Mediatheken der Sender (PDF; via Meedia). Beispielsweise nutzen täglich neun Prozent in dieser Zielgruppe täglich Netflix und nur sieben Prozent eine Mediathek. In der wöchentlichen Nutzung sowie der Gesamtbevölkerung hat sich der Anteil der Video-Streaming-Portale nahezu verdoppelt: Im Jahr 2016 kam man hier auf zwölf Prozent, inzwischen sind es 23 Prozent.
Bei den Unter-30-Jährigen ist Amazon Prime Video der beliebteste Dienst, 39 Prozent schauen hier gelegentlich rein. Netflix liegt in der "Ab und an"-Wertung mit 30 Prozent an zweiter Stelle, der dritte Platz geht mit 20 Prozent an iTunes.
Auch in der Gesamtbevölkerung liegt Amazon vorne, 22 Prozent nutzen den Dienst des Online-Händlers mehr oder weniger regelmäßig, bei Netflix sind es zwölf Prozent. Alle Streaming-Anbieter kommen auf 38 Prozent. Bemerkenswert ist hier aber das Wachstum, denn im Vergleich zum Vorjahr nahm die Reichweite um 20 Prozentpunkte zu. Mediatheken sind mit 43 Prozent noch vorne, bei dieser Entwicklung wird Streaming aber das TV auch beim Online-Angebot schon bald überholen oder besser gesagt überrollen.
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Dass das Internet die größte Konkurrenz für das klassische Fernsehen ist, das stellt keine bahnbrechende Erkenntnis dar. Bisher konnten sich ARD und ZDF aber damit trösten, dass man das mit den eigenen Online-Mediatheken ein Stück weit abfangen kann. Doch die Zukunft sieht auch hier nicht rosig aus.
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Denn laut der aktuellen Onlinestudie nutzen inzwischen mehr 14- bis 29-Jährige Streaming-Dienste als die Mediatheken der Sender (PDF; via Meedia). Beispielsweise nutzen täglich neun Prozent in dieser Zielgruppe täglich Netflix und nur sieben Prozent eine Mediathek. In der wöchentlichen Nutzung sowie der Gesamtbevölkerung hat sich der Anteil der Video-Streaming-Portale nahezu verdoppelt: Im Jahr 2016 kam man hier auf zwölf Prozent, inzwischen sind es 23 Prozent.
Bei den Unter-30-Jährigen ist Amazon Prime Video der beliebteste Dienst, 39 Prozent schauen hier gelegentlich rein. Netflix liegt in der "Ab und an"-Wertung mit 30 Prozent an zweiter Stelle, der dritte Platz geht mit 20 Prozent an iTunes.
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