Microsoft wird von der Börse bestraft:
40 Mrd. Dollar weniger wert
Microsoft muss sich nach den gestern gemeldeten Geschäftszahlen einen überraschend starken Einbruch seines Aktienkurses gefallen lassen. Weil das Unternehmen in vielen Bereichen rückläufige Umsätze und Gewinne verzeichnete, verlor die Aktie zwischenzeitlich um fast 10 Prozent an Wert.
Die Finanzwelt reagierte auf die Bekanntgabe von Microsofts jüngsten Geschäftszahlen offenbar höchst allergisch. Wie so oft wurden die Daten pünktlich nach Handelsschluss in den USA veröffentlicht, doch dies verhinderte den Absturz nicht. Binnen kürzester Zeit ging es rasant abwärts und auch nach Wiederaufnahme des Handels heute morgen, fiel der Kurs zunächst weiter.
Siehe auch: Börse liebt Nadella: Microsoft-Aktie auf höchstem Stand seit 2000
Stand die Aktie gestern Abend zunächst noch bei 47,01 Dollar, rauschte der Kurs bis auf 42,33 Dollar hinab - ein Verlust von knapp 10 Prozent. Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas gebessert, so dass es derzeit "nur" einen Verlust von 9,15 Prozent zu verzeichnen gibt. Der Unternehmenswert brach entsprechend ein. Am Tiefpunkt war Microsoft "nur noch" knapp 354,5 Milliarden Dollar wert - ein Rückgang um fast 40 Milliarden Dollar.
Diverse Consulting-Firmen haben ihre Einstufung der Microsoft-Aktie als Reaktion auf die neuen Geschäftszahlen ebenfalls gesenkt. So stuften zum Beispiel JPMorgan und Citi ihre Empfehlung für potenzielle Anleger von "Kaufen" auf "Neutral" herab. Auch die Preisziele wurden inzwischen nach unten korrigiert. Für Microsoft dürfte die Reaktion der Börse allerdings kaum eine Überraschung sein.
Während des Konferenzgesprächs anlässlich der Vorstellung der jüngsten Finanzergebnisse gab Microsoft-CEO Satya Nadella offen zu Protokoll, dass man im jüngsten Quartal mit "einigen Herausforderungen" zu kämpfen hatte. Gemeint war damit unter anderem, dass die positiven Effekte für den Verkauf von Windows-Lizenzen nach dem Ende des Supports für Windows XP und die damit verbundenen Hardware-Upgrades gerade im Unternehmensbereich inzwischen nicht mehr gegeben sind.
Das Einkommen der Redmonder aus dem Vertrieb von Windows- und Office-Lizenzen ist daher jüngst deutlich zurückgegangen. Die Anleger vertrauen allerdings noch nicht auf die durchaus positiven Zahlen aus dem Geschäft mit Hardware- und Cloud-Produkten. Microsoft muss nun wohl erst beweisen, dass die neue Strategie mit dem Schwerpunkt auf "Mobile first, Cloud first" tatsächlich funktionieren kann. Zuletzt waren die Börsianer noch begeistert, denn erst vor wenigen Wochen erreichte der Wert der Microsoft-Aktie den höchsten Stand seit dem Jahr 2000.
Siehe auch: Börse liebt Nadella: Microsoft-Aktie auf höchstem Stand seit 2000
Stand die Aktie gestern Abend zunächst noch bei 47,01 Dollar, rauschte der Kurs bis auf 42,33 Dollar hinab - ein Verlust von knapp 10 Prozent. Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas gebessert, so dass es derzeit "nur" einen Verlust von 9,15 Prozent zu verzeichnen gibt. Der Unternehmenswert brach entsprechend ein. Am Tiefpunkt war Microsoft "nur noch" knapp 354,5 Milliarden Dollar wert - ein Rückgang um fast 40 Milliarden Dollar.
Diverse Consulting-Firmen haben ihre Einstufung der Microsoft-Aktie als Reaktion auf die neuen Geschäftszahlen ebenfalls gesenkt. So stuften zum Beispiel JPMorgan und Citi ihre Empfehlung für potenzielle Anleger von "Kaufen" auf "Neutral" herab. Auch die Preisziele wurden inzwischen nach unten korrigiert. Für Microsoft dürfte die Reaktion der Börse allerdings kaum eine Überraschung sein.
Während des Konferenzgesprächs anlässlich der Vorstellung der jüngsten Finanzergebnisse gab Microsoft-CEO Satya Nadella offen zu Protokoll, dass man im jüngsten Quartal mit "einigen Herausforderungen" zu kämpfen hatte. Gemeint war damit unter anderem, dass die positiven Effekte für den Verkauf von Windows-Lizenzen nach dem Ende des Supports für Windows XP und die damit verbundenen Hardware-Upgrades gerade im Unternehmensbereich inzwischen nicht mehr gegeben sind.
Das Einkommen der Redmonder aus dem Vertrieb von Windows- und Office-Lizenzen ist daher jüngst deutlich zurückgegangen. Die Anleger vertrauen allerdings noch nicht auf die durchaus positiven Zahlen aus dem Geschäft mit Hardware- und Cloud-Produkten. Microsoft muss nun wohl erst beweisen, dass die neue Strategie mit dem Schwerpunkt auf "Mobile first, Cloud first" tatsächlich funktionieren kann. Zuletzt waren die Börsianer noch begeistert, denn erst vor wenigen Wochen erreichte der Wert der Microsoft-Aktie den höchsten Stand seit dem Jahr 2000.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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