Samsung will Nutzer seiner Androiden beobachten
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will sich seinen eigenen Wissens-Pool über das Nutzungsverhalten seiner Smartphone-Kunden anlegen und diesen mit App-Entwicklern und Werbetreibenden teilen.
Das dafür entwickelte System firmiert unter dem Namen "Context". Allerdings ist die Technologie noch nicht auf aktuellen Geräten installiert, da es intern noch Diskussionen darüber gibt, ob es überhaupt zum Einsatz kommen soll, berichtet das Magazin The Information. Denn einige Verantwortliche befürchten wohl, dass ihnen der Dienst auch auf die Füße fallen kann.
Context soll beobachten, wie Anwender ihr Smartphone verwenden und beispielsweise zurückmelden, wofür diese sich interessieren. Sucht ein Nutzer im Browser beispielsweise häufiger nach Sport-Themen, könnte die App eines Video-Portals auf diese Information zugreifen und direkt entsprechende Inhalte anbieten. Aber auch die Schaltung von zielgruppenorientierten Werbeanzeigen ließe sich so verbessern.
Bei Samsung hat man allerdings Bedenken, wie die Kunden auf die Integration von Context in ihre Geräte reagieren. Immerhin würde dies bedeuten, dass alles protokolliert wird, was auf den Geräten geschieht. Intern sollen dem Vernehmen nach Diskussionen darüber laufen, ob die Steigerung des Komforts, der mit der Auswertung der Informationen erzielt werden kann, eher dabei hilft, mehr Smartphones zu verkaufen. Oder aber, ob die Datenschutz-Bedenken der Anwender eher dafür sorgen, dass diese sich einem Konkurrenten zuwenden.
Eine Einführung des Programms würde aber wohl auch eine Zuspitzung des Verhältnisses zum Android-Anbieter Google nach sich ziehen. Denn eigentlich ist es dessen Geschäftsmodell, durch die Sammlung von Daten über Android-Nutzer Geld zu verdienen. Der Suchmaschinenkonzern versucht derzeit schon, die Hersteller von Android-Geräten dazu zu bewegen, weniger Änderungen an der originalen Android-Oberfläche vorzunehmen. Entsprechend heftig dürften die Reaktionen ausfallen, wenn nun auch noch der größte Partner in dem Bereich das Geschäft mit den Nutzerdaten an sich zieht.
Context soll beobachten, wie Anwender ihr Smartphone verwenden und beispielsweise zurückmelden, wofür diese sich interessieren. Sucht ein Nutzer im Browser beispielsweise häufiger nach Sport-Themen, könnte die App eines Video-Portals auf diese Information zugreifen und direkt entsprechende Inhalte anbieten. Aber auch die Schaltung von zielgruppenorientierten Werbeanzeigen ließe sich so verbessern.
Bei Samsung hat man allerdings Bedenken, wie die Kunden auf die Integration von Context in ihre Geräte reagieren. Immerhin würde dies bedeuten, dass alles protokolliert wird, was auf den Geräten geschieht. Intern sollen dem Vernehmen nach Diskussionen darüber laufen, ob die Steigerung des Komforts, der mit der Auswertung der Informationen erzielt werden kann, eher dabei hilft, mehr Smartphones zu verkaufen. Oder aber, ob die Datenschutz-Bedenken der Anwender eher dafür sorgen, dass diese sich einem Konkurrenten zuwenden.
Eine Einführung des Programms würde aber wohl auch eine Zuspitzung des Verhältnisses zum Android-Anbieter Google nach sich ziehen. Denn eigentlich ist es dessen Geschäftsmodell, durch die Sammlung von Daten über Android-Nutzer Geld zu verdienen. Der Suchmaschinenkonzern versucht derzeit schon, die Hersteller von Android-Geräten dazu zu bewegen, weniger Änderungen an der originalen Android-Oberfläche vorzunehmen. Entsprechend heftig dürften die Reaktionen ausfallen, wenn nun auch noch der größte Partner in dem Bereich das Geschäft mit den Nutzerdaten an sich zieht.
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