Windows 8: User gewöhnen sich in 6 Wochen um

Microsofts neue Windows-Chefin Julie Larson-Green hat in einem Interview Auskunft über ihre Sicht der Welt rund um Windows 8 und eine Zukunft voller Touch-Geräte gegeben. Ihrzufolge dauert es lediglich einige Wochen, bis sich die Nutzer an die Verwendung eines Touchscreens an ihrem PC gewöhnt haben.

Im Interview mit 'Technology Review' sagte Larson-Green, dass sie davon ausgeht, dass die meisten PCs in Zukunft mit Touchscreens daherkommen werden. Zwar werde es wohl immer Geräte ohne berührungsempfindliche Displays geben, doch schon jetzt seien die Touchscreen-Modelle die am häufigste verkauften. Sie selbst könne sich keinen Computer ohne Touch mehr vorstellen - wer es einmal ausprobiert habe, könne kaum darauf verzichten.

Die Pläne für die Touch-Ausrichtung von Windows 8 gab es Larson-Green zufolge schon vor der Einführung des iPad. Microsoft habe sich nicht an dem Apple-Produkt orientiert, denn die Planungen für Windows 8 begannen schon vor dem Launch von Windows 7 im Juni 2009 - und somit auch vor der Einführung des ersten iPads. Sie selbst habe das iPad erst zu Gesicht bekommen, als das Konzept für das Design von Windows 8 schon fertig war. Julie Larson-GreenJulie Larson-Green Es habe zwar viele ähnliche Konzepte bei Apples iPad gegeben, aber eben auch grundlegende Unterschiede. So wollte Microsoft von Anfang an nicht mit statischen Symbolen auf dem Desktop arbeiten, sondern den Nutzern mit den Live Tiles eine Art "Dashboard" ihres Lebens geben. Außerdem habe man an das Teilen von Informationen zwischen Apps und an die Wichtigkeit des Multitaskings geglaubt, schließlich seien die Nutzer in der Lage, zwei Dinge gleichzeitig zu tun.

Microsoft habe sich bewusst entschieden, den Anwendern sowohl die altbekannte Desktop-Umgebung, als auch die neuen Windows-Apps zu bieten, weil ein Finger niemals so genau sein werde wie eine Maus. Es werde außerdem auch in Zukunft immer leichter sein, mit einer Tastatur zu tippen als auf einem Touchscreen. Zwar gebe es anfängliche Klagen, dass die beiden parallel existierenden Oberflächen letztlich kein einheitliches Nutzungserlebnis bieten könnten, doch im Lauf der Zeit würden diese verstummen, so Larson-Green.

Insgesamt seien die anfangs aufgekommenen negativen Rückmeldungen zu Windows 8 ähnlich wie bei der Umstellung auf das Ribbon-Interface mit Office 2007. Wer das neue Interface nur kurz ausprobiere, könne kaum erfassen, wie umfangreich es tatsächlich sei. Microsoft selbst komme es auf das langfristige Nutzungserlebnis an, nicht auf die ersten 20 Minuten nach dem Auspacken eines Geräts.

Bei Tests mit Nutzern habe sich gezeigt, dass es den Anwendern schwerer falle, sich mit dem neuen Interface von Windows 8 anzufreunden, je mehr Zeit sie mit der alten Oberfläche verbracht haben. Dies sei gerade mit Blick auf Presseberichte ein Nachteil, weil die Tester häufig besonders viel Zeit mit einem Betriebssystem verbringen.


Es dauere im Schnitt allerdings nur zwei Tage bis maximal zwei Wochen, bis sich die Anwender an die Oberfläche von Windows 8 gewöhnt haben - ähnlich wie es auch bei Office war. Microsoft untersucht die Umstellungsphase im Rahmen eines Programms namens "Living With Windows", bei der Anwender über mehrere Monate in ihrem Haushalt beobachtet werden. Außerdem gebe es viele Nutzer, die von vornherein ohne Probleme mit Windows 8 umgehen können.

Generell vergehe nur wenig Zeit, bis die Anwender sich auf das neue Nutzungserlebnis einlassen, es erkunden und einsetzen. Mehr als 90 Prozent der Nutzer würden die Charms-Leiste und den Startscreen schon in der ersten Sitzung mit Windows 8 nutzen. Selbst bei Desktop-Nutzern gebe es nach durchschnittlichen sechs Wochen einen Zeitpunkt, an dem die Anwender beginnen, die neuen Features häufiger zu nutzen als die altbekannten Funktionen.
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Ich kann mich bis heute nicht daran gewöhnen :( Windows 8 mag ja als Tablet Version oder für Touchscreens ganz toll sein, aber für einen ganz normalen Computer finde ich das Bedienkonzept einfach nicht gut.
 
@Baltasar: Bedenke doch einfach folgendes, du tauscht das alte graue Startmenu, was wirklich kaum jemand pflegt und sortiert gegen eine neue grafische Oberfläche die du individuell anlegen kannst. Dazu kommt das du nun nichtnur statische Verknüfpungen hast, sonder auch durch die Tiles direktinformationen bekommst. Sicherlich könnte man jetzt sagen pfui ist für tablets programmiert, aber wirklich toll hat man durchs klassische Startmenu auch nicht sich durchgewuselt. Spätestens dann wenn es voll wurde, programme deinstalliert wurden und wieder neu installiert ect usw... Im Prinzip ist es eigentlich nicht so schlecht was ms da gemacht hat. Es fehlt halt nich bissl feinschliff und mehr anpassmöglichkeiten.
 
@Clawhammer: Mir geht es gar nicht um das fehlen des Startmenüs. Wenn ich ein Programm starten will drücke ich Windows und den Anfangsbuchstaben des Programms. Allgemein finde ich Windows 8 aber mehr als unpraktisch auf Nicht Touch Basierten Systemen.
 
@Baltasar: Der Desktop funtzt doch wie sonst auch? oO
 
@Clawhammer: Es geht darum, wie sich manche Programme verhalten. Ich bin kein 0815 User, ich will mit dem System arbeiten und mich nicht erst grossartig umstellen müssen. Arbeiten müssen flüssig von der Hand gehen sonst ist jedes System nicht Alltagstaugich. Wie gesagt, für ein Tablet System oder für den Besprechungsraum auf einen Grossen Touchfähigen Monitor / Fernseher, alles Toll und manches dann sogar besser als mit Windows 7. Aber eben nur da. Hoffe ich wurde jetzt besser verstanden.


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