Kino.to: Programmierer nutzte eigene Dienste nie

Internet & Webdienste Der Chef-Programmierer des im Juni des letzten Jahres von der Polizei geschlossenen Streaming-Portals Kino.to nutzte laut einem Bericht von Focus Online die diesbezüglich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten privat nie.

Mit dem Nachrichtenmagazin hat sich der 29-jährige Hamburger namens Bastian P. über Kino.to unterhalten. Der inzwischen Verurteilte legte großen Wert auf gute Qualität und bevorzugte daher einen Besuch im Kino oder eine DVD gegenüber den Streaming-Diensten seiner Webseite.


Zudem teilte Bastian P. mit, dass er das Ende von Kinox.to, was als Nachfolger der geschlossenen Plattform anzusehen ist, begrüßen würde. In einem Interview sagte er, dass die bisher unbekannten Betreiber damit Geld verdienen und er ins Gefängnis gehen muss.

Wie im Vorfeld angekündigt legte der Chefprogrammierer des vor einem Jahr geschlossenen Streaming-Portals ein umfassendes Geständnis vor Gericht ab. Pro Monat soll Bastian P. in etwa 50.000 Euro mit seiner Tätigkeit verdient haben. Das Landgericht Leipzig hat ihn zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Derzeit wartet der Mann aus Hamburg auf seinen Strafantritt.

Auch der Chef von Kino.to, Dirk B., zeigte sich vor Gericht geständig und betonte, dass er seine Handlungen bereut. Ihm droht grundsätzlich eine maximal mögliche Haftstrafe von 15 Jahren. Durch das Geständnis hofft er nun, das Strafmaß auf fünf Jahre reduzieren zu können. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verdiente er mit seiner Webseite und allen daran beteiligten Diensten über 6,6 Millionen Euro.
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3 Jahre persönliche Betreuung, Unterkunft und Verpflegung und ein festes Beschäftigungsverhältnis. Das macht sich bestimmt super in jedem Lebenslauf.
 
@wuddih: ...der zweck der dämonisierung der haft liegt darin, andere bürger davon abzuhalten, handlungen zu begehen, um ins gefängnis zu kommen. was ist besser: schicht oder gar dreischicht, nachhaltig krankmachende arbeitsverhältnisse, lange arbeitswege, vielleicht auch noch eine hysterische ehefrau...(aber klar...in deutschland herrscht nur liebe und einigkeit...), oder die möglichkeit, täglich zur selben zeit (an den wochenenden später) aufzustehen, das essen gemacht zu bekommen, die mehrzahl oder gar ganze kleidung gestellt und gewaschen zu bekommen - und nichts machen zu müssen - außer zu lesen (mir reicht schon das nachdenken, da ich ein nicht nur ein eidetisches gedächtnis habe, sondern die erinnerungen zerlegen und zu neuem zusammenbauen kann - ganz abgesehen davon, daß analogien kein problem für mich sind).
 
@craicric: translated: "knast ist manchmal besser als schichtarbeit inkl. lebenspartner". Ich wollte mit dem Kommentar nicht sagen, dass Knast ne einfache Sache ist, aber wenn man sich ein wenig vorbereiten kann, sich für den Zeitraum ein Ziel setzt, irgendetwas zu lernen und auch sonst nicht unbedingt viel soziale Bindungen benötigt, dann ist man im Knast sehr gut bedient. Mit anderer Arbeit wollte ich das nun nicht vergleichen, aber wenn man es so sehen möchte, kann man dies gerne tun, um es mal anders zu sagen: Viele Arbeiter sitzen seit Jahrzehnten im Knast und merken es nicht. Selbst im Knast gibts Zwangsurlaub, den manch "freie" Menschen nicht machen können, weil Zeit und Geld fehlt. Es gibt nicht wenig Obdachlose, die sich freiwillig erwischen lassen.
 
Seht mal was ihm ins Kino gehen und DVD anschauen genutzt hat: rein gar nichts! Er wird trotzdem ins Gefängnis gesteckt.
 
@Feuerpferd: ...und wird es besser haben als so mancher, der sich frei wähnt - aber klar, nur weiter damit, zu versuchen, sich und andere selbst zu belügen, daß man es besser hat. für mich persönlich wäre es ein glücksfall, interniert zu werden. für dich, dessen hirn voller mythen ist, ist es natürlich unerträglich...sprich: der gedanke. dein mythischer charakter führt auch dazu, daß du dir eine beziehung zu einer frau wünscht...und dich jahrzehntelang belügst (du wirst sie rationalisieren und relativieren...bis endlich der offene haß beginnt), bis du es nicht mehr erträgst. deine entscheidung.


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