Bing: Microsoft integriert Facebook-Likes in Suche

Internet & Webdienste Um die Suchergebnisse noch relevanter gestalten zu können, hat Microsoft die Integration des sozialen Netzwerks Facebook in seine Suchmaschine Bing erweitert. Ab heute soll von den "Likes" (Gefällt-mir-Button) der Facebook-Freunde Gebrauch gemacht werden.
Suchergebnisse, die von einer befreundeten Person bei Facebook mit Hilfe des Gefällt-mir-Buttons empfohlen wurden, steigen bei Bing in der Relevanz und werden somit weiter oben in der Trefferliste dargestellt, heißt es in einem Blog-Beitrag. Ist man beispielsweise auf der Suche nach einem guten chinesischen Restaurant in Berlin, sind die Empfehlungen von Freunden tatsächlich von Interesse. Microsoft will damit die echte Welt in der virtuellen Welt nachahmen, da es häufig vorkommt, dass man sich Tipps von Freunden und Bekannten geben lässt. In den Suchergebnissen wird dargestellt, welche Freunde eine bestimmte Website empfohlen haben (siehe Bilderstrecke).

Facebook-Integration bei BingFacebook-Integration bei BingFacebook-Integration bei BingFacebook-Integration bei Bing

Sucht man nach einem bestimmten Ort, beispielsweise Berlin, zeigt Bing zukünftig an, welche Facebook-Freunde in der Region leben. Enthält die Suchanfrage eine bestimmte Marke und ist diese im weltgrößten Social Network vertreten, werden die aktuellsten Updates der Marke in die Suchergebnisse einbezogen.

Die Zusammenarbeit mit Facebook stärkt natürlich die Position von Microsoft im Konkurrenzkampf mit Google. Die Daten des sozialen Netzwerks haben für Suchmaschinen einen unschätzbaren Wert, da sie deutliche Verbesserungen der Sucherergebnisse ermöglichen. Microsoft hat mit Bing auf diesen Datenbestand Zugriff und implementiert immer mehr Funktionen, die davon Gebrauch machen.


Bislang profitiert man davon ausschließlich in den USA - hierzulande hinkt man mit der Weiterentwicklung von Bing hinterher. In den USA ist Google zwar ebenfalls der Marktführer, jedoch ist die Position lange nicht so dominant wie in Europa. Während Google in Übersee auf einen Marktanteil von rund 65 Prozent kommt, kann Bing über 14 Prozent für sich beanspruchen. Hinzu kommt der knapp 16-prozentige Anteil von Yahoo - die Suche macht von Microsofts Technologie Gebrauch. In Europa kommt Google auf einen Marktanteil von über 90 Prozent.

Google hat erkannt, dass die Daten aus sozialen Netzwerken in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Aus diesem Grund versucht man seit einigen Monaten mit sozialen Funktionen einen eigenen Datenbestand aufzubauen. Zuletzt hatte man mit Google +1 einen sozialen Empfehlungsdienst gestartet, der dem Gefällt-mir-Button von Facebook sehr ähnlich ist.

Microsoft schätzt, dass 3,5 Millionen Websites mit dem Like-Button ausgestattet sind. Zudem werden monatlich mehr als 30 Milliarden Inhalte mit anderen Menschen geteilt. Dazu gehören Nachrichten, Blog-Beiträge, Musik und Fotos. Das neue Feature wird hauptsächlich bei der Suche nach Produkten, Dienstleistungen, Hotels und Geschäften eine Rolle spielen. Zudem werden Nachrichten, die von Facebook-Freunden gepostet wurden, stärker in die Suche einbezogen.

Die neue Funktion kann laut Microsoft nur dann genutzt werden, wenn man bei Facebook eingeloggt ist. Man fand heraus, dass 60 Prozent aller Facebook-Nutzer ständig einen Tab mit dem sozialen Netzwerk geöffnet haben, während sie im Internet surfen.
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