Angeblich weiterer Angriff auf Sony-Server geplant

Hacker Laut einem Bericht der CNet-Reporterin Erica Ogg wird am Wochenende ein weiterer Angriff auf die Server des Elektronikherstellers Sony durchgeführt. Die Hacker planen die Veröffentlichung sämtlicher Daten, die dabei entwendet werden können.
CNet beruft sich in dem Bericht auf eine Quelle, die in einem Internet Relay Chat (IRC) Zeuge eines Gesprächs unter Hackern wurde, die einen Angriff auf die Sony-Server für dieses Wochenende geplant haben. Bereits jetzt sollen sie Zugriff auf Server des Unternehmens haben. Zahlreiche persönliche Informationen, darunter Namen, Adressen und Kreditkartennummern, könnten öffentlich verfügbar gemacht werden, heißt es seitens der Quelle.

Sollten sie Erfolg haben, wäre dies ein weiterer Rückschlag für Sony, nachdem man versprochen hatte, die Sicherheit den eigenen Systeme deutlich zu verbessern. Dazu zog man sogar in ein neues Rechenzentrum um, das umfassendere Sicherheitsmaßnahmen bietet. Zum Ende dieser Woche hat Sony den Relaunch seiner Online-Dienste Playstation Network (PSN) und Qriocity angekündigt, die seit Bekanntwerden des Einbruchs offline sind. Bislang ist nicht bekannt, ob dieser Termin eingehalten werden kann.

Der Diebstahl von über 75 Millionen Kundendaten sorgte dafür, dass zahlreiche Stellen Untersuchungen einleiteten. Dazu gehören das FBI, das US-Justizministerium, die Generalstaatsanwaltschaft von New York sowie Datenschutzeinrichtungen in Großbritannien, Kanada und Taiwan. Auch Klagen von Privatpersonen könnten den weltbekannten Elektronikhersteller in Schwierigkeiten bringen.

Noch ist nicht bekannt, wer die zurückliegenden Angriffe auf Sony durchgeführt hat. In einem Bericht an den US-Kongress hatte der Unternehmenschef Kazuo Hirai erklärt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Aktionsnetzwerk Anonymous dafür verantwortlich ist. Man fand eine Textdatei mit dem Namen "Anonymous", die mit einem Motto der Gruppierung gefüllt war. Allerdings weisen die Köpfe hinter Anonymous jede Schuld von sich.

Ob die drohende Gefahr eines weiteren Angriffs die Pläne, die betroffenen Netzwerke zum Wochenende wieder online gehen zu lassen, beeinträchtigen, wollte Sony auf Nachfrage nicht mitteilen. Den letzten Einbruch und den damit verbundenen Datendiebstahl hatte das Unternehmen erst einige Tage nach der Durchführung bemerkt.
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