Google löscht schadhafte Apps von Smartphones

Android Nachdem wir in der letzten Woche darüber berichteten, dass im Android Market rund 50 schadhafte Apps verbreitet wurden, hat Google jetzt offiziell Stellung bezogen und umfangreiche Gegenmaßnahmen eingeleitet. Man erklärte, dass die Apps einen Exploit enthielten, der alte Android-Versionen betrifft. Ab Android 2.2.2 kann der Exploit keinen Schaden mehr anrichten. Im Rahmen erster Untersuchungen fand man heraus, dass die Angreifer wohl lediglich die IMEI des Smartphones sowie die Android-Version auslesen konnten. Persönliche Daten wurden also nicht gestohlen.

Google hat inzwischen Gegenmaßnahmen eingeleitet. Zunächst wurden die betroffenen Apps aus dem Android Market entfernt, die Entwickler wurden dauerhaft verbannt und Strafverfolgungsbehörden wurden informiert. Zusätzlich werden die bereits installierten Apps von den Geräten der Kunden entfernt. Dazu kommt ein Remote-Application-Removal-Feature zum Einsatz, dass die Entwickler speziell für solche Zwecke geschaffen haben.

Da die Smartphones durch den Exploit geschädigt wurden, wird man ein Update namens "Android Market Security Tool March 2011" an alle Betroffenen verteilen. Es macht den Exploit rückgängig. Der Nutzer muss für diese Maßnahme nicht aktiv werden - der Vorgang läuft automatisch ab. Man wird via E-Mail und Push-Benachrichtigung über den Fortschritt in Kenntnis gesetzt.
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