China will gegen Internet-Telefonie vorgehen

Internet & Webdienste Laut einem Bericht der 'New York Times' geht China jetzt auch gegen Anbieter von Internet-Telefoniediensten vor. Anwender, die auf günstige Gespräche über Angebote wie Skype setzen, sollen in Zukunft von den neuen Regelungen betroffen sein. Der chinesische Minister für Informationstechnologie erklärte in einer kurzen Notiz auf seiner Website, dass er gegen "illegale Internet-Telefoniedienste" vorgehen wird. Wie genau das erfolgt, sagte er nicht. Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Warnung an Unternehmen wie Skype handelt, die in einer rechtlichen Grauzone agieren und nicht zu groß werden sollten, um die staatlichen Telekom-Konzerne wirtschaftlich zu gefährden.

Nicht nur die wirtschaftlichen Interessen dürften für China von Interesse sein, sondern auch die Kontrolle über den Informationsaustausch. Über VoIP-Dienste lässt sich bislang relativ frei kommunizieren, ohne dass die Regierung mithört. Offiziell haben lediglich die staatlichen Unternehmen China Telecom und China Unicom das Recht, entsprechende Dienste anzubieten. Allerdings wurde davon bislang nur zu Testzwecken Gebrauch gemacht.

China hatte erst in dieser Woche mitgeteilt, dass die Anzahl der Internetnutzer im Land auf 450 Millionen angewachsen ist. Man geht davon aus, dass etwa 15 Millionen über das Internet telefonieren. Für Unternehmen wie Skype wäre China also ein lohnenswerter Markt.
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