Warner Music plant "Filesharing-Steuer" für US-Unis

Filesharing Die Warner Music Group will eine pauschale Filesharing-Gebühr für die großen Universitäten der USA einführen. Diese gelten als wichtiges Rückgrat der Tauschbörsen-Communities.

Gegen die Zahlung einer monatlichen Gebühr soll es Studenten so zukünftig erlaubt sein, beliebig Musik aus Filesharing-Netzen zu laden. Eine Strafverfolgung würde ihnen dann nicht mehr drohen. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Universitäten die Nutzung überwachen und zu Marktforschungszwecken Informationen über das Nutzungsverhalten liefern.


Hintergrund der Pläne ist offenbar die Einstellung von Jim Griffin durch Warner im Mai. Der Manager setzt sich bereits länger für die Schaffung von so genannten Kultur-Flatrates ein, die es Anwendern ermöglichen, gegen Zahlung einer Pauschalgebühr Tauschbörsen frei zu nutzen.

Griffin wollte ein solches Angebot bereits auf Provider-Ebene einbringen, konnte sich aber noch nicht durchsetzen. Universitäten könnten hier durchaus in einem kleineren Maßstab als Testobjekte dienen.

In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Anläufe, Musik-Downloads an den US-Hochschulen zu legalisieren. So wurden an einigen Einrichtungen beispielsweise von Apple und Napster interne Download-Portale angeboten, die über eine Semestergebühr finanziert wurden und freien Zugriff auf die komplette Datenbank ermöglichten.
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