Linz fordert kostenlosen Webspace für alle Bürger
Der SPÖ-Fraktionsvorsitzende Klaus Luger erklärte, dass nicht jeder automatisch die Chancen des Internets nutzen kann, da ein Zugang erforderlich ist. Mit dem so genannten Public Space Server soll die Stadt allen Einwohnern einen kostenlosen Webspace zur Verfügung stellen. "Die Projektidee ist in dieser Art unseren Recherchen nach einzigartig - wir würden damit ein Zeichen setzen", erklärte Christian Forsterleitner.
"Das Thema Webspace im Internet weist Facetten einer Form von Feudalismus auf. Die NutzerInnen sind der Anbieter- und Konzernwillkür unterworfen. Darum ist es erstrebenswert, wenn die öffentliche Hand eine Art Grundversorgung anbietet", heißt es auf der Website der SPÖ. Mit der Anmeldung eines Haupwohnsitzes beim Einwohnermeldeamt soll jedem Bürger "eine bestimmte Menge an Webspace" zugewiesen werden.
Als Beweggrund für dieses Projekt nennt die SPÖ vor allem die Beschränkung der Grundrechte im virtuellen Raum. Man führt diverse Beispiele an: die Löschung von Profilen von offensichtlich homosexuellen Usern bei MySpace.com sowie die Zensur eines Konzert-Webcasts bei AT&T - Bush-kritische Passagen wurden rausgeschnitten.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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