OpenXML-Abstimmung in Schweden war manipuliert

Internet & Webdienste Am gestrigen Mittwoch berichteten wir darüber, dass sich das Swedish Standards Institute (SSI) für Microsofts Open XML als ISO-Standard ausgesprochen hat. Bereits während der Sitzung kam es zu Protesten seitens der langjährigen Mitglieder.

Kurz vor der Abstimmung tauchten 23 Firmen auf, die bislang nicht im Arbeitskreis vertreten waren. Sie wurden von dem Vorsitzenden als stimmberechtigt befunden. Bei den Firmen handelte es sich zum größten Teil um zertifizierte Microsoft-Partner, die ihre Mitgliedschaft automatisch nach einer Zahlung der Jahresgebühr in Höhe von 2444 US-Dollar erhalten haben.


Wie der schwedische Nachrichtendienst IDG jetzt berichtet, ist ein Memo von Microsoft aufgetaucht, wonach diese Firmen aufgefordert wurden, an der Abstimmung teilzunehmen, um die nötige Zustimmung für Open XML zu erhalten. In der Mitteilung erhielten die Firmen konkrete Anweisungen.

Demnach wurde ihnen versprochen, dass sie als Ausgleich für die Zahlung der Jahresgebühr Unterstützung beim Marketing sowie zusätzlichen Support in Form von Microsoft-Ressourcen erhalten werden. Auch die Begründung, warum sie für Open XML stimmen, wurde mitgeliefert. Um die gestellte Abstimmung nicht sofort auffliegen zu lassen, wurde den Firmen nahegelegt, auch an weiteren Treffen des Instituts teilzunehmen.
Diese Nachricht empfehlen:

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles