Benutzerkontensteuerung von Vista sinnlos?

Windows Vista Die Sicherheitsexpertin Joanna Rutkowska hat Microsoft bisher in den Sicherheitsbemühungen unterstützt, zumindest wenn es um Windows Vista ging. Sie empfahl beispielsweise den Umstieg auf das neue Betriebssystem nur aufgrund der Benutzerkontensteuerung. Dabei handelt es sich um eine neue Funktion, die es verhindern soll, dass schadhafte Anwendungen unbemerkt Systemdateien oder andere kritische Elemente manipulieren. Dazu wird eine Sicherheitsabfrage eingeblendet, die der Benutzer bestätigen muss, damit die entsprechende Anwendung ausgeführt werden darf.

Jetzt kritisiert Rutkowska dieses neue Feature. Zwar soll es fehlerfrei funktionen, allerdings soll das ganze Konzept Lücken aufweisen. So ist es ihrer Meinung nach sinnlos, dass Installationsroutinen mit Administratorrechten ausgeführt werden, sobald der Benutzer bestätigt hat, dass dieses Programm installiert werden darf. Ihrer Meinung nach wäre es sinnvoller, dem Installer eingeschränkte Rechte zu geben, so dass er Dateien auf die Festplatte schreiben und die Registry erweitern darf.

Mit Administratorrechten wäre es theoretisch möglich, dass ein augenscheinlich harmloses Tetris-Spiel während der Installation Kernel-Treiber laden kann. "Warum sollte ein Tetris-Installer die Möglichkeit haben, Kernel-Treiber zu laden?", fragt Rutkowska in ihrem Blog.
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