Microsofts Workplace Analytics: Gläserner Mitarbeiter dank Office 365

Workplace Analytics stellt Kunden mit Office 365 Enterprise als Add-On zahlreiche Analysewerkzeuge zur Verfügung, mit denen sich das Verhalten von Abteilungen, Teams und einzelnen Angestellten noch besser auswerten lässt. Die Software analysiert dazu über die Schnittstelle ... mehr... Microsoft, Office, Office 365 Enterprise, Workplace Analytics Bildquelle: Microsoft Microsoft, Office, Office 365 Enterprise, Workplace Analytics Microsoft, Office, Office 365 Enterprise, Workplace Analytics Microsoft

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Laut Alym Rayani, Microsoft Director für Office 365, sei es dabei zu keinem einzigen Fall gekommen, in dem Workplace Analytics dazu genutzt wurde, um Mitarbeiter auf Basis von Daten unter Druck zu setzen.

Na geh... wirklich? Na wartet's mal ab ;-)
 
@Zonediver: naja... man muss das auch "nüchtern" betrachten...
der Ldap kann schon seit "Ewigkeiten" messen wann der Mitarbeiter "am PC" ist.

=> Ich denke die digitale Welt bringt "zwangsläufig" Möglichkeiten welche höchst fraglich sind <- also ich meine Facebook IST EINE höchst fragliche Möglichkeit ^^ ...
aber auf der anderen Seite, nur weil man mit dem LKW auf nen Weihnachtsmarkt fahren ~KANN~, heißt es ja nicht, dass der LKW Grundsätzlich schlecht ist!?

> und dann auf deine Aussage zurück zu kommen: "Schuld ist nicht das Tool, sondern derjenige der es >Missbraucht<"
 
@bear7: Wenn ein Tool - Software, Werkzeug oder Waffe - die Möglichkeit bietet, dann wird sie immer ausgenutzt - gut oder schlecht - vollkommen egal.
Diese Schnüffeleien seitens MS erreichen allerdings schon fragwürdige Dimensionen...
Und Schnüffelbook benutze ich "genau aus dem Grund" NICHT.
Nur was soll ich in einer Firma machen? Sagen: Ich will das Tool ned? Gebt mir Office 2016 zurück? Ja, genau ;-)
MS mutiert zum Handlanger perfider Systeme... das lehne ich ab!
 
@Zonediver: dir ist aber schon klar, dass die Analysetools für "intern" sind...
=> nicht Microsoft oder NSA Analysiert (mit diesen Tool) DEINE Firma!
 
@bear7: Ja klar - nur MS hat das MEINER Firma an die Hand gegeben - oder anders ausgedrückt: Hätte MS das nicht hineinprogrammiert, dann könnte mich MEINE Firma nicht überwachen...
 
@Zonediver: und würde Deutschland keine Waffen nach Syrien verkaufen würde NIEMAND in Syrien erschossen werden?

Nein, wenn Firma A etwas nicht anbietet, dann macht es eben Firma B
=> und wie bereits im Artikel erwähnt, geht es ja garnicht um die Überwachung der Mitarbeiter sondern z.B. um Analyse der Workflows

Das mit dem LDAP hab ich erwähnt weil wir z.B. eine Auswertung gemacht haben was wir für Nutzungsstunden von unseren Computern haben...
also z.B. wir haben 100 Laptops und die Woche hat 50 Stunden (das sind Fiktive Werte), die Differenz der Ab- und Anmeldezeiten ergibt in 2 Wochen 7000 Stunden (statt maximaler Nutzung von 10000 Stunden)...
=> Dann weiß ich, dass die Notebooks zu 30% nicht genutzt werden, daraus folgt, z.B. für Teilzeitkräfte könnten "Multiuser-Arbeitsplätze" geschaffen werden...

Also sind solche Auswertungen in großen Firmen für eine Effizienzsteigerung essenziell <- aber natürlich kann man damit auch Feststellen wie lange EIN MITARBEITER Mittagspause macht ^^
 
Ich will hier mal wieder Äpfel mit Birnen vergleichen.
Permanent hört man von Dingen die angeblich nicht menschenwürdig sind.
Und dann soll so ein Tool legal sein?
Bsp:
Auf der einen Seite werden im ihrem Heimatland, was EU Mitglied ist, offiziell verurteilte Straftäter
nicht dort hin verbracht, weil dort die Zelle zu klein sein soll.
Auf der anderen Seite wird aber der Arbeitsplatz von Leuten in Gefahr gebracht, weil er nach wessen Ansicht auch immer, zu wenig Dokumente bearbeitet hat oder Mails zu langsam bearbeitet.
Darüber sollte man sich mal Gedanken machen und ob das sie Art von Demokratie ist in der wir leben wollen oder was es überhaupt ist.
 
@Trabant: Du überschätzt da die Wichtigkeit von Office-Suiten in Betrieben
Für die meisten ist eine Office-Suite nur Beiwerk und andere Programme
(z.B. ERP-Systeme) um Welten wichtiger.

Und z.B. ein Ingenieur wird mit Sicherheit häufiger mit irgendwelchen
Konstruktionsprogrammen (z.B. CAD) arbeiten, wie mit z.B. Excel. Eine
Office-Suite kommt da bestenfalls am Rande vor

Davon ab...ist es in der Arbeitswelt ja allgemein bekannt, dass Arbeitsplatzrechner
überwacht werden.Dass die Admins auf den Festplatten herumschnüffeln u.s.w.
Das ist alles nix Neues....weil ein Arbeitsplatzrechner eben keine Privatangelegenheit
ist, sondern ein Werkzeug das der Firma (und Arbeitgeber) gehört
 
ist aber nicht wieklich bei jeder Abteilung / Person aussagekräftig. Leute die viel telefonieren, persönlich am Platz oder sich im Internet (Browser) beruflich aufhalten kommen in der Statistik garnicht vor...
 
@skrApy: Dafür gibt es ja auch ein Lösung von MS: Link,. also das Telefonieren über ihr System, so kann man auch das auswerten.

Liebe Leute, diese Technik ist doch schon eingebaut. Jetzt habe die Vorgesetzten nur ein Tool sie auszuwerten. Bislang ist das halt bei MS passiert. Oder wie konnten sie die Berechnungen sonst vollziehen?
 
Ich bin mal gespannt wie die Deutsche Justiz darauf reagiert, und ob sich Unternehmer damit nicht Strafbar machen.

Ich weiß von einen Kollegen von einen ähnlichen Fall (nicht Microsoft), bei der diese Funktionen vorhanden waren aber "nie" genutzt wurden, die Software musste vollständig entfernt werden weil wenn nur eine Stichpunktartige Kontrolle zulässig ist und das auch nur bei Verdacht.
Die Aufzeichnung von Telefonaten oder Videogesprächen durch den Arbeitgeber / Vorgesetzten ist grundsätzlich verboten Vertraulichkeit des Wortes § 201 StGB, oder er müsst von jeden beteiligten vorab für jedes Gespräch eine Schriftliche Genehmigung einholen zur Aufzeichnung.
 
@Kribs: von einer Aufzeichnung von Telefonaten oder Videogesprächen oder gesprochenen Inhalten von Meetings ist doch hier garnicht die Rede. Ich denke das wird nicht gegen ein Gesetz verstoßen, da die Informationen auch so verfügbar wären, nur Workplace sammelt sie zu einem Punkt zusammen.
 
@skrApy: Zweiter Absatz, letzter Satz,
"Dazu ermittelt Workplace Analytics etwa die durchschnittlich in Besprechungen verbrachten Stunden, die Anzahl von Terminen und wie stark Mitarbeiter per E-Mail oder über Meetings miteinander interagieren."

Zur Betonung,
"… oder über Meetings miteinander interagieren.",

4 Absatz,
"Damit können Mitarbeiter Daten aus Emails, Kalender, Dokumenten und auch von Skype automatisch auswerten lassen ..."

Zur Betonung,
"und auch von Skype automatisch auswerten lassen ..."

wie soll eine Software das können ohne es Aufzuzeichnen?
 
@Kribs: ja aber die emails/kalender/Dokumente sind auch Eigentum der Firma, also was spricht dann dagegen ? Man darf das hier nicht mit dem Privatrecht verwechseln.
 
@skrApy: Es geht nicht um Privatrecht, sondern um die Rechte der Mitarbeiter, da ist eine Überwachung eine Überwachung egal wozu sie genutzt wird.
Das Betriebsverfassungsgesetz (höchstes Recht in D. Nach dem GG) legt dort eindeutige und massive Schranken.
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