Lebensretter: Experten fordern intelligent gesteuertes Tempolimit

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert mit Nachdruck: Deutsch­land muss endlich ein Tempolimit auf Autobahnen einführen. Die Maß­nahme sei unabdingbar, um Schwerverletzte und Verkehrsunfalltote zu vermeiden. Wichtig sei dabei eine ... mehr... Auto, Unfall, Schaden, Blechschaden Bildquelle: Pixabay Auto, PKW, Unfall, Schaden, Blechschaden Auto, PKW, Unfall, Schaden, Blechschaden Pixabay

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Wenn man wirklich weniger Tote haben will muss man den Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit geben ohne große Hürden die anzuzeigen die sich absolut unzurechnungsfähig auf deutschen Straßen verhalten. Aber das ist in Deutschland fast unmöglich.
Wir sollen als fortschrittliches Land weiter für zukunftsweisende Ideen und Freiheit stehen, nicht für historische Geschwindigkeitsbegrenzungen aus der Zeit des frühen Automobilverkehrs. Die Richtgeschwindigkeit ist der beste Kompromiss.

"mit besonderer Begründung ermöglicht werden"
Es war in Deutschland eigentlich immer Konsens das die Geschwindigkeit nur mit besonderer Begründung gesenkt werden solle. Alle Autobahn abschnitte Deutschlands die es benötigen haben sowieso bereits Begrenzungen.
 
@Alexmitter: come on, wir arbeiten gerade hart gegen die Corona-App, wegen Datenschutz und so und du willst jetzt eine Komplettüberwachung auf Autobahnen einführen mit dem berühmten deutschen Blockwart? Lass doch bitte jedem selbst die Freiheit, bei welcher Geschwindigkeit er sein Auto noch beherrscht. Und wenn jemand mit Tempo 300 von einem anderen nicht umgehen kann, dann soll er Landstraße fahren.
 
@Robin01: Leider gibt es einen großen Unterschied zwischen "gefühlt beherrschen" und tatsächlich beherrschen.
 
Wenn es eine Maximalgeschwindigkeit gibt, dann aber auch eine Minimalgeschwindigkeit und die muss genauso geblitzt werden. Immer wieder dieser nervige Vorstoß. Wenn die Autobahn leer ist gibt es keine sinnvolle Begründung wieso ich da mit 130 langschleichen soll. Wer auf einer vollen Autobahn meint er müsste schnell fahren und drängeln hat einfach nicht alle Latten am Zaun.
 
@donald2603: Exakt so sehe ich das auch. Noch schlimmer als Raser sind Schleicher. Die dadurch provozierten Überholvorgänge tragen erheblich zur Gefahr im Straßenverkehr bei, was aber nicht bedeuten soll, dass ich hirnloses Rasen, was man ja auch öfters beobachten kann, gut heiße.
Aber ich fahre auch gerne mal schnell, wenn es die Situation zulässt.

Ich bin mir sicher, dass diese ständigen Vorstöße mit der Geschwindigkeitsbegrenzung etwas mit den Elektroautos zu tun haben und nicht, wie so gerne behauptet wird, um die Umwelt zu schützen durch die Kraftstoffersparnis.
Wenn es kein Elektroporsche oder -tesla ist, dann gurken die nämlich mit 130-140 Spitze auf den Autobahnen rum und selbst wenn es theoretisch schneller ginge, macht man lieber langsam, um Batterie zu sparen.
 
@Aloysius: "[...] wenn es die Situation zulässt." + "[...] Schleicher. Die dadurch provozierten Überholvorgänge [...]" -> Finde den Fehler.
 
@Aloysius: Das ganze hat wenig mit den Elektroautos zu tun mMn. Viel mehr kontrolliert werden müsste: Mindestabstand und das Rechtsfahrgebot. Wer sich auf der Autobahn als Mittelspurschleicher damit heraus redet, das er sich beim rechts einscheren und erneutem Überholen unsicher fühlt, hat auf der Autobahn nichts verloren. Wenn ich Sonntags auf einer AB Brücke stehe (dreispurig) und sehe wie viele Autofahrer einfach stur auf der Mittelspur fahren, das ist schon nicht mehr feierlich. Zumal die rechte Spur komplett frei ist.
 
@skyjagger: Das Ganze hat was mit Kapitulation vor der immer weniger präsenten Autobahnpolizeit zu tun. Die Behörden haben immer weniger Leute im aktiven Dienst, die die bestehenden und durchaus sinnvollen Rechtsgrundlagen umsetzen können. Daher versucht man nun dem gegenzusteuern und das "virtuelle" Drohpotential an allen Ecken und Enden zu erhöhen. Zusammengefasst: Je weniger Polizeit, desto drakonischer die Strafen. Beispiel ist auch die aktuelle Verschärfung des Bußgeldkataloges.
 
@Aloysius: Schleicher sind NERVIGER wie Raser, aber nicht gefährlicher! Sie überholen nicht rechts, überholen nicht in Schlangenlinien und durchsuchen nicht deinen Kofferraum - selbst wenn du bei 180 oder mehr bist!!
 
@McClane: Dafür fahren viele von denen einem ganz gerne vor die Nase, vorzugsweise auch ohne den Blinker zu benutzen. Das Problem mit denen ist weniger die Geschwindigkeit, es ist deren unsichere Fahrweise. Erfahrene Fahrer bzw. einfach Leute, die überhaupt in der Lage sind ihr Fahrzeug zu beherrschen und auf Geschehen auf der Straße korrekt und schnell zu reagieren, wirst du unter denen nur selten finden.
 
@Link: Unter den Schnellfahrern hast du aber ebensoviele Leute, die nicht in der Lage sind, ihr Fahrzeug zu beherrschen, und die auch nicht schnell und korrekt reagieren können. Viele von denen haben einfach nur Glück, dass es nur arg selten wirklich brenzlig wird - und dass ANDERE ihre Fehler weitgehend kompensiren und schlimmeres verhindern.
Erkennt man u.a. daran gut, wie dicht sie auffahren und ob sie vorausschauend genug sind, auch zu sehen, dass vor ihnen die ganze linke Spur voll ist, statt ihren direkten Vordermann zu drängeln, der weder selber schneller kann noch in die noch vollere Mittelspur kann und will.
 
@donald2603:
"wieso ich da mit 130 langschleichen soll."

Da gehts schon los. LKWs fahren alle 80. Die meisten Kleinwagen will man nicht mit über 130 fahren, da die dann laut wie die Hölle werden und ordentlich Sprit fressen.

130 ist nicht schleichen. Nicht mal Tempo 100 ist schleichen, sofern man damit nicht eine LKW-Kolonne auf einer zweispurigen Strecke überholt.
 
@TomW: Es ist völlig in Ordnung das jeder ein anderes Gefühl von Geschwindigkeit hat. Es ist eben ein Gefühl. Für manche ist eben 100 und 130 schon schnell. Wenn ich auf einem freigegebenen Autobahnstück 210 fahre (mehr geht bei meiner Karre nicht) und dann in einen 130er Bereich komme und natürlich dann so um die 130 fahre, kommt einem das unglaublich langsam vor. Aber du hast natürlich recht, je besser dein Wagen isoliert ist, desto weniger hörst du den Wind und du merkst das wenig. Im 1991 Passat meiner Mutter ist 100 so laut wie 190 bei mir. Ihr fällt das meist gar nicht auf das ich so schnell fahre.
 
@TomW: Hm, er sagt ja nicht die Mind. Geschwindigkeit soll über 130 liegen. LKWs und Klapperkisten dürfen gerne weiter 80 fahren, um die geht es gar nicht.
Mit nem normalen Auto auf ner beidseitig 4 spurigen Autobahn wo über 50km lang absolut nichts kommt, ist 100 und auch 130 schon schleichen und wird auch von nichtRasern leicht übertroffen.
 
@TomW: LKW ist kein Maßstab - die wiegen ein zig-faches von einem PKW, ein völlig anderes Fahr- und Bremsverhalten.

Kleinwagen die höllisch laut werden bei 130 und mehr - ähm - das war vor 25 Jahren so. Wobei selbst der erste Renault Twingo (1993) bei 150 noch leise genug war, das man sich ziemlich normal unterhalten konnte/ das Radio nicht auf Anschlag drehen musste.

Wenn man es eilig hat, oder wenn man schnell fahren möchte einfach aus der spaß an der Freud - ist 130 nicht schleichen - das kann wie stillstand sein :D!
BEDINGUNG - absolut leere 2 spurige AB (selten) oder eine wenig befahrene 3 oder mehr spurige AB; bedeutet: sichere Verkehrslage; - dann sollte man das auch fahren dürfen.
Wenn man es so handhabt, sehe ich keinen Grund meine Pferdchen nicht laufen zu lassen.

Mehr Zwang sorgt nur für mehr Gesetzesverstöße in der Umgehung der Sperren (was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass alle Gesetzte nonsens sind!!)
 
@McClane: "Kleinwagen die höllisch laut werden bei 130 und mehr - ähm - das war vor 25 Jahren so. "
Mein Audi 80 wird dieses Jahr 30 und der wird höllisch laut bei 180 (mehr geht nicht). Aber lange kannst so eh nicht fahren, da wirst arm^^
 
@MrKlein: Ein Audi 80 war damals kein Kleinwagen und ist es auch heute nicht.
 
@Drachen: Und trotzdem wird er höllisch lauft, sobald man über 160 fährt und für 180 muss man ein paar Minuten Vollgas fahren ;)
 
@McClane: Strafen wie in der Schweiz, dann hat sich das mit den Gesetzesverstößen ganz ganz schnell erledigt.
 
@donald2603: Die gibt es doch! Rechte Spur mindestens 60, und alles links davon mindestens 90!
 
Ein Verein mit 200 Mitgliedern(davon 53 Mitarbeiter) fordert etwas. So, so ....
Wir haben schon einen Verein der gerade fordert und ganze Städte verklagt und beruft sich dabei auf fragwürdige Messmethoden, die trotz Shutdown völligen Nonsense messen.
Vereine sollten sich um ihre Schrebergärten kümmern, nicht um den Verkehr!
 
@Tomelino: Richtig so. Bitte das den Profis überlassen. Klagen gegen den Staat sollten nur noch durch die Regierung durchgeführt werden dürfen.
 
@Tomelino: Erzähl das dem Technischen ÜberwachungsVerein alias TüV!
 
@Tomelino: ich würde vorschlagen, Du schaust Dir mal die Mitgliederliste an und überlegst Dur dann nochmals Deine Beschreibung"so ein Verein..."
https://www.dvr.de/dvr
;-)
 
Mir würde schon eine flexible Erkennung reichen ... man fährt bei uns stellenweise 130 km/h dreispurig, obwohl es fast nie ausgelastet ist. Und danach wird es zweispurig unbegrenzt. Ich würde eine Verkehrsaufkommen- und Witterungserkennung begrüssen. Für mich ein Wahnwitz bei total leerer Autobahn dahinzukriechen. Ist die Autobahn voll, reguliert sich zudem der Verkehr doch meist von selbst.

Viele Unfälle passieren doch nicht nur wegen überhöhter Geschwindigkeit, sondern wegen einem Sekundenschlaf, welcher mich mit 120 - 130 fast immer nach längerer Zeit überfällt.

Wenig- oder Wochenendfahrer, generell Unsichere oder Ökos haben hierzu meist eine lautstarke Gegenmeinung, aber warum analysiert man nicht mal wie viele Kilometer jemand schon gefahren ist oder wie oft jemand schon ein Unfall verschuldet hat?
Ich will nicht mal Rasen schönreden, aber von annehmbareren Alternativen wie 150-170 km/h wird noch nicht mal im Ansatz gesprochen.

Sollte die Begrenzung kommen weiß ich genau wie es sein wird:
130 erlaubt, aus Angst vor den Blitzern fährt der Vorderste der Schlange mit 120 km/h und man tritt nicht mal kurz auf das Gas um einen LKW zu überholen. Also schleicht die Kolonne vor sich hin.
Ähnliches erlebe ich schon tagtäglich mit 40 km/h durch die Stadt auf frei einsehbaren Straßen einseitig nahezu unbebaut zwischen zwei Orteilen, obwohl 50 km/h erlaubt ist. Oder auf der Landstraße tuckert man mit 80 km/h dahin.

Ich weiß aber warum man das alles will:
Den Elektrokisten geht ab 130 km/h ziemlich schnell die Puste bzw. Reichweite aus und man will diesen Unsinn unbedingt gepusht wissen. Zur Hölle mit Greta und ihren Jüngern!
 
@Postman1970: Ja Mann, exakt.
 
@Postman1970: "Viele Unfälle passieren doch nicht nur wegen überhöhter Geschwindigkeit, sondern wegen einem Sekundenschlaf, welcher mich mit 120 - 130 fast immer nach längerer Zeit überfällt."
Sollte dies tatsächlich der Fall sein, solltest Du Deinen Führerschein freiwillig abgeben.
 
@Bengurion: Ironie muss man erkennen können ;-)
Grundsätzlich fahre ich lieber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder meist schneller wie die Richtgeschwindigkeit, wenn es geht. Dann ist man generell durch die gezwungene Aufmerksamkeit und das Adrenalin konzentrierter. Vor allem bei weiteren Strecken.

LKW Unfälle passieren auch oft nur neben irgendetwas anderes nebenher tun durch den Geschwindigkeitsassistenten und dem dadurch bedingten ewigen gleichmäßigen Fahren.
 
komisch ist ja, Die die Tempolimit haben, haben3x soviel Tote (*)
 
@DIZA: genau diesen Einwand hätte ich auch gebracht. Man solle einfach mal in die Länder schauen, welche bereits ein Tempolimit haben. Da sieht die Statistik viel böser aus als in DE. Der mMn einzige Weg (welchen es so schnell nicht geben wird) wäre die komplette Automatisierung des Verkehrs und das Abschaffen der Fussgänger im Bereich der Fahrwege. Denn selbst wenn alle Fahrzeuge autonom fahren würden, gäbe es dämliche Fussgänger welche unvorsichtig über die Fahrwege laufen.
 
@skyjagger: Dieser Einwand ist aber falsch, zeigt er doch bloß, wie falsch man Statistiken lesen kann.
 
@DIZA: Dazu kommt - was interessieren andere Länder? Wenn die alle von der Brücke springen, sollen sie doch! Meine Eltern haben schon früher gesagt, wenn ich ankam mit "...aber die anderen..." - Wir sind aber nicht die anderen" :D
 
Das Tempolimit wird nie kommen. Das ist für den Deutschen genau das, was für den Ami seine Waffen sind.
 
@TomW: Schau Dir die Mitgliederliste des VSR an. Damit ist das Tempolimit quasi bereits beschlossen.
 
Interessant ist die Aussage: "eine akribische Prüfung der Sachlage vorausgegangen." - Nur gibt es gar keine Erfassung solcher Daten. Es wird bei Unfällen zwar als Ursache "nicht angepasste Geschwindigkeit" angegeben. Das bedeutet aber NICHT, dass jemand schneller als erlaubt gefahren ist. Das gilt zum Beispiel auch, wenn jemand bei Nebel mit 80 km/h in ein Stauende fährt, bei Regenguss mit 100 km/h durch Aquaplaning einen Unfall baut. Beides wäre unter den geforderten 130 km/h. Da hätte also eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 130 nichts gebracht. Wenn sie also mit erfundenen Tatsachen ihre Forderungen begründen, dann fragt man sich doch wessen Geld die genommen haben.
 
@Nunk-Junge: Dazu kommt noch ein Punkt, oder besser zwei. Der eine, unachtsame Verkehrsteilnehmer, welche ohne in den Rückspiegel zu schauen die Fahrspur wechseln und die, die rücksichtslos die Fahrspur wechseln. Der andere soll doch gefälligst Bremsen wenn ich die Spur wechsel.
 
@Nunk-Junge: Es gibt diesen Gummiparagrafen in der Verkehrsordnung, der aussagt, dass man seine Geschwindigkeit den Umständen anpassen soll. Wird aber gerne genommen als Grund arme Verkehrsteilnehmer wegen ein bisschen Regen die Schuld an einem Unfall aufzubrummen. Meist passiert der Unfall aber nicht wegen unangepasster Geschwindigkeit sondern mit unangepasster Geschwindigkeit. Aber sowas schreibt natürlich keiner in den Unfallbericht, weil dank des Gummiparagrafen die Schuld immer demjenigen zugeschoben werden kann, der laut Meinung der da oben zu schnell gefahren ist.
 
Lohnt sich für die diejenigen, welche uneinsichtig sind die Verkehrsregeln zu beachten.
 
Es wurde schon von vielen Stellen bewiesen das ein Tempolimit nichts bringen würde.
Im Gegenteil, es würde auf vielen Strecken zu noch mehr Stau führen und somit auch zu mehr Unfällen.

In anderen Ländern wurde teilweise festgestellt das auf Strecken wo das Limit angehoben wurde, die Unfälle und auch Tote abgenommen haben.

Wie schon geschrieben wurde, wird oft unangepasste Geschwindigkeit angegeben, da ist aber nur selten über 130 sondern eher in Baustellen oder aufgrund der Witterung.

Was wirklich helfen würde wären mehr Fahrspuren, weniger Baustellen und weniger Autos auf der Straße.
Bspw. durch Förderung von Home Office und halbwegs funktionierenden Öffentlichen Verkehr.

Aber das würde ja alles Geld Kosten.
Ein Tempolimit kostet nur neue Schilder und man kann noch mehr Blitzen.

Wir als "Autoland" fahren gerade in eine Einbahnstraße und Schuld sind vor allem die alten Damen und Herren aus Berlin, die hinten Platz nehmen und sich fahren lassen.
 
@crazyus: Das mit dem Home Office sind auch meine Gedanken.
Man sollte das Problem des vielen Verkehrs schon viel früher packen, denn wenn die Verwaltung weg aus dem Verkehr wäre, hätten wir einiges weniger an Staus und auch dem Umweltschutz wäre gedient.

Aber da waren die verbohrten Chefs mit gelebtem "Kontrollzwang" bislang noch zu misstrauisch, auch wenn duch Corona die Kruste langsam aufgebrochen hat. Zudem scheut der Arbeitgeber die Heimarbeitsplatzzulagen und zu genau zu regelnden Betriebsvereinbarungen mit Rechten und Pflichten von beiden Seiten.

Viele Arbeitnehmer wollen dies auch nicht, da der zwischenmenschliche Kontakt oder ganz banal der Platz zu Hause oder die strikte Trennung zwischen Privatleben und Dienst fehlt.
 
@crazyus: Ich sehe noch ein paar andere Gründe: Wurden nicht gerade die Tempo-Grenzen für Bußgelder wegen "Speeding" drastisch heruntergesetzt ? Und gerade auch die anlasslose Grenze außerhalb von Ortschaften (auch Autobahnen) ist der Hammer.

Nun muß nur noch alles, was noch nicht limitiert ist, auf 130 begrenzt werden und ruck zuck ist man ganz schnell ein Krimineller und löhnt richtig ab. Ich selber fahre selten mal schneller als 130, aber wenn der Schuh mal drückt, dann möchte ich bei entsprechender Verkehrslage auch mal mit 180 über die Autobahn bügeln. Da fährt man dann locker mal die 5 Minuten raus, die an der Fähre fehlen würden um nicht erst die nächste 20 Minuten später nehmen zu müssen. Aber dann würde ich ja gleich ein Krimineller sein, und darauf habe ich echt keinen Bock. Sind die Leute, welche die Autobahn benutzen nicht mehr mündig genug - muss alles vorgeschrieben werden ?
 
@crazyus: Dieser Kommentar enthält eine Menge Fake-News.
Einen solchen "Beweis" in Bezug auf Unfalltote, Unfallopfer, Umweltbelastung, Lärmentwicklung hat es noch nie gegeben, wie denn auch.
Studien zur optimalen Geschwindigkeit im Hinblick auf den Verkehrsfluss dagegen gibt es zuhauf.
Diese beiden Punkte nur mal als Beispiel für die Fake- News.
 
@crazyus: "Es wurde schon von vielen Stellen bewiesen das ein Tempolimit nichts bringen würde."
Falsch. Es würde tatsächlich weit weniger bringen als oft beschworen, da wie schon weiter oben erwähnt viele Unfälle weit unterhalb der Richtgeschwindigkeit passieren. Allerdings reduziert es die Schwere der Unfälle, denn die geht i.d.R. mit dem Tempo drastisch rauf. "nichts bringen" ist also nachweislich falsch.

"Im Gegenteil, es würde auf vielen Strecken zu noch mehr Stau führen und somit auch zu mehr Unfällen."
Auch das ist nicht korrekt: es gab vor Jahren mal Untersuchungen, Experimente und Berechnungen zum maximalen Verkehrsdurchsatz je nach Geschwindigkeit. Ist lange her, das optimale Temopo war meiner Erinnerung nach irgendwo um die 125 oder so. Höhere Tempi reduzieren den Durchsatz wegen der exponential steigenden Bremswege und damit der nötigen größeren Sicherheitsabstände wieder.
Und diese Studien gingen, wenn ich mich richtig erinnere, von gleichmäßigen Geschwindigkeiten aller Fahrzeuge aus - bei verschiedenen Tempi geht der Geschwindigkeitswert für den maximalen Durchsatz nochmal nach unten.

Ich persönlich wäre für ein 150er oder evtl. auch 160er Limit. Der Durchschnittswert des tatsächlich gefahrenen Tempos pendelt seit Jahren um die 120 herum, zumindest in ruhigen Zeiten geht aber noch etwas mehr, ohne die Sicherheit unnötig einzuschränken.

LIeber mehr Zivilstreifen auf die Autobahn schicken und deutlich stärker auf Abstände und Rechtsfahrgebot achten, dazu innerorts wie außerorts auf rechtzeitiges Blinken .... dürfte auch viel bringen, kostet aber halt auch mehr.
 
Das Problem sind hirnlos aufgestellte / vergessene Schilder, und wirklich krankhaft übertriebene Tempolimits die ein Autofahrer zum verzweifeln bringen können. Dann sollte es auch Strafen für nicht zu rechtfertingende Tempolimits und vergessene vorübergehende Straßenschilder geben!

Diese massive vollkommen verblendete Bevormundung von Geschwindigkeitslimits, (gegen die bei Sicherheitsrelavanz nix) einzuwenden ist, jedoch aus meiner Sicht 80%, in KEINSTER WEISE ZU RECHTFERTIGEN sind führen dann dazu dass man erwischt wird. Ich find das einfach nur krank welch massiv bekloppten Menschen andere Menschen Bevormunden dürfen, und sei es nur zur Schikane und Geldmache. Beispiele gibt es hierfür genug. Nicht mal hauen darf man die!

Langsame Geschweindigkeiten erhöhen die Ermüdungsunfälle dramatisch! In einem Selbstversuch bin ich mal bewusst die A9 (Richtung Münschen) mit nur 130 Kmh gefahren, einfach mal um Spritt zu spaaren. Nach bereits 150Km bin ich so ermüdet, das ich das nicht mehr vor mir verantworten wollte. Auf dem nächsten Parkplatz konnte ich jedoch auch nicht schlafen weil ich dafür wieder plötzlich zu wach war. und führe dann frustriert meine Reise fort jedoch mit meiner Langstrecken-Lieblingsgeschwindigkeit von 150 - 180 weiter, und war augenblicklich wieder normal wach und gut gelaunt.

Ich versteh Tempolimits, aber was auf unseren Straßten teilweise abgeht, ist einfach nur krank und Schikane der Autofahrer, in Verbindung mit noch härtern Strafen, und wenn ich von noch mehr Limits lese, bin ich echt einfach nur überfordert und empfine nur noch reine Verachtung für das Gesetz. Wieso gibt es dann auch keine Strafen für Baustellen, die in einer Woche erledigt sein können aber 1 Jahr Dauern und fast ein Stadteil lahmlegen? (Und dann Straßensweise Kleingeschäfte schließen müssen!!!) Für mich ist aufgund dieser gesammt- Charakteristik offensichtlich, das es geht nur ums Abmelken der Verkehrsteilnehmer geht und nichts anderem, größtenteils mit irgendwelchen Alibi-Gründen belegt. (Siehe hier auch die Stadt München, die bei Parkplatzmangel nochmals Parkplätze abbaut, um noch mehr "falsch Parker Rowdies" abmelken zu können, zufälligerweise zeitgleich mit dem Pleite-Stand der Stadt München- natürlich hat das Methode, und ist überall so, weshalb mir dann auch Keiner mehr mit angeblichen Argumenten kommen muss. Vonwegen Verkerhssicherheit der Steuerzahler.
 
@irgenwerhalt: hübsches Märchen, danke für die Unterhaltung.
 
Also ich wäre für intelligentere Politiker...die Ihr Hirn (soweit vorhanden) einfach ausschalten wenn es zu abstrus wird...oder ohne Sinn, Verstand und Wissen etwas beschließen wollen.
 
130 ist so ne Grenze die akzeptiert ist ( bei wem eigentlich ) wird aber im Endeffekt wenig ändern. Solange es immernoch Verkehrsteilnehmer gibt die eine andere Geschwindigkeit fahren.

Bitte daher max. Geschwindigkeit 80 km/h wie bei LKW, dann autonome Autos voran bringen, die bei gleichbleibender Geschwindigkeit von allen Teilnehmern sehr viel weniger Probleme bereiten.

Und schon läuft es mit dem Technologiestandort Deutschland.
 
@Balder: Würden nur noch autonome Autos fahren, könntest du auch 300 erlauben. Wie du gesagt hast, es kommt eigtl nur auf die gleichbleibende Geschwindigkeit aller Teilnehmer an. Diese kann beliebig hoch sein. Wenn alle so schnell fahren, kann schließlich auch keiner jemandem auffahren.
Der Crash, bei dem Auto A mit 40 km/h in B mit 30 km/h rein fährt, ist nicht harmloser als wenn A mit 210 km/h in B mit 200 km/h fährt. Es kommt ja nur auf die Differenz an.
 
@Balder: Du hast natürlich recht! Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 120, damit ist DAS die akzeptierte Geschwindigkeit und keine wahnwitzigen 130 ...
 
Einmal abgelehnt, wird es immer wieder gefordert. 1000 mal gefordert und 999 mal abgelehnt, wird es unweigerlich eingeführt. So funktioniert unsere Demokratie.
 
@Der_da: Mit der Entscheidung des VSR ist es quasi schon eingeführt. Und das ist auch sehr gut so.
 
@Bengurion: Gut für wen?
 
@der.ens: Insbesondere für diejenigen, die dadurch nicht ihr Leben verlieren werden.
 
Bei der Statistik steht was von Tote pro Unfälle blabla 2011-2013, also etwas älter. Es steht aber nicht, wieviel tötliche Unfälle durch schnelles fahren auf freigegebenen Abschnitten und wieviel durch zBSP LKWs am Stau-Ende passieren. Doch wieder nur links-grüner Populismus? Oder wer steckt da tatsächlich dahinter?
 
@der.ens: naja, linksgrün trifft es diesmal nicht, nicht einmal Populismus. Andererseits sind natürlich auch die ganzen Beschreibungen Quark, denn ein solches Tempolimit wird die Anzahl der Unfälle gar nicht so arg reduzieren.
Aber es würde den zahlenmäßig kleinen Anteil der Hochgeschwindigkeitsunfälle drastisch senken und das sind die mit den schwersten Folgen. Grob vereinfacht: Zusammenstoß bei Tempo 15 (auf dem Supermarktparkplatz) bedeutet i.d.R. nur leichte Dellen, bei Tempo 50 häufig Werkstattbesuche und ggf. leichte Personenschäden, bis über 150 hinaus dann regelmäßig Totalschaden an den Fahrzeugen und mehrere Tote oder Schwerstverletzte, dazu größere Schäden an der Infrastruktur, beginnend bei Leitplanken und Beschilderung bis hin zu Brückenpfeilern und Gebäuden. Die eher kleine Zahl der Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten ist in jeder Hinsicht überproportional teuer, u.a. auch bei Menschenleben.
Mit Tempolimits kann man daher die Zahl der Verkehrstoten spürbar reduzieren, aber die Unfallzahlen nicht so sehr.

Praktisch nicht zu beziffern sind noch indirekte Schäden durch erhöhten Schadstoffausstoß bei höherem Tempo und erhöhte Abnutzung von Fahrzeugen und Straßen, ebenso Gesundheitsschäden durch Lärm.
Besser ermittelbar wären dagegen wiederum entgangene Einkünfte durch Wohnungen entlang von Verkehrsstrassen (mehr Lärm -> weniger Interessenten -> weniger Miete) bzw., um das zu reduzieren, Zusatzkosten für umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen.
Mit etwas Fleiß könnte man sogar die zusätzlichen Kosten für Straßensperrungen, Unfallursachenermittlung (gerade wenn es Tote gab), für die Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettung (je schwerer der Unfall, desto häufiger muss auch ein Heli Schwerverletzte zügig abholen) ermitteln und zumindest auch die Kosten für andere Verkehrsteilnehmer durch Umwege und Verspätungen einigermaßen grob kalkulieren .... we gesagt sind die zahlenmäßig wenigen Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten _vielfach_ teurer für Gesellschaft und Steuerzahler als die durchschnittlichen Landstraßenunfälle, von Unfällen in Städten bei i.d.R. unter 50 km/h ganz zu schweigen.

So ein Tempolimit ist letztlich eine sehr reale und große wirtschaftliche Anforderung. Bisher werden lediglich viele dieser Kosten ganz anders verbucht und eben nicht als primär verkehrsbedingte Kosten, weswegen sie vielerorts gerne ausgeblendet und vergessen werden.
 
Das große Problem sind die ganzen LKW, die meinen unbedingt 90 fahren zu müssen, und wenn einer 89 fährt, muss dieser unbedingt über Minuten lang überholt werden.
130 auf Autobahn halte ich persönlich zu viel, warum nicht wie in Holland, das reicht vollkommen und alle kommen viel entspannter ans Ziel. Auch innerhalb von Ortschaften muss unbedingt etwas getan werden, vor allem an Schulen und Kindergärten muss Schritttempo zur Pflicht werden.
 
Nur blöd dass die Unfälle auf den Autobahnen seit Corona signifikant abgenommen haben und das trotz deutlich gesteigerter Grundgeschwindigkeit. Es scheint also eher eine Überlastung der AB Grund für Unfälle zu sein und nicht die Geschwindigkeit.
Ginge es der EU wirklich darum die Unfälle massiv zu senken dann würde sie verbieten dass sich LKW ohne Abbiegeassistent in der Stadt aufhalten dürfen. Dann würde sie auch verordnen dass Leitplanken in Gefahrenstellen von Alleen oder generell Landstraßen vorhanden wären, dann könnte man auch darüber nachdenken z.b. durch Angleichen auf 90kmh LKW und PKW in bestimmten Bereichen auf ein gemeinsames Tempo zu bringen. Da könnte das Drosseln der PS Leistung für Fahranfänger eine Option sein usw. usw.
 
@Frankenheimer: Es wäre schon einmal uns allen geholfen wenn die LKW tatsächlich die 50m Abstand einhalten würden. Dann im 2ten Schritt muss ständig das Rechtsfahrgebot überprüft werden, wegen diesen Trotteln die mit 100 in der Mitte fahren passiert doch der meiste Mist.
 
"Deutsch­land muss endlich ein Tempolimit auf Autobahnen einführen. Die Maß­nahme sei unabdingbar, um Schwerverletzte und Verkehrsunfalltote zu vermeiden."
Also die "fast" täglichen Toten auf der A12 sind nicht mit erhöhter Geschwindigkeit zu begründen (es sind nur 120 erlaubt wegen der polnischen Grenze) sondern eher weil die LKW Fahrer kein Abstand halten und dann bei einem Stau ungebremst auffahren. Dazu vermehrt eingeschlafen und Telefon oder anderes was ablenkt am Steuer. Wegen zu schnell ist in den letzten Jahren hier keiner gestorben......
 
Wenn man endlich mal die Geschwindigkeitsbegrenzungen digitalisieren würde dann könnte man das je nach Verkehr anpassen.
Ist viel Verkehr dann runter mit der Geschwindigkeit, ist der Verkehr wenig oder gar keiner dann rauf mit der Geschwindigkeit, bzw. ganz aufheben.
So wäre jeder zufrieden. Aber unsere Politiker kennen keinen Mittelweg. Aber wie sollen die auch was davon verstehen. Die sitzen hinten im Auto während sie durch die Gegend gefahren werden.
 
Ich kann auf der Grafik da oben keinen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsbegrenzung und Todesfällen erkennen. Norwegen hat mit seinen lächerlichen Tempolimits (eigentlich bis 110, je nach Strecke) die gleichen Todesraten wie Deutschland, welches nur von wenigen unterboten wird.
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