Altes Frittenfett von McDonalds ersetzt teures Kunstharz für 3D-Drucker

Altes Frittenfett eignet sich hervorragend, um extrem teure Materialien für 3D-Drucker zu ersetzen. Das haben Forscher herausgefunden, deren Budget zu knapp kalkuliert war, die aber zufällig das passende Labor-Equipment zur Hand hatten. mehr... Fast Food, Pommes, Frittieren Bildquelle: Pixabay Fast Food, Pommes, Frittieren Fast Food, Pommes, Frittieren Pixabay

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Das Rentenfett?
 
Na, das nenne ich mal Wiederverwertung. Aber wie zur Hölle kommt man auf die Idee, die molekuläre Struktur von altem Frittenfett zu untersuchen?! :D
 
@Mordy: Kramen wir doch mal ein paar Klischees hervor: Ein paar Studenten haben abends beim Frühstück bei McDonalds eine Schnapsidee... :D
 
@gutzi4u: Da muss aber tatsächlich Schnaps im Spiel gewesen sein. Aber ich finde die Idee gut - vor allem angesichts der deutlich besseren Umweltverträglichkeit.
 
@Mordy: Ich schätze es gibt eine Datenbank für Universitäten wo alle Strukturen jegliche Stoffe auf diesem Planeten hinterlegt sind. Ich denke auch das man als Wissenschaftler einfach sowas weiß was ähnlich ist und dann dort in dieser DB nach vergleichbaren sucht und findet. Ist nur eine Vermutung meiner seits aber es wäre schon dumm wenn es sowas nicht gibt. :)
 
@Odi waN: Altes Frittenfett besteht aus ziemlich gesättigten Triglyceriden, also Verbindungen aus Fettsäuren und Glycerin. Dann kommen noch die Vercrackungsprodukte dazu, die beim Erhitzen nach und nach entstehen, z.B. Acrylamid. Somit hat man schon eine Ahnung, was einen erwartet.

Dann kommen moderne Analyseverfahren ins Spiel, die die Zusammensetzung der restlichen Komponenten in dem Gemisch aufklären. Und schon weiß man Bescheid ;-)

Aber ja, es gibt auch Datenbanken, z.B. die von Chemical Abstracts (CAS).
 
@Mordy: Ich denk mal die Struktur von altem Frittenfett wurde spätestens da analysiert, als klar war das ein Diesel damit fahren kann.
 
Klingt so lohnend wie Tesafilm als Datenspeicher....
Braucht und wird keiner nutzen... aber man KÖNNTE ^^
 
@McClane: Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Tesa-Film ist anfällig für Beschädigungen und zudem noch langsam zu beschreiben/auszulesen. Das Frittenfett scheint jedoch stabil und für den Einsatzzweck geeignet zu sein - und das zu einem hoffentlich erschwinglichen Preis. Dass man daraus keine Beinprothese drucken kann, sollte jedem klar sein.
 
@Massaka01: Sinn nicht verstanden, 6, setzen ;)
Keiner wird Tesafilm als Speicher einsetzen und niemand wird das Fett aufarbeiten.
 
@McClane: "Keiner wird Tesafilm als Speicher einsetzen und niemand wird das Fett aufarbeiten."
Wenn es Praxistauglich ist, hat MCD ein neues Geschäftsfeld, sie wären also dumm das nicht zu tun.
 
ob das was dann da aus den 3d drucker kommt nach ranziger pommesbude riecht?
 
@stf: Nur, wenn du es in der Sonne leigen lässt :-D
 
"[..] sind die Gegenstände aus dem alten Öl auch kompostierbar und damit besonders umweltfreundlich."
Daraus stellt sich eine entscheidende Frage: Wie lange und unter welchen Bedingungen ist das gedruckte haltbar, formstabil?
 
@gutzi4u: größtest problem ist meist UV beständigkeit und wie gut verträgt das Material Feuchtigkeit oder gar direketen Wasser kontakt
PLA besteht z.b. aus Maisstärke und ist umweltfreundlich,
im gegensatz zu ABS ist es leicht zu verarbeiten da niedrigere Temperatur zum schmelzen notwendig, verzieht sich nicht oder kaum beim abkühlen und ist sogar härter (bei raumtemperatur)
nachteile: es wenn es bricht splittert es ganz gerne, mag keine direkt UV strahlung und Wasser ist auch ein NO-NO
 
@1O1_ZERO: Mit PLA und ABS kenn ich mich aus. Mir ist dabei der Hinweis auf "kompostierbar" noch nicht untergekommen. Daher meine Frage.
 
Was passiert denn mit dem Öl, außer das Dreck reinkommt, der ja wieder rausgefiltert wird? Oder anders: Wieso nicht frisches Frittenfett?
 
@DRMfan^^: Weil das benutzte sicherlich einen Einkaufspreis von 0 Cent hat, da die Burgerläden das normalerweise ja gegen Geld entsorgen müssten, was sie sich so sparen können.
 
@DRMfan^^: Wenn McD oder BK das spitz kriegen wird es sicherlich was kosten, aber so hat es auch den Vorteil, dass man für den 3D-Druck keine neuen Raps-(oder was auch immmer)-Felder anlegen muss, sondern dem Altöl ein "Second Life" gewährt.
Wenn die Uni anfängt zu Bosch in Konkurenz zu gehen (die daraus Benzin machen wollen), sollten wir schnellstens Anteile kaufen und dann mehr Burger essen. ;-)
 
@gutzi4u: Das begrenzt aber eben auch die zur Verfügung stehende Menge. Natürlich ist es gut, wenn man Müll sinnvoll verwerten kann.
 
@DRMfan^^: Es bilden sich im Fett Umsetzungsprodukte, weil es ja mehrfach hoch erhitzt wird, z.B. Acrylamid oder kurzkettige Fettsäuren.
 
@Torchwood: Ist Acrylamid nicht ein Reaktionsprodukt mit der Stärke der Nahrungsmittel und damit eine Verunreinigung?
 
@DRMfan^^: Genau. Wenn Du z.B. Pommes und anderes Zeug, das kohlenhydrathaltigen Teig hat, in Öl hoch erhitzt, reagiert das zusammen und das Acrylamid geht dann in das Öl über.
 
@Torchwood: Wie gesagt, dann würde ich doch erwarten, dass das eine zu filternde Verunreinigung ist?! Und ist Acrylamid nicht braun oder schwarz (oder ist die Farbe nur ein Nebenprodukt der selben Reaktion)? Das Druckergebnis ist ja Transparent ...
 
@DRMfan^^: Du verwechselst vermutlich gerade die Acrylamide mit der Maillard-Reaktion. Acrylamide kennst du vermutlich sogar selbst, es ist ein in Wasser und Alkohol löslicher Superabsorber und wird häufig feuchtigkeitsempfindlichen Sachen als kleines Tütchen, gefüllt mit kleinen Kügelchen - häufig ein polymerisiertes Acrylamid - beigelegt. Auch in Windeln, Verbandsmaterial, Kosmetika etc. ist es enthalten.
 
@Breaker: Also gibt es einfach farbige und farblose Acrylamide? Oder hat die braune Verfärbung beim fritieren nichts direkt mit Acrylamid zu tun sondern entstammt nur ebenfalls der Maillard-Reaktion? (Oder anders: Ist die braune Verfärbung nur ein sichtbares Indiz für die Maillard-Reaktion, bei der auch Acrylamid entsteht, welches selbst jedoch farblos ist?)
 
@DRMfan^^: Dein "Oder anders" trifft es genau :)
Die Maillard-Reaktion beruht darauf, dass Aminverbindungen zu neuen Verbindungen (u.a. Melanoidine, die die Farbe beeinflussen) umgewandelt werden und so die Farbe (und den Geschmack) verändern.
Acrylamid hingegen ist immer farblos (kristallin, ähnlich wie Zucker erscheint es in Menge in reiner Form weiß) und entsteht aus der Überhitzung von Stärke.
 
@Breaker: Top. danke.
 
und nach zwei drei Wochen schimmelt dir das Teil weg und dient als Inkubator für allerlei Bakterien/Viren usw.
 
@serra.avatar: Es wäre den Herren von der Uni durchaus zuzutrauen, dass sie, bevor sie mit der ganzen Sache an die Öffentlichkeit gegangen sind, sowas eventuell geprüft haben könnten.
 
@DON666: da überschätzt du aber Wissenschaftler ;p Scheuklappen Denken ist da nicht nur weit verbreitet sondern Standard!
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