Autonome Autos: Unsaubere Verkehrszeichen komplett falsch erkannt
Autonome Fahrzeuge funktionieren gemeinhin schon recht gut - die selbstlernenden Algorithmen, mit denen diese sich in ihrer Umgebung orientieren, sollten aber noch lernen, dass es nicht überall ordentliche Laborverhältnisse gibt. Vandalismus an Verkehrsschildern ist noch ein Problem.
In der Realität kommt es immer wieder vor, dass Verkehrszeichen in allen möglichen Varianten verändert werden. Manchmal dienen sie einfach als freie Fläche, an denen mancher seine neuesten Aufkleber loswerden will, in anderen Fällen wird einiges an Kreativität an den Tag gelegt, um sie zu verändern. Forscher haben daher die Systeme selbstfahrender Autos einmal mit verschiedenen Manipulationen an den Schildern konfrontiert.
Und die Ergebnisse sind ziemlich erschreckend. Während es Menschen auch bei umfangreicherem Vandalismus durchaus meist gelingt, die Bedeutung des Schildes zu erkennen, kommt es bei den aktuellen Systemen zur Umgebungsanalyse teilweise zu ziemlich problematischen Fehlschlüssen. Diese werden dabei aber teilweise mit überraschender Präzision getroffen.
Das in der Abbildung von Beispielen ganz links zu sehende Stopp-Schild, das mit daraufgeschriebenen Wörtern zu einem Botschafter werden soll, wurde von den untersuchten Systemen in 100 Prozent der Fälle als Geschwindigkeitsbegrenzung auf 45 Meilen pro Stunde interpretiert. Angesichts der Tatsache, dass die Speed-Limit-Schilder in den USA schlicht weiß mit schwarzer Schrift sind, mutet die Fehlinterpretation dann doch reichlich merkwürdig an.
In den Ergebnissen der Forscher zeigt sich, dass die Entwickler von autonomen Systemen noch einiges zu tun haben. Denn unreine Straßenschilder kommen in der Realität in einigen Gegenden ziemlich regelmäßig vor. Da kann es zu schwerwiegenden Problemen führen, wenn die Systeme diese ständig falsch interpretieren.
Und die Ergebnisse sind ziemlich erschreckend. Während es Menschen auch bei umfangreicherem Vandalismus durchaus meist gelingt, die Bedeutung des Schildes zu erkennen, kommt es bei den aktuellen Systemen zur Umgebungsanalyse teilweise zu ziemlich problematischen Fehlschlüssen. Diese werden dabei aber teilweise mit überraschender Präzision getroffen.
Das in der Abbildung von Beispielen ganz links zu sehende Stopp-Schild, das mit daraufgeschriebenen Wörtern zu einem Botschafter werden soll, wurde von den untersuchten Systemen in 100 Prozent der Fälle als Geschwindigkeitsbegrenzung auf 45 Meilen pro Stunde interpretiert. Angesichts der Tatsache, dass die Speed-Limit-Schilder in den USA schlicht weiß mit schwarzer Schrift sind, mutet die Fehlinterpretation dann doch reichlich merkwürdig an.
Es gibt viel zu tun
Bei den beidem mittleren Beispielen - in einem Fall wurden hier Aufkleber und im anderen Sprühfarbe simuliert - vermutete die KI in 67 Prozent der Tests eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das rechte Beispiel - ein selbstgedruckter Rechtsabbiege-Hinweis - wurde hingegen als Stopp-Schild interpretiert.In den Ergebnissen der Forscher zeigt sich, dass die Entwickler von autonomen Systemen noch einiges zu tun haben. Denn unreine Straßenschilder kommen in der Realität in einigen Gegenden ziemlich regelmäßig vor. Da kann es zu schwerwiegenden Problemen führen, wenn die Systeme diese ständig falsch interpretieren.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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