Microsoft macht Druck und will Tape-Speicher bald durch DNA ersetzen
Erst vor einem Jahr konnten Wissenschaftler von Microsoft in Zusammenarbeit mit dem Partner Twist Bioscience Fortschritte bei der Speicherung von Daten in Erbmaterial vorstellen. Und nun kommt von der Redmonder Konzernspitze der Auftrag, die Technik schnell kommerziell nutzbar zu machen.
Die Forscher sollen es hinbekommen, bis zum Ende des Jahrzehnts Systeme ans Laufen zu bekommen, die es ermöglichen, die altgedienten Tape-Archive in den Datenzentren durch DNA-Speicher zu ersetzen. In drei Jahren soll dafür spätestens ein "proto-kommerzielles" System verfügbar sein, mit dem die Umstellung dann schon erprobt werden kann. Das berichtet das US-Magazin Technology Review.
Angesichts dessen, dass es gerade erst im Labor gelungen ist, umfangreichere Informationen erfolgreich in DNA zu kodieren und auch wieder auszulesen, ist das doch ein sehr ambitioniertes Projekt. Für gewöhnlich kann es viele Jahre bis sogar Jahrzehnte dauern, bis solche Ansätze tatsächlich einmal zu marktreifen Produkten führen. Für die zuständigen Stellen im Microsoft-Management scheint die Technik aber so interessant zu sein, dass sie bereit sind, die Entwicklung kräftig voranzutreiben - was natürlich auch entsprechende Investitionen erfordert.
Und es gibt durchaus einen triftigen Grund, so auf die Tube zu drücken. Denn DNA gilt quasi als heiliger Gral der Speichertechnologie. Nichts vom Menschen gemachtes erreicht eine solch hohe Speicherdichte, wie sie die Natur unzählige Male unter Beweis stellt. Alle jemals gedrehten Filme könnten beispielsweise in einer Menge DNA kodiert werden, die zusammengenommen die Größe eines Zuckerwürfels hat. Angesichts der immer schneller wachsenden Datenmengen, die in Datenzentren archiviert werden müssen, würde dies viel Platz und damit auch Geld sparen. Hinzu kommt, dass DNA trotz der fragil wirkenden Moleküle ziemlich robust und langlebig ist. Erbinformationen können noch heute aus Fossilien geborgen werden, die hunderttausende bis Millionen Jahre in der Erde lagen.
Angesichts dessen, dass es gerade erst im Labor gelungen ist, umfangreichere Informationen erfolgreich in DNA zu kodieren und auch wieder auszulesen, ist das doch ein sehr ambitioniertes Projekt. Für gewöhnlich kann es viele Jahre bis sogar Jahrzehnte dauern, bis solche Ansätze tatsächlich einmal zu marktreifen Produkten führen. Für die zuständigen Stellen im Microsoft-Management scheint die Technik aber so interessant zu sein, dass sie bereit sind, die Entwicklung kräftig voranzutreiben - was natürlich auch entsprechende Investitionen erfordert.
Es ist schon möglich...
Die Forscher selbst halten die Sache durchaus für möglich. Wenn nichts gravierendes schiefgeht könnte man in absehbarer Zeit einen DNA-Kodierer ins Datenzentrum stellen, der etwa die Größe eines frühen Xerox-Fotokopierers aus den 1970er Jahren hat.Und es gibt durchaus einen triftigen Grund, so auf die Tube zu drücken. Denn DNA gilt quasi als heiliger Gral der Speichertechnologie. Nichts vom Menschen gemachtes erreicht eine solch hohe Speicherdichte, wie sie die Natur unzählige Male unter Beweis stellt. Alle jemals gedrehten Filme könnten beispielsweise in einer Menge DNA kodiert werden, die zusammengenommen die Größe eines Zuckerwürfels hat. Angesichts der immer schneller wachsenden Datenmengen, die in Datenzentren archiviert werden müssen, würde dies viel Platz und damit auch Geld sparen. Hinzu kommt, dass DNA trotz der fragil wirkenden Moleküle ziemlich robust und langlebig ist. Erbinformationen können noch heute aus Fossilien geborgen werden, die hunderttausende bis Millionen Jahre in der Erde lagen.
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