Chrome: Skript-Bremse in Hintergrund-Tabs extrem schnell umgesetzt
Die Entwickler des Chrome-Browsers haben ihre Ankündigung wahr gemacht und in der neuen Version die Ressourcen-Zuteilung für Tabs im Hintergrund massiv eingeschränkt. Allerdings ist man dann doch etwas subtiler vorgegangen, als nach den ersten Ankündigungen zu erwarten war.
Die Entwickler hatten erklärt, die laufenden Skripte in Tabs, die sich im Hintergrund befinden, schlicht zu stoppen. Ausnahmen sollte es nur geben, wenn hier beispielsweise gerade eine Audio-Ausgabe aktiv ist. Das hätte allerdings dazu führen können, dass ein eingebundenes kleines, tonloses Sound-File in einer Webanwendung ausreicht, um den Skripten immer volle Leistung bereitzustellen.
Im neuen Chrome 57, der seit einigen Tagen verfügbar ist, zeigt sich nun aber wie die Umsetzung tatsächlich aussieht. Hier werden Tabs, die nur geringe Ressourcen in Anspruch nehmen, einfach in Ruhe gelassen. Das gilt für solche, bei denen die eingebetteten JavaScript-Codes maximal 1 Prozent der Leistung eines Cores in Anspruch nehmen.
Die Chrome-Entwickler hatten die Maßnahme Ende Januar angekündigt. Allerdings rechnete wohl niemand damit, dass die Umsetzung binnen nicht einmal zwei Monaten bis in die Final durchgezogen wird. Das ist insbesondere daher erstaunlich, da sich die Entwickler offensichtlich auch mit dem Feedback aus der Community auseinandergesetzt und ihre ersten Ideen entsprechend überarbeitet haben.
Download Chrome 57 - Webbrowser von Google
Im neuen Chrome 57, der seit einigen Tagen verfügbar ist, zeigt sich nun aber wie die Umsetzung tatsächlich aussieht. Hier werden Tabs, die nur geringe Ressourcen in Anspruch nehmen, einfach in Ruhe gelassen. Das gilt für solche, bei denen die eingebetteten JavaScript-Codes maximal 1 Prozent der Leistung eines Cores in Anspruch nehmen.
Durchgreifen auf Mobilgeräten
Benötigt die Webanwendung in einem Tab deutlich mehr Ressourcen, wird sie aber auch nicht komplett abgeschaltet, wenn der Anwender sie in den Hintergrund klickt. Stattdessen sorgt der Browser hier nun dafür, dass die JavaScript-Verarbeitung so weit ausgebremst wird, bis ein hinnehmbares Niveau erreicht ist. Auf diesem Weg sollte es durchaus machbar sein, auch einen Audio-Player zu betreiben, der im Hintergrund eines Playliste aus dem Netz streamt. Eine Ausnahme gibt es lediglich auf Mobil-Geräten mit ihren eingeschränkten Ressourcen. Hier wird einer im Hintergrund laufenden JavaScript-Anwendung nach fünf Minuten komplett der Saft abgedreht.Die Chrome-Entwickler hatten die Maßnahme Ende Januar angekündigt. Allerdings rechnete wohl niemand damit, dass die Umsetzung binnen nicht einmal zwei Monaten bis in die Final durchgezogen wird. Das ist insbesondere daher erstaunlich, da sich die Entwickler offensichtlich auch mit dem Feedback aus der Community auseinandergesetzt und ihre ersten Ideen entsprechend überarbeitet haben.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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