Samsung in Gefahr: Umwälzung des Flash-Marktes steht bevor
Die Speicherchip-Sparte des Elektronikkonzerns Toshiba steht zum Verkauf und das dürfte den Markt für Flash-Komponenten ordentlich in Bewegung bringen. Je nachdem, wer letztlich das Rennen macht, steht Samsungs Marktführung in dem Bereich zur Diskussion.
Toshiba selbst hat einen eigenen Favoriten: SK Hynix. Der südkoreanische Halbleiter-Hersteller soll von den Japanern bereits konkrete Konzepte darüber bekommen haben, auf welchem Weg man den Verkauf an sie realisieren könnte. Zuvor sei Toshiba selbstständig auf SK Hynix zugekommen und hat diese gebeten, ein Gebot abzugeben, wie das Unternehmen mitteilte. Es geht um einen Konzernteil, dessen Wert auf 9 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Es gibt aber durchaus auch andere Interessenten. Laut einem Bericht der chinesischsprachigen Liberty Times (via DigiTimes) wollen auch TSMC und Foxconn gemeinsam als Bieter auftreten. Ein gemeinsames Team mit Vertretern beider Konzerne hält sich dem Vernehmen nach aktuell in Japan auf, um sich auf ein aggressives Auftreten in der ersten Bieterrunde vorzubereiten. Losgehen soll das Ganze am 29. März.
Terry Guo, der Aufsichtsratsvorsitzende von Foxconn, will Toshiba den Deal unter anderem damit schmackhaft machen, dass man sich auf ein Abkommen einigen könnte, das klar regelt, dass der chinesische Konzern damit nicht zu einem stärkeren Konkurrenten für Toshibas andere Geschäftsbereiche wird. Weiterhin wolle man zusichern, dass alle Kerntechnologien der Flash-Produktion von Toshiba Memory in Japan verbleiben.
Ein direkter Zugriff auf eine eigene Flash-Produktion - wie es im Rahmen eines Joint Ventures mit TSMC der Fall wäre - würde Foxconn sehr große Vorteile bringen. Das Unternehmen ist aktuell bereits der größte Produzent von Speicher-Equipment weltweit und rechnet damit, dass die Nachfrage weiterhin sprunghaft steigen wird - unter anderem auch durch das bevorstehende Aufkommen von 8K-Videos.
Es gibt aber durchaus auch andere Interessenten. Laut einem Bericht der chinesischsprachigen Liberty Times (via DigiTimes) wollen auch TSMC und Foxconn gemeinsam als Bieter auftreten. Ein gemeinsames Team mit Vertretern beider Konzerne hält sich dem Vernehmen nach aktuell in Japan auf, um sich auf ein aggressives Auftreten in der ersten Bieterrunde vorzubereiten. Losgehen soll das Ganze am 29. März.
Samsung gerät in Bedrängnis
Insbesondere ein Erfolg von TSMC/Foxconn bei der Übernahme hätte sofort spürbare Auswirkungen auf den Flash-Markt. Aktuell ist hier Samsung der Marktführer - was aber aller Voraussicht nach vorbei wäre, wenn TSMC und Toshiba Memory fusionieren. Damit eine Übernahme klappen kann, muss aber wesentlich mehr geliefert werden als nur ein finanziell ausreichend hohes Gebot.Terry Guo, der Aufsichtsratsvorsitzende von Foxconn, will Toshiba den Deal unter anderem damit schmackhaft machen, dass man sich auf ein Abkommen einigen könnte, das klar regelt, dass der chinesische Konzern damit nicht zu einem stärkeren Konkurrenten für Toshibas andere Geschäftsbereiche wird. Weiterhin wolle man zusichern, dass alle Kerntechnologien der Flash-Produktion von Toshiba Memory in Japan verbleiben.
Ein direkter Zugriff auf eine eigene Flash-Produktion - wie es im Rahmen eines Joint Ventures mit TSMC der Fall wäre - würde Foxconn sehr große Vorteile bringen. Das Unternehmen ist aktuell bereits der größte Produzent von Speicher-Equipment weltweit und rechnet damit, dass die Nachfrage weiterhin sprunghaft steigen wird - unter anderem auch durch das bevorstehende Aufkommen von 8K-Videos.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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