Effizienteres WLAN: Qualcomm schickt bald 802.11ax ins Rennen
Der Chiphersteller Qualcomm hat pünktlich vor dem Mobile World Congress (MWC) angekündigt, in Bälde die ersten Chips liefern zu können, mit denen sich WLAN-Support auf Basis des neuen Standards 802.11ax bereitstellen lässt. Zumindest die Lieferung von Mustern entsprechender Komponenten soll bald beginnen.
Mit dem neuen WLAN-Standard wurde von den Entwicklern der immer weiter steigenden Verbreitung von Geräten Rechnung getragen, die auf die Datenübertragung per Funk setzen. Daher ging es nicht in erster Linie darum, noch mehr Informationen über die verfügbaren Frequenzen zu schicken, sondern diese wesentlich effizienter auszunutzen. Insbesondere dort, wo viele WLAN-Übertragungen sich gegenseitig stören und die Bandbreite so reduzieren, soll 802.11ax für wesentlich mehr Durchsatz sorgen. Das Ziel lag also weniger in der Steigerung der theoretisch erreichbaren Übertragungsrate, sondern jener, die beim Nutzer auch tatsächlich erreicht wird.
Qualcomm teilte nun mit, den neuen Standard in erste Schaltkreise gegossen zu haben. Demnächst werde man die beiden ersten Chips liefern können, die das Verfahren unterstützen. Erste Muster sollen in den kommenden Monaten an die Hardware-Produzenten verschickt werden und es ist damit zu rechnen, dass Cisco und Netgear mit als erste etwa ab Sommer konkrete Produkte auf den Markt bringen.
Als Gegenstück dazu wird der QCA6290 angeboten, der für den Einbau in Client-Systeme konzipiert ist. Wie von 802.11ax vorgesehen, arbeitet dieser gleich mit zwei Funkmodulen und kann so parallel auf 2,4 und 5 Gigahertz aktiv sein und die jeweils optimalen Verbindungen nutzen.
Qualcomm teilte nun mit, den neuen Standard in erste Schaltkreise gegossen zu haben. Demnächst werde man die beiden ersten Chips liefern können, die das Verfahren unterstützen. Erste Muster sollen in den kommenden Monaten an die Hardware-Produzenten verschickt werden und es ist damit zu rechnen, dass Cisco und Netgear mit als erste etwa ab Sommer konkrete Produkte auf den Markt bringen.
Starker SoC und Vielfunk-Gegenstück
Qualcomms erster Chip wird der IPQ 8074 sein. Dabei handelt es sich um einen SoC, der als Herzstück von Routern eingesetzt werden soll. In diesem arbeiten vier ARM-Kerne. Der Prozessor beherrscht dabei nicht nur WLAN, sondern steuert auch Ethernet-Interfaces, PCI Express 2.0 und USB 3.0 direkt an, so dass die Router-Hersteller eine entsprechende Bandbreite an Schnittstellen bieten können.Als Gegenstück dazu wird der QCA6290 angeboten, der für den Einbau in Client-Systeme konzipiert ist. Wie von 802.11ax vorgesehen, arbeitet dieser gleich mit zwei Funkmodulen und kann so parallel auf 2,4 und 5 Gigahertz aktiv sein und die jeweils optimalen Verbindungen nutzen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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