Qualcomm will das neue Intel werden - und nimmt 47 Mrd.$ in die Hand
Der Chiphersteller Qualcomm richtet sich darauf ein, in den kommenden Jahren die Rolle des führenden Chipherstellers von Intel zu übernehmen. Um dafür besser aufgestellt zu sein, schluckt man den Halbleiter-Produzenten NXP Semiconductors für 47 Milliarden Dollar.
In den 1980er Jahren stieg Intel zum wichtigsten Chipkonzern der Welt auf. Die gesamte PC-Ära hindurch dominierte das Unternehmen den Markt und bestimmt auch heute noch quasi alle Bereiche, in denen klassische Computer in Form von Desktop-PCs, Notebooks oder Servern zum Einsatz kommen. Der Markt hat sich in den letzten Jahren aber massiv gewandelt und heute bestimmen mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets das Bild - und hier ist Qualcomm als größter Hersteller von ARM-basierten Prozessoren an der Spitze.
Da Intel sich in dem Bereich nie auch nur annähernd durchsetzen konnte, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Qualcomm dessen Position als wichtigster Prozessor-Produzent der Welt übernimmt. Dafür braucht das Unternehmen aber noch mehr Durchschlagskraft. Und diese soll die Übernahme von NXP nun bringen.
Dass Qualcomm NXP unbedingt haben wollte, zeigt sich auch in dem dann doch unerwartet hohen Kaufpreis. Die Marktkapitalisierung des Chipkonzerns liegt immerhin gerade einmal bei 34 Milliarden Dollar. Den bisherigen Aktionären wurde also eine ordentliche Prämie zugesagt, wenn sie sich von ihren Anteilen trennen. Das hat auch seinen Grund. Neben Mobilsystemen spielten vernetzte IoT-Geräte eine immer stärkere Rolle. Und hier ist NXP gut dabei.
Da Intel sich in dem Bereich nie auch nur annähernd durchsetzen konnte, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Qualcomm dessen Position als wichtigster Prozessor-Produzent der Welt übernimmt. Dafür braucht das Unternehmen aber noch mehr Durchschlagskraft. Und diese soll die Übernahme von NXP nun bringen.
Europas großer Halbleiter-Konzern
NXP ist die ehemalige Halbleiter-Abteilung des niederländischen Elektronikkonzerns Philips. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 45.000 Mitarbeiter in 35 Ländern. Die Firma spielte im Aufstieg des Mobile-Business ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle - auch wenn dies von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. In den Werken des Konzerns werden verschiedene Komponenten produziert, die zur Standardausstattung vieler Smartphones gehören, wie etwa NFC-Bauteile.Dass Qualcomm NXP unbedingt haben wollte, zeigt sich auch in dem dann doch unerwartet hohen Kaufpreis. Die Marktkapitalisierung des Chipkonzerns liegt immerhin gerade einmal bei 34 Milliarden Dollar. Den bisherigen Aktionären wurde also eine ordentliche Prämie zugesagt, wenn sie sich von ihren Anteilen trennen. Das hat auch seinen Grund. Neben Mobilsystemen spielten vernetzte IoT-Geräte eine immer stärkere Rolle. Und hier ist NXP gut dabei.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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