Amazon Dash Button: Verbraucherzentralen üben scharfe Kritik
Vergangene Woche hat der Versandhändler Amazon seine Dash-Buttons auch in Österreich und Deutschland gestartet. Diese erlauben es, spontan ein Produkt nachzubestellen, das betrifft in erster Linie Waren des Alltags, darunter Waschmittel, Rasierklingen, Tierfutter und ähnliches. Die Verbraucherzentralen haben gegen diesen Button aber diverse Bedenken.
Der Dash-Button von Amazon soll dazu dienen, dass man Dinge dann nachbestellt, wenn man gerade daran denkt. Also beispielsweise, wenn man gerade die Waschmaschine befüllt und merkt, dass das Pulver knapp wird. Für die Verbraucherzentralen ist das aber aus gleich mehreren Gründen bedenklich, wie man in einer Pressemitteilung festhält.
So bemängelt man, dass ein derartiger Button, der automatisch ein Produkt bestellt, nicht ausreichend gekennzeichnet ist. Der Nutzer würde nicht gut genug darüber in Kenntnis gesetzt, dass er hier eine zahlungspflichtige Bestellung vornimmt. Den Verweis des Online-Händlers, wonach man die Bestellung auch nachträglich ändern oder stornieren kann, lassen die Verbraucherschützer nicht gelten und meinen, dass das nicht gesetzeskonform sei. Außerdem glaubt man, dass auch Kinder oder Gäste den Button drücken könnten.
Außerdem wird die Prime-Bindung bemängelt, auch die Kosten von 4,99 Euro (und gleichzeitigem Gutschein in dieser Höhe bei der ersten Bestellung) sieht man als Druck an. Auch der "Dash Replenishment Service", mit dessen Hilfe bestimmte Geräte "selbstständig" eine Nachbestellung (etwa von Druckerpatronen) auslösen können, sehen die Verbraucherschützer kritisch.
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So bemängelt man, dass ein derartiger Button, der automatisch ein Produkt bestellt, nicht ausreichend gekennzeichnet ist. Der Nutzer würde nicht gut genug darüber in Kenntnis gesetzt, dass er hier eine zahlungspflichtige Bestellung vornimmt. Den Verweis des Online-Händlers, wonach man die Bestellung auch nachträglich ändern oder stornieren kann, lassen die Verbraucherschützer nicht gelten und meinen, dass das nicht gesetzeskonform sei. Außerdem glaubt man, dass auch Kinder oder Gäste den Button drücken könnten.
Druck
Außerdem bemängelt man, dass Kunden durch den Button weniger auf den Preis achten sowie unter Druck geraten, mehr bei Amazon und dessen Partnern zu kaufen. Die Preise seien bei einer Bestellung per Dash-Button nicht transparent genug.Außerdem wird die Prime-Bindung bemängelt, auch die Kosten von 4,99 Euro (und gleichzeitigem Gutschein in dieser Höhe bei der ersten Bestellung) sieht man als Druck an. Auch der "Dash Replenishment Service", mit dessen Hilfe bestimmte Geräte "selbstständig" eine Nachbestellung (etwa von Druckerpatronen) auslösen können, sehen die Verbraucherschützer kritisch.
App
Den Rundumschlag gegen Amazon beendet man dann schließlich mit einer Kritik der App des Online-Händlers, diese möchte Zugriff auf Kamera, Mikrofon, abgespeicherte Kontakte und den aktuellen Standort, so die Verbraucherzentrale. Dazu kommen Bedenken gegen das Speichern des Passworts auf den Amazon-Servern und die Tatsache, dass das Unternehmen genaue Daten übers Kaufverhalten sammeln könne.Amazon Dash Button Alle Infos & Übersicht aller Buttons Amazon Prime 30 Tage lang kostenlos testen
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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