Australien liegt ab dem Jahreswechsel offiziell an anderer Stelle
Bevor autonome Fahrzeuge zu Lande und in der Luft endgültig in Aktion treten, muss Australien nun erstmal seine offiziellen Geodaten aktualisieren. Denn der Kontinent ist nicht mehr genau dort zu finden, wo er laut den derzeit geltenden Datenbanken sein sollte.
Bekanntlich ist die Erdoberfläche längst nicht so statisch, wie es den Anschein hat. Der Grund ist die Plattentektonik. Australien liegt - wie kaum anders zu erwarten - auf der Australischen Platte und diese bewegt sich grob in Richtung Nordnordost. Im Bezug auf das geltende System der Längen- und Breitengrade verschiebt sich der gesamte Kontinent pro Jahr um etwa 7 Zentimeter in diese Richtung.
Das ist keineswegs nur in Australien so. Dan Jaksa, von der staatlichen Organisation Geoscience Australia erklärte, dass es bisher im Grunde gängige Praxis war, die einmal bestimmten Koordinaten eines Punktes auf der Erdoberfläche im Wesentlichen beizubehalten - abgesehen vielleicht von einigen sehr speziellen Anwendungen.
Das wird aber nun zum Problem, da unter anderem immer mehr autonom operierende Fahrzeuge unterwegs sind, die sich darauf verlassen, dass die offiziellen Datenbanken stimmen und sie unter Rückgriff auf die Satelliten-Navigation punktgenau zum Ziel kommen, berichtet die BBC. Die meisten Menschen dürften glauben, dabei handelt es sich nur um einige experimentelle Autos rund um den Google-Campus. In der Realität werden aber beispielsweise in Australien und auch anderswo große landwirtschaftliche Nutzflächen von Mähdreschern und anderen Maschinen bearbeitet, die ganz allein, nur im Kontakt mit den Satelliten, ihre Bahnen ziehen.
In Australien wurde in der letzten Zeit an einem System mit landesweiten Messpunkten gearbeitet. Damit wurde die genaue Position des Kontinents anhand der Daten von rund 100 Positionen über die Landfläche hinweg, noch einmal genau vermessen. Als Ergebnis dessen werden ab dem 1. Januar 2017 neue offizielle Geodaten gelten, in denen Australien auf der Weltkarte fast 1,8 Meter nördlich positioniert wird.
Das ist keineswegs nur in Australien so. Dan Jaksa, von der staatlichen Organisation Geoscience Australia erklärte, dass es bisher im Grunde gängige Praxis war, die einmal bestimmten Koordinaten eines Punktes auf der Erdoberfläche im Wesentlichen beizubehalten - abgesehen vielleicht von einigen sehr speziellen Anwendungen.
Das wird aber nun zum Problem, da unter anderem immer mehr autonom operierende Fahrzeuge unterwegs sind, die sich darauf verlassen, dass die offiziellen Datenbanken stimmen und sie unter Rückgriff auf die Satelliten-Navigation punktgenau zum Ziel kommen, berichtet die BBC. Die meisten Menschen dürften glauben, dabei handelt es sich nur um einige experimentelle Autos rund um den Google-Campus. In der Realität werden aber beispielsweise in Australien und auch anderswo große landwirtschaftliche Nutzflächen von Mähdreschern und anderen Maschinen bearbeitet, die ganz allein, nur im Kontakt mit den Satelliten, ihre Bahnen ziehen.
Sehr genaue Daten werden nötig
Die offiziellen Geodaten in Australien wurden zum letzten Mal im Jahr 1994 auf den aktuellsten Stand gebracht. Seitdem hat sich die gesamte Landmasse um gut anderthalb Meter verschoben. Eine solche Abweichung kann schon bei Landmaschinen zu Problemen führen - erst recht allerdings, wenn sich Autos beim Transport von Personen auf die Standort-Erkennung verlassen sollen. Oder Drohnen, die punktgenau Pakete vor der Haustür absetzen sollen - und nicht etwa auf dem Vordach.In Australien wurde in der letzten Zeit an einem System mit landesweiten Messpunkten gearbeitet. Damit wurde die genaue Position des Kontinents anhand der Daten von rund 100 Positionen über die Landfläche hinweg, noch einmal genau vermessen. Als Ergebnis dessen werden ab dem 1. Januar 2017 neue offizielle Geodaten gelten, in denen Australien auf der Weltkarte fast 1,8 Meter nördlich positioniert wird.
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