Facebook sperrt Pegida, die halten es für Zensur durch Heiko Maas
Der Ärger bei den Anhängern und die Freude bei den Gegnern währte nur kurz: Facebook hat heute gleich zwei Gemeinschaftsseiten der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, gesperrt.
Es handelte sich bei den betroffenen Seiten zum einen um die Seite von Pegida Dresden, zum anderen um die Pegida-Dachseite mit mehr als 200.000 "Fans". Beide Gemeinschaftsseiten sind seit wenigen Minuten wieder online und frei zugänglich. Auf Nachfrage von der Süddeutschen wollte sich das soziale Netzwerk nicht zu der vorrübergehenden Sperrung äußern, vor allem nicht, solang die Prüfung noch läuft - die Pegida-Anhänger und offizielle Sprecher der Organisation tun das jetzt aber mit ganz besonderem Elan.
Maas hatte sich dabei tatsächlich bereits vorgestern öffentlich zu einem schärferen Vorgehen gegen Hasskommentare geäußert. Wie die Tagesschau berichtet hatte, ist Maas alles andere als erfreut, wie sich Facebook trotz des vor einem Jahr abgegeben Versprechens aktiver gegen Hassbotschaften und Co. vorzugehen noch immer vor der Verantwortung drückt. Zusagen werden nicht eingehalten. Laut Maas müsse man in diesem Fall über eine Regulierung, dann auch auf europäischer Ebene, nachdenken.
Für die Pegida-Anhänger scheint das eine direkte Drohung gegenüber ihren Aktivitäten zu sein. Auf einer der mittlerweile wieder freigegebenen Seiten meldete sich die Organisation mit einer entsprechenden Meldung zu Wort. Zunächst hieß es: "Offenbar handelte Facebook auf Druck der Zensurbehörde von Heiko Maas." Nun gibt es ein Update: "Freunde, unsere Seite ist wieder da, gewonnene Erkenntnisse lassen vermuten, daß FACEBOOK uns aufgrund eines organisierten, sogenannten "Meldemarathons" sperrte, wer ursächlich dafür verantwortlich ist, bekommen wir noch mitgeteilt."
Eine solche Mitteilung über einen "Initiator" wird Facebook aber mit Sicherheit nicht machen. Wenn Pegida im Sinne der Facebook-Richtlinien Hassbotschaften verbreitet, wird sich die Organisation so oder so immer wieder mit Meldemarathons herumschlagen müssen.
Siehe auch: Facebook wirft Pegida-Frontfrau Festerling vorübergehend raus
Maas forderte schärferes Vorgehen gegen Hasskommentare
Denn die Anhänger der rechtspopulistischen Organisation sehen in der Aktion von Facebook eine Zensur, die von niemand anderen als vom Justizminister Heiko Maas selbst in Auftrag gegeben wurde. Das sich das so nicht bestätigt hat, haben die Pegida-Macher schließlich bereits nach der Freigabe ihrer Seite indirekt schon selbst einräumen müssen.Maas hatte sich dabei tatsächlich bereits vorgestern öffentlich zu einem schärferen Vorgehen gegen Hasskommentare geäußert. Wie die Tagesschau berichtet hatte, ist Maas alles andere als erfreut, wie sich Facebook trotz des vor einem Jahr abgegeben Versprechens aktiver gegen Hassbotschaften und Co. vorzugehen noch immer vor der Verantwortung drückt. Zusagen werden nicht eingehalten. Laut Maas müsse man in diesem Fall über eine Regulierung, dann auch auf europäischer Ebene, nachdenken.
Für die Pegida-Anhänger scheint das eine direkte Drohung gegenüber ihren Aktivitäten zu sein. Auf einer der mittlerweile wieder freigegebenen Seiten meldete sich die Organisation mit einer entsprechenden Meldung zu Wort. Zunächst hieß es: "Offenbar handelte Facebook auf Druck der Zensurbehörde von Heiko Maas." Nun gibt es ein Update: "Freunde, unsere Seite ist wieder da, gewonnene Erkenntnisse lassen vermuten, daß FACEBOOK uns aufgrund eines organisierten, sogenannten "Meldemarathons" sperrte, wer ursächlich dafür verantwortlich ist, bekommen wir noch mitgeteilt."
Eine solche Mitteilung über einen "Initiator" wird Facebook aber mit Sicherheit nicht machen. Wenn Pegida im Sinne der Facebook-Richtlinien Hassbotschaften verbreitet, wird sich die Organisation so oder so immer wieder mit Meldemarathons herumschlagen müssen.
Siehe auch: Facebook wirft Pegida-Frontfrau Festerling vorübergehend raus
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
Metras Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Facebook
- The Social Reckoning: Erster Trailer zum brisanten Facebook-Thriller
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- WhatsApp: Wie man ungewollte Gruppen-Einladungen vermeidet
- Super Bowl 2025: Eine Banane für Chris Pratt und Chris Hemsworth
- Mehr als eine Kamerabrille? Die Ray-Ban-Meta-Smart Glasses im Test
The Social Network im Preis-Check
Beiträge aus dem Forum
-
Facebook Werbung
Ler-Khun -
Facebook sperrt meinen Account und verlangt zum Entsperren Foto
Doodle -
Abfrage der Datenschutzeinstellungen bei jedem Neustart.
DK2000 -
Keine Anzeige meiner Beiträge in Facebook
IsabellaKrystynek -
deutscher Warcraft 3 Discord / deutsche Warcraft 3 Community Facebook
thielemann03 -
Forum und Newsseite datenschutzfreundlicher machen
DanielDuesentrieb -
Facebook Newsfeed Frage
Schlutopia
Neue Downloads
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Windows 10/11 Patch-Day Oktober: Das große Sicherheitsupdate ist da
- Windows 11 KB5127648: Erstes Update für Version 26H2 wird verteilt
- Telekom: Streit um Kündigungsbutton und Rückholangebote
- Beats kündigt Pill-Lautsprecher in Pokémon-Sonderedition an
- GTA 6 für PC soll angeblich im ersten Quartal 2027 starten
- Nvidia verdoppelt die Leistung von DLSS 5 und senkt den VRAM-Bedarf
- Windows-Server-vNext-Update: Vorabversion bringt neues Security-Tool
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
das neueste Release von ventoy-1.1.18
d-hubs - Gestern 18:58 Uhr -
OFFLINE Echtzeit-Übersetzer?
ichliebecomputer - Gestern 01:11 Uhr -
KDE-Plasma 6.8 in der finalen Entwicklungsphase:
d-hubs - Vorgestern 20:24 Uhr -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Mannitwo - Vorgestern 17:28 Uhr -
Karlsruher Manifest zur Digitalen Souveränität
d-hubs - 10.10. 22:53 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen